Harvey Weinstein sitzt gerade in einem New Yorker Gefängnis eine 23-jährige Haftstrafe für zwei sexuelle Übergriffe ab. Insgesamt gibt es hunderte Vorwürfe gegen ihn. Foto: Imago-Images/UPI Photo

Hunderte Frauen werfen Harvey Weinstein (68) sexuelle Übergriffe vor. Einige Dutzend haben nun einen Vergleich mit dem verurteilten Vergewaltiger geschlossen. Für ihre Entschädigung steht ein Fond mit 18,8 Millionen Dollar bereit, wie die New Yorker Generalstaatsanwältin Letitia James mitteilte.

Der Vergleich löst eine Klage der Generalstaatsanwaltschaft von 2018 auf, in der Weinstein und seiner Firma vorgeworfen wurde, ein "feindliches Arbeitsumfeld" geschaffen zu haben. Noch hat keines der Opfer eine Entschädigungszahlung erhalten. Zunächst müssen sie mehrseitige Formulare über die Art der Übergriffe ausfüllen. Für jede Klägerin sind Summen zwischen 7500 und 750.000 Dollar geplant. Zudem werden die Opfer von etwaigen Vertraulichkeitsabmachungen entbunden.

Die Anwälte anderer Opfer kritisierten die Vereinbarung scharf und bezeichneten sie als „kompletten Ausverkauf der Überlebenden von Weinstein“. Sie seien verblüfft, dass die Staatsanwaltschaft dies als Sieg verkaufe, und zögen gegen die Einigung vor Gericht.