Imago/Panthermedia

Es gibt Dinge, die darf es doch eigentlich gar nicht geben. Da fragt man sich, was in den Köpfen der Menschen vorgeht. Warum das niemand stoppt. Mit unfassbaren 3,81 Promille Alkohol im Blut hat ein Vater seinen Sohn in Thüringen von der Grundschule abgeholt – mit dem Auto!

Lesen Sie auch: Horror-Tat auf Mallorca: Tourist tot geprügelt, Täter fliehen seelenruhig mit dem nächsten Flieger >>

„Aufgrund von Zeugenhinweisen bestand der Verdacht, dass der Vater unter Alkoholeinfluss unterwegs war, woraufhin die Beamten dem Fahrer daheim einen Besuch abstatteten“, erklärt die Thüringer Polizei. Der 33-Jährige habe im Gespräch mit den Beamten bestätigt, dass er vor der Fahrt Alkohol getrunken habe. Ein freiwilliger Atemalkoholtest ergab einen Wert von 3,81 Promille. Sie haben richtig gelesen: 3,81 Promille.

3,81 Promille sind lebensgefährlich

„Wer so viel Alkohol zu sich nimmt, bringt das eigene Leben in Gefahr“, heißt es auf der Präventionswebsite „Kenn dein Limit“. Rund fünf Liter Bier müsste ein ca. 1,80 Meter großer und 80 Kilo schwerer Mann getrunken haben – oder zweieinhalb Liter Wein – um einen Blutalkoholwert von 3,81 Promille zu erreichen. Der führt denn normalerweise zu Bewusst- und Reflexlosigkeit, Gedächtnisverlust und schwache Atmung – also zu einer gefährlichen Alkoholvergiftung. Es drohen Lähmungen, Koma, Atemstillstand und Tod.

Polizisten machten einen Atemalkoholtest bei dem Mann, brachten ihn anschließend ins Krankenhaus. IMAGO/Sven Simon

Lesen Sie auch: Der Berliner Polizei-Ticker >>

Das alles aber hinderte den Vater nicht, sein Kind ebenfalls in Lebensgefahr zu bringen und es mit dem Auto von der Schule abzuholen. Die Sommerferien beginnen in Thüringen erst nächste Woche. Zwar haben Zeugen den Mann beobachtet, ihn an der Fahrt nach Hause gehindert hat ihn aber niemand.

Erst die Polizei konnte den Jungen in Sicherheit bringen. Nach dem Besuch der Beamten folgte eine Blutentnahme im Krankenhaus. Der Führerschein war erst einmal weg und der Fahrer erhielt eine Anzeige. Der Junge wurde der Mutter übergeben.