Ein Weißspitzen-Hochseehai im australischen Great Barrier Reef. Der bis zu drei Meter lange Hai wird auch für Angriffe auf Menschen verantwortlich gemacht. Tatsächlich ist diese Hai-Art durch Hochseefischerei stark gefährdet. Foto: Norbert Probst / imago images

Bei einem erneuten Hai-Angriff vor Australien ist ein 15-Jähriger beim Surfen ums Leben gekommen. Wie die Polizei am Samstag unter Berufung auf Augenzeugen berichtete, war der Teenager am Nachmittag (Ortszeit) in der Nähe des Wooli-Strands, rund 600 Kilometer nördlich von Sydney, gerade mit einem Surfbrett im Meer unterwegs, als ihn plötzlich ein Hai angriff. Mehrere Surfer kamen ihm zu Hilfe und zogen den blutenden Jugendlichen an den Strand.

Wegen seiner Verletzungen an den Beinen seien an Ort und Stelle Erste-Hilfe-Maßnahmen eingeleitet worden, teilte die Polizei weiter mit. Doch konnte der 15-Jährige nicht mehr gerettet werden, er starb noch am Strand. Es ist bereits der fünfte tödliche Hai-Angriff in Australien in diesem Jahr, drei Menschen wurden schwer verletzt.

Trotz spektakulärer Fälle sind Hai-Attacken auf Menschen selten. Kommt es zu einem Angriff, handelt es sich vermutlich um eine Verwechslung: Haie halten das Schema eines Surfers auf einem Brett für eine Robbe oder Schildkröte, erklären Meeresforscher. Bei einigen Angriffen wurden Haie zuvor provoziert oder aggressiv gemacht.