In Vorpommern wurde ein Mädchen sexuell missbraucht. Foto: imago images/Rolf Kremming

 Mit hübschen Blumen in der Hand sprach er das kleine Mädchen an und lockte sie auf eine Wiese. Dort fiel der 18 Jähre über das Kind her und missbrauchte sein sechsjähriges Opfer schwer. Nur weil ein Spielkamerad aufmerksam war und dem Vater des Mädchens erzählte, was passiert war, konnten Polizisten das Mädchen nach etwa einer Stunde finden. Da war die grausame Tat jedoch schon geschehen.

Wie die örtliche Polizei berichtet, kannten sich Opfer und Täter vom sehen. Beide wohnen in Ferdinandshof, einer Gemeinde in Vorpommern, rund eine Autostunde von Greifswald entfernt. Der 18-Jährige habe das Mädchen nach ersten Erkenntnissen in seinem Wohnumfeld angesprochen und von dort weggelockt. Auf einer Wiese soll er sich an ihr vergangen haben. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden vom Sehen gekannt haben, sagte Polizeisprecherin Claudia Tupeit dem KURIER. 

Der Verdächtige, der bislang noch nicht polizeilich in Erscheinung getreten ist, wurde bereits einer Haftrichterin vorgeführt und sitzt in Untersuchungshaft im Jugendknast von Neustrelitz. Ihm wird schwerer sexueller Missbrauch eines Kindes vorgeworfen. Forensische Untersuchungen des Mädchens unterstützen den Tatvorwurf. Zum aktuellen Zustand des Mädchens, äußerte sich die Polizei auch aus Opferschutzgründen nicht. Die „Bild“ berichtete, dass die Verletzungen so schwer gewesen seien, dass das Mädchen ins Krankenhaus musste. Nur so viel verriet Polizeisprecherin Turpeit: Eine Notoperation soll nicht notwendig gewesen sein.

Rund eine Stunde war das Mädchen in den Fängen des Mannes. Ein Spielkamerad hatte, nachdem sie mit dem Mann mitgegangen war, ihren Vater informiert, der sofort die Polizei rief. Beamte aus mehreren umliegenden Revieren begaben sich auf die Suche nach dem Mädchen. Auch Suchhunde waren im Einsatz. Kurz darauf wurde das Mädchen mit ihrem mutmaßlichen Peiniger im Umfeld der Bahnhofstraße aufgegriffen. Der Mann wurde festgenommen.