Jan „Monchi“ Gorkow, Sänger von Feine Sahne Fischfilet, wog 182 Kilo: „Die Zahl hat selbst mich schockiert.“ dpa/ZB/Bodo Schackow

Jan Gorkow, Spitzname „Monchi“, ist der Frontmann der Punkband Feine Sahne Fischfilet – und ein Schwergewicht. Über die Probleme mit den Pfunden und seinen Umgang damit hat der Sänger ein Buch geschrieben. Über 180 Kilo brachte er schon mal auf die Waage.

„Ich war 31 Jahre alt, hatte einen BMI von fast 50 und war der fetteste Mensch, den ich kannte“, sagte der heute 34-Jährige dem Magazin Spiegel. An seinem höchsten Punkt habe er 182 Kilogramm gewogen. „Die Zahl hat selbst mich schockiert.“

„Ich hatte immer schon ein großes Selbstbewusstsein und habe mich nie nur über mein Gewicht oder meinen Körper definiert. Sondern immer darüber, was ich für ein Mensch war“, sagte Gorkow dem Spiegel. Doch über 180 Kilo – da war ein Punkt erreicht, der ihn zum Abspecken brachte.

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Zu der Zeit hatte die Band eine Pause einlegt und der Musiker hatte die Muse, sich mit sich selbst auseinanderzusetzen. Und offenbar auch sein Essverhalten umzustellen. In den vergangen zwei Jahren habe er 60 Kilo abgenommen, so erzählt der 34-Jährige.

„Ich wollte mir einfach wieder selbst den Arsch abwischen“

Um ein Idealgewicht oder einen Waschbrettbauch sei es ihm nie gegangen, berichtete Gorkow. Es gehe die Menschen auch nichts an, wenn er abnehmen wolle. Der Body-Positivity-Bewegung könne er ebenfalls nicht viel abgewinnen, sagte der Sänger über den Trend, alle Körper zu akzeptieren, wie sie sind, und Schönheitsideale zu überwinden.

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„Scheiß auf irgendwelche Body-Positivity-Hashtags auf Instagram“, sagte Jan Gorkow. „Ich wollte mir einfach wieder selbst den Arsch abwischen.“

Das Buch von Jan „Monchi“ Gorkow: „Niemals satt“ („Über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage“), Verlag Kiepenheuer & Witsch, 18 Euro dpa/Verlag Kiepenheuer & Witsch

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Monchis Buch trägt den Titel „Niemals satt“ („Über den Hunger aufs Leben und 182 Kilo auf der Waage“) und erscheint am 7. April. In der Ankündigung des Verlages Kiepenheuer & Witsch wird der Musiker mit den Worten zitiert: „Ich wiege 120 Kilo und fühle mich wie ein Schmetterling.“

In dem Buch gehe es um die Erfahrungen und Rückschläge dabei sowie um die Vergangenheit, Jugend und die zurückliegenden Jahre des Musikers. Oder wie er sagt: „Es ist ganz einfach ein Buch über die Frage und die Antwort darüber, warum so’n vorpommerscher Hoschi wie ich irgendwann mehr wog als seine Mutter und Fatter zusammen.“