Blutentnahmeröhrchen mit der Aufschrift Covid-19 und einer Spritze (Symbolfoto). Foto:  imago images
Die wichtigsten Informationen im Überblick

Fragen und Antworten zur Verbreitung: Symptome, Ansteckungsgefahr und Schutz >>

FAQ für Arbeitnehmer: Das müssen Sie wissen >>

Das Robert-Koch-Institut gibt Tipps und Hinweise >>

Der Berliner Senat betreibt unter (030)-9028-2828 zwischen 8 und 20 Uhr eine Hotline für Bürger, die den Verdacht haben, sie könnten infiziert sein. Alternativ können Sie auch die Nummer des Patientenservice anrufen 116117. Bei beiden Nummern ist mit langen Wartezeiten zu rechnen.

Schutz gegen Corona- und andere Viren

Hände waschen: Eine wichtige Maßnahme, um Virusinfektionen zu vermeiden, ist es, die Hände regelmäßig und gründlich mit Seife zu waschen. Gründliches Händewaschen dauert 20 bis 30 Sekunden. In öffentlichen Toiletten ist es ratsam, den Wasserhahn mit einem Einweghandtuch oder dem Ellenbogen zu schließen.

Hygiene: Mit ungewaschenen Händen sollte man sich nicht an Mund, Augen oder Nase fassen. Wer krank ist, sollte Abstand zu anderen halten, sich zu Hause auskurieren und enge Körperkontakte zu seinen Mitmenschen vermeiden. Geschlossene Räume sollten mehrmals täglich für einige Minuten gelüftet werden.

Husten und Niesen: Dabei wird geraten, Abstand von anderen zu halten und sich wegzudrehen. Am besten ist es, ein Taschentuch zu benutzen oder sich die Armbeuge vor Mund und Nase halten.

+++ 23. November +++

10.864 Fälle: Corona-Neuinfektionen auf Vorwochenniveau 

Erwartungsgemäß haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) vergleichsweise wenig neue Corona-Infektionen gemeldet. So seien binnen 24 Stunden 10 864 neue Fälle übermittelt worden, wie das RKI am Montagmorgen bekanntgab. Am Freitag war mit 23 648 gemeldeten Fällen ein Höchststand erreicht worden. Am vergangenen Montag hatte die Zahl bei 10 824 gelegen. An Sonntagen und Montagen sind die Zahlen vergleichsweise gering, weil laut RKI am Wochenende weniger Proben genommen werden und dadurch auch insgesamt weniger getestet wird.

Im Oktober und Anfang November war die Zahl der gemeldeten Corona-Neuansteckungen in Deutschland rasant gestiegen. Nun hat sich der Wert seit etwa zwei Wochen auf hohem Niveau eingependelt. Der nach Inkrafttreten des Teil-Lockdowns erhoffte Rückgang ist bislang nicht klar zu erkennen. (dpa)

Zahl der Corona-Patienten auf Intensivstationen steigt weiter

Angesichts steigender Zahlen von schwer erkrankten Corona-Patienten haben Intensivmediziner vor einer Überlastung der Krankenhäuser gewarnt. «Die Lage auf den Intensivstationen spitzt sich zu», sagte der Präsident der Deutschen interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (Divi), Uwe Janssens, der «Rheinischen Post» (Montag). Die Politik habe seit September zu viel Zeit verschenkt. «Noch immer gibt es keine klaren Anweisungen an die Krankenhäuser, dass sie planbare Eingriffe und medizinisch unkritische Operationen verschieben sollen.»

Diese Anweisung sei jetzt zwingend notwendig, damit die Krankenhäuser handlungsfähig blieben und gleichzeitig unbürokratisch und schnellstmöglich finanzielle Kompensationen für Einnahmeverluste bereit gestellt werde. «Es darf nicht dazu kommen, dass wir Notfälle wegen überlasteter Corona-Stationen abweisen müssen», sagte Janssens.

