Taucher der polnischen Marine bei der Vorbereitung zur Sprengung der Weltkriegsbombe „Tallboy“. Foto: Photo by Handout/Polish Navy -- 8th Coastal Defence Flotilla/AFP

Taucher der polnischen Marine haben in der Hafenstadt Swinemünde (Świnoujście) eine tonnenschwere Weltkriegsbombe kontrolliert gesprengt – rund ein Jahr nach dem Fund. „Man kann das Objekt jetzt als neutralisiert bezeichnen“, sagte ein Marinesprecher am Dienstag laut Nachrichtenagentur PAP. Die Bombe, die in der Fahrrinne eines Meeresarms lag, sei keine Gefahr mehr für den Schiffsverkehr zwischen Swinemünde und Stettin (Szczecin).

Bei dem Blindgänger handelte es sich um eine besonders schwere Bombe vom Typ „Tallboy“, die im Zweiten Weltkrieg von der britischen Luftwaffe eingesetzt wurde. Sie war sechs Meter lang, ihr Durchmesser betrug einen Meter. Laut Berichten des britischen Senders BBC hatten Bomben dieses Typs ein Gewicht von 5,4 Tonnen. Der „Tallboy“ war im September 2019 bei einer Vertiefung der Fahrrinne entdeckt worden und lag in zwölf Metern Wassertiefe.

Lesen Sie auch: Zweiter Weltkrieg: Berlins Untergang >>

Weil es eine besonders große Bombe war, mussten sich die Experten lange darauf vorbereiten, wie man mit ihr umgeht. Eine Hebung und Abtransport kam nicht infrage, da der Transport durch die Innenstadt geführt hätte. Das war wegen der großen Sprengladung zu gefährlich.

Bei der kontrollierten Sprengung seien weder Menschen noch Gebäude zu Schaden gekommen, sagte ein Sprecher der Stadtverwaltung. Rund 750 Einwohner aus der unmittelbaren Umgebung des Fundorts der Weltkriegsbombe waren für die Zeit der Arbeiten in Sicherheit gebracht worden.

Mehr aktuelle Nachrichten und Geschichten aus dem Ressort Panorama finden Sie hier >>

Swinemünde wird von der Swine geteilt, einem Meeresarm der Ostsee, der zwischen den Inseln Usedom und Wollin verläuft und das Stettiner Haff mit dem Meer verbindet.