Statt Essen bekam Alease Scott etwas an den Tisch gebracht, dass es nicht auf der Karte gab: Ein neugeborenes Baby. Foto: Facebook/Walter Little-Cocca

Eigentlich hatten sie und ihr Freund Walter Cocca  zum Lunch im „El Patron“-Restaurant mexikanisches Essen bestellt. Stattdessen bekam Alease Scott etwas an den Tisch gebracht, dass es nicht auf der Karte gab: Ein neugeborenes Baby.

Eine 14-Jährige war mit einem Säugling im Arm in das Restaurant in Jersey City gekommen. Restaurant-Manager Frankie Aguilar verriet dem örtlichen Sender „ABC7“: „Sie ging zum Tisch eines Paares und sagte zu der Frau ‚Ich habe gerade draußen diese verlassene Baby gefunden und brauche Hilfe.‘ Ich sah, dass bei dem Säugling sogar noch ein Teil der Nabelschnur befestigt war.“

Dieses 14-jährige Mädchen hatte sein Neugeborenes bei völlig Fremden in einem Restaurant in Jersey City zurückgelassen. Foto: Screenshot

Scott nahm sofort das Baby in den Arm: „Ich habe erst einmal geprüft, ob es dem Baby gut geht. Die Atmung war schwach, es hat sich kaum bewegt.“ Innerhalb von 5 Minuten kam der von Aguilar herbeigerufene Rettungswagen an. Scott: „Als der Notarzt dem Baby eine Sauerstoffmaske anlegt hat, hörte ich plötzlich das schönste Geräusch überhaupt – ein lautes Weinen. Die Kleine hat sich bewegt und ihre Augen auf und zu gemacht. Das wusste ich, alles wird ok.“ In dem Tumult fiel es niemanden auf, dass das Mädchen aus dem Restaurant verschwunden war.

Quelle: Facebook

Das Baby wurde ins Jersey City Medical Center gebracht. Dort stellte die Ärzte fest, dass es kerngesund ist. Anhand der Aufnahmen der Securitykamera konnte die Polizei die „Baby-Finderin“ ausfindig machen. Es stellte sich heraus: Das Teenie-Girl war in Wirklichkeit die Mutter, die ihr Baby mithilfe einer Freundin zur Welt gebracht hatte. Eine Strafe droht ihr nicht.

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Das Kind soll zur Adoption freigegeben werden. Scott und ihr Freund würden am liebsten Pateneltern werden. Scott: „Ich hoffe, die neuen Eltern bleiben mit uns in Kontakt. Ich war einfach nur glücklich, dass ich helfen konnte. Die arme Mutter war völlig verzweifelt und wusste nicht weiter – sie ist ja noch so jung.“