Unerwartete Tragödie: Adan L. schoss sich während des Online-Unterrichts in den Kopf.  Foto: Adan Llanos

Der Tod eines Mittelschülers erschüttertert die Kleinstadt Lodi in Kalifornien. Adan L. hatte an der Zoom-Klasse seiner Woodbridge Elementary School teilgenommen, als er plötzlich seine Kamera und sein Mikrofon am Laptop abstellte. Das erschoss sich der 11-Jährige.

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Adans Schwester, die in ihrem eigenen Zimmer am Online-Schulunterricht teilnahm, hörte den Schuss. Als sie ins Zimmer ihres Bruders kam, lag dieser schwerverletzt in einer Blutlache. Sie rannte aus dem Haus und verständigte ihre Nachbarn, die Rettungsdienst und Polizei alarmierten. Als der Notarzt um 11 Uhr eintraf, kam für den Sechstklässler jede Hilfe zu spät. Die örtliche Polizei gab per Facebook bekannt, dass Adan an einer Schusswunde in den Kopf gestorben war: „Es ist ein tragisches Ereignis. Wir ermitteln noch, woher der Junge die Pistole hatte.“

Ein Bild aus glücklichen Tagen: Adan L. und seine Mutter.  Foto: Facebook

Alejandra Salazar, die Tante des toten Jungen, hat eine „GoFundMe“-Spendenseite ins Leben gerufen, um der alleinerziehenden Mutter des Kindes bei den Beerdigungskosten zu helfen. Eine Nachbarin beim örtlichen TV-Sendern KCRA: „Ich bin fassungslos. Dieser kleine Junge war einer der nettesten Kinder der Gegend. Immer mit einem riesigen Lächeln im Gesicht und voller Leben.“ Auch Adans Onkel Luis Llanos kann sich den Selbstmord nicht erklären und schrieb auf Facebook: „Adan war ein glückliches Kind und nicht suizidal. Dieser junge Mann war ein Engel.“

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Warren Paul, Sprecher der Woodbridge Elementary School, sieht ein mögliches Motiv darin, dass die Schüler bereits seit sechs Monaten wegen Covid zuhause lernen müssen: „Wir haben einen Riesenzuwachs an Kindern, die depressiv sind, weil sie nicht mehr mit ihren Freunden zusammen sein können. Es ist eine schwierige Situation.“