Nach Divi-Daten stieg die Zahl der Patienten auf 3709 (Stand 22.11.) - das waren 79 mehr als am Vortag. 2132 von ihnen wurden invasiv beatmet. Derzeit sind rund 6650 Betten frei. Vor einem Monat wurden etwas mehr als 1100 Patienten mit Covid-19 intensivmedizinisch behandelt, vor zwei Monaten rund 290. (dpa)

+++ 22. November +++

Corona-Massentest in Südtirol: Einige Tausend Infizierte gefunden

Bei einem dreitägigen Corona-Massentest in der norditalienischen Provinz Südtirol haben einige Tausend Menschen von ihrer Infektion erfahren. Bis Sonntagvormittag hatten in der kleinen Alpen-Provinz fast 270.000 Bürger und Bürgerinnen einen kostenlosen Abstrich machen lassen. Wie die Behörden im Internet mitteilten, erhielten bis 10 Uhr insgesamt 2626 Teilnehmer (1 Prozent) ein positives Corona-Resultat. Die zentrale Phase der freiwilligen Reihenuntersuchung lief bis Sonntagabend.

Danach war geplant, dass die Südtiroler noch für weitere 72 Stunden bei Ärzten und an einigen anderen Orten an der Aktion teilnehmen können. Die Landesregierung will damit die zweite Corona-Welle schneller brechen: Virusträger, die nichts von ihrer Infektion ahnen, sollen entdeckt werden. Sie gelten als gefährliche Ansteckungsquelle. In der Provinz Bozen-Südtirol, über die ein Teil-Lockdown verhängt ist, leben gut eine halbe Million Menschen. Die Behörden wollten mit „Südtirol testet“ etwa 350 000 Menschen erreichen.

Der Erfolg eines Massentests hängt nach Einschätzung von Experten stark von einer hohen Teilnahmequote ab. Kritiker bemängelten, dass die Resultate von Antigen-Schnelltests nicht verlässlich genug seien. Eine Übernahme der Massentests für Deutschland hält Eugen Brysch, Vorstand der Stiftung Patientenschutz, für ungeeignetes «Strohfeuer». «Denn Infektionsgrundschutz, Kontaktdokumentation und laborgestützte PCR-Test können so nicht ersetzt werden», erläuterte er der Deutschen Presse-Agentur am Samstag. Es bestehe vielmehr die Gefahr, dass infizierte Menschen sich wegen eines negativen Tests in Scheinsicherheit wiegen würden.

Südtirols Landeshauptmann Arno Kompatscher räumte ein, der Massentest sei „kein Allheilmittel und auch nicht die Lösung des Problems». Aber die Aktion könne helfen, «den Lockdown zu verkürzen“. (dpa)

Mehr als 15.700 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Infektionen in Deutschland ist am Sonntag um 15.741 Fälle gestiegen. Am Freitag war mit 23.648 Neuinfektionen binnen 24 Stunden ein neuer Rekordstand registriert worden. Da am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln, liegen die Fallzahlen des RKI sonntags und montags in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen. Vorigen Sonntag hatte das RKI 16.947 Neuansteckungen gemeldet.

Die Zahl der Corona-Toten in Deutschland stieg diesen Sonntag den Angaben zufolge um 138 auf 14.022. Insgesamt wurden hierzulande seit dem Beginn der Pandemie laut den jüngsten RKI-Zahlen 918.269 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen lag am Sonntag bei etwa 603.800. (AFP)

Schon mehr als zwölf Millionen Corona-Infektionen in den USA nachgewiesen

Die USA haben die Zahl von zwölf Millionen Corona-Infektionen überschritten. In der größten Volkswirtschaft der Welt seien bislang 12.019.960 Ansteckungen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen worden, gab die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Samstag an. 255.414 Infizierte in den USA starben. Das sind die mit Abstand höchsten Infektions- und Todeszahlen weltweit. Erst vor sechs Tagen hatten die USA die Marke von elf Millionen Infektionen überschritten.

Wegen des erneuten schnellen Anstiegs der Fallzahlen in den USA haben viele Orte erneut Lockdown-Maßnahmen verhängt. In der Millionenmetropole New York etwa wurden die Schulen wieder geschlossen, im bevölkerungsreichsten Bundesstaat Kalifornien trat am Samstag eine nächtliche Ausgangssperre in Kraft. Die Gesundheitsbehörden rufen die Bürger auf, auf Reisen wegen des in den USA sehr wichtigen Familienfestes Thanksgiving am 26. November zu verzichten. (AFP)

Johnson will Corona-Lockdown für England nach 2. Dezember nicht verlängern

Der britische Premierminister Boris Johnson will den Corona-Lockdown in England nicht verlängern. Die Restriktionen liefen am 2. Dezember nach vier Wochen aus, teilte Downing Street am Samstag mit. Der Premier werde dies am Montag verkünden und einen Drei-Stufen-Plan für Corona-Beschränkungen auf regionaler Ebene vorstellen.

Der Lockdown der vergangenen Wochen habe "geholfen, das Virus wieder unter Kontrolle zu bringen" und den Druck auf den Nationalen Gesundheitsdienst NHS zu verringern, hieß es von der Regierung in London. In den vergangenen Wochen mussten nicht dringend notwendige Geschäfte in England schließen. Die Menschen sollten ihr Zuhause nur noch für das Nötigste verlassen.

Nach dem Ende des Lockdown plant die Regierung, die Zahl der Gebiete mit strengeren Vorkehrungen zu erhöhen, um die durch den Lockdown erzielten Fortschritte in der Pandemie-Bekämpfung zu sichern. Der Plan soll am Sonntag in einer Kabinettssitzung besprochen und am Montag dem Parlament vorgelegt werden.

Am Donnerstag werde dann mitgeteilt, "welche Stufe der Restriktionen in jeder Region gilt", hieß es in der Mitteilung. Die Regierung will für England auch Empfehlungen abgeben, unter welchen Umständen Familienfeiern zu Weihnachten stattfinden sollten.

Großbritannien hat die höchste Zahl an Corona-Toten in Europa: Mehr als 54.600 Infizierte starben hier bereits. Die Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie werden auf regionaler Ebene entschieden. Schottland hat gerade die Restriktionen für elf Gebiete verschärf (AFP)t, Nordirland hat einen weiteren zweiwöchigen Lockdown beschlossen, der am 11. Dezember endet.

+++ 21. November +++

Corona-Rekord in den USA: Mehr als 195.000 Neuinfektionen

In den USA hat die Zahl der Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages einen Höchststand erreicht. Die Behörden meldeten am Freitag innerhalb von 24 Stunden 195.542 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Samstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Tageswert war erst am Vortag registriert worden und lag bei 187.833 Fällen.

Am Mittwoch hatten die USA nach Angaben der JHU die Marke von einer Viertelmillion bei der Zahl der Toten überschritten. Seit Beginn der Pandemie starben mehr als 254.400 Menschen mit dem Erreger Sars-CoV-2 - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Am Freitag registrierten die Behörden 1878 Tote in Zusammenhang mit dem Virus. Insgesamt haben sich in dem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,9 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden Zahlen - unter anderem die der Neuinfektionen binnen 24 Stunden - nachträglich korrigiert. (dpa)

Knapp 23.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat am Samstag 22.964 Neuinfektionen mit dem neuartigen Coronavirus in Deutschland binnen 24 Stunden gemeldet. Am Freitag war mit 23.648 Neuinfektionen innerhalb eines Tages ein neuer Rekordstand registriert worden. Die Zahl der Todesfälle stieg am Samstag den Angaben zufolge um 254 auf 13.884.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 902.528 Infektionen registriert. Die Zahl der Genesenen lag am Samstag bei etwa 593.100. (AFP)

Corona-Lockdown für Kanadas größte Stadt Toronto verfügt

Wegen der beschleunigten Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist für Kanadas größte Stadt Toronto ein Lockdown verfügt worden. Die Restriktionen für Toronto und viele Vororte der Stadt treten am Montag in Kraft, wie der Regierungschef der Provinz Ontario, Doug Ford, am Freitag mitteilte. "Ich bin deutlich gewesen: Die Lage ist extrem ernst und es sind weitere Maßnahmen nötig", sagte er bei einer Pressekonferenz.

Der Lockdown soll mindestens 28 Tage lang dauern, Verstöße können mit Geldbußen von bis zu 750 kanadischen Dollar (483 Euro) geahndet werden. Für Treffen im Freien sowie für religiöse Feiern, Beerdigungen und Hochzeiten gilt eine Obergrenze von zehn Menschen. Private Treffen drinnen sind gänzlich untersagt.

Friseursalons und Schönheitssalons sowie Fitnessstudios und Casinos müssen schließen. Nicht notwendige Geschäfte sowie Restaurants dürfen ihre Waren nur liefern oder zum Mitnehmen anbieten. Die Schulen bleiben offen.

In Kanada wurden bis Freitag 317.000 Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus nachgewiesen. 11.273 Infizierte starben. In den vergangenen sieben Tagen stiegen die Fallzahlen deutlich an auf knapp 4800 Neuinfektionen pro Tag und täglich 65 Corona-Tote. (AFP)

Gericht kippt Quarantänepflicht für Reiserückkehrer in NRW

Das Oberverwaltungsgericht in Nordrhein-Westfalen hat die Quarantänepflicht für Auslandsrückkehrer aus Corona-Risikogebieten gekippt. Die Richter in Münster gaben mit ihrem Eilbeschluss am Freitag einem Kläger aus Bielefeld Recht. Der Mann hatte sich Mitte November auf den Balearen aufgehalten und argumentiert, dass das Risiko einer Ansteckung mit dem Coronavirus dort geringer sei als an seinem Wohnort. Eine zusätzliche Infektionsgefahr durch seine Einreise sei nicht begründet.

Das Gericht befand, dass die Pflicht zur Selbstisolierung "nicht geeignet sei", einen nennenswerten Beitrag zur Eindämmung der Pandemie beizutragen, wenn in dem Reiseland ein geringeres Ansteckungsrisiko bestehe.

Die Einreiseverordnung in Nordrhein-Westfalen sieht vor, dass sich Rückkehrer aus Regionen, die vom Robert-Koch-Institut (RKI) als Risikogebiete eingestuft wurden, zehn Tage lang in Selbstisolation begeben müssen. (AFP)

+++ 20. November +++

Dresden sagt Striezelmarkt ab

Der berühmte Dresdner Striezelmarkt fällt in diesem Jahr wegen der Corona-Pandemie aus. Das Infektionsgeschehen in Dresden und Umgebung lasse keine andere Entscheidung zu, sagte Oberbürgermeister Dirk Hilbert am Freitag. „Da keine Lockerungen der Corona-Verordnungen absehbar sind – ganz im Gegenteil – und frühestens kommende Woche mit einem neuen Fahrplan zu rechnen ist, haben wir keine realistische Option mehr, den Striezelmarkt durchzuführen.“ Bis zuletzt hatte Hilbert an den Plänen für den 586. Striezelmarkt festgehalten - mit Hygiene- und Besucherkonzept sowie verteilt auf mehrere Orte im Zentrum. Der Dresdner Striezelmarkt gilt als einer der ältesten Weihnachtsmärkte der Welt.

Neuer Höchststand: 23 648 neue Corona-Infektionen gemeldet 

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 648 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Morgen hervorgeht. Am Freitag vor einer Woche war mit 23 542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um gut 1000.

+++ 19. November +++

21 Corona-Tote und über 1251 Neuinfektionen binnen 24 Stunden in Berlin

Zwiespältige Nachrichten von der Gesundheitsverwaltung des Berliner Senats: Sage und schreibe 21 neue Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus wurden an nur einem Tag gemeldet. Die Gesamtzahl der Corona-Toten in der Hauptstadt erhöht sich damit auf 422. Die Zahl der Neuinfektionen fällt mit 1251 allerdings nicht ganz so hoch aus wie am Vortag. Erneut leuchten die Warnampeln in allen drei Farben. Mit 0,94 liegt der auf vier Tage berechnete R-Wert mit 0,94 knapp unter der Marke von 1. Dies bedeutet, dass ein Corona-Kranker etwas weniger als eine weitere Person ansteckt. Weit