Magdeburg: Die Feuerwehr löscht im Stadtteil Neue Neustadt in einem fünfstöckigen Mehrfamilienhaus, wo in einem Keller ein Feuer ausgebrochen war. dpa/Thomas Schulz

Beim Brand eines Mehrfamilienhauses in Magdeburg haben Schaulustige den Einsatz der Rettungskräfte stark behindert. 150 Menschen standen am Donnerstagabend direkt am Einsatzort und befanden sich im Gefahrenbereich, wie die Polizei am Freitagmorgen mitteilte.

„Die Szene war sehr unübersichtlich, als die Rettungskräfte eintrafen“, sagte eine Polizeisprecherin. Die Polizei habe die Schaulustigen des Platzes verwiesen, damit die Feuerwehrleute mit den Löscharbeiten beginnen konnten.

Gesamtes Kellergeschoss stand in Flammen

Als die Feuerwehr eintraf, brannte bereits das gesamte Kellergeschoss des Hauses. Ein Bewohner sei aus dem Fester einer Parterre-Wohnung gesprungen, sagte ein Sprecher der Polizei. Zunächst hatte die Polizei in einer Pressemitteilung von Bewohnern gesprochen, die aus ihren Fenstern sprangen, um sich zu retten. Wegen der starken Rauchentwicklung war der Weg durch das Treppenhaus versperrt.

Die Feuerwehr holte weitere Bewohner aus dem Haus. Sechs Menschen wurden in umliegende Krankenhäuser gebracht. „Sie sind inzwischen alle entlassen worden“, sagte eine Polizeisprecherin.

Das Haus ist derzeit unbewohnbar. Die Betroffenen wurden auf Notunterkünfte der Stadt Magdeburg verteilt. Die Ursache des Brandes ist derweil noch unklar. In Frage kommen laut Polizei ein technischer Defekt, aber auch Brandstiftung. Kriminaltechnische Untersuchungen wurden eingeleitet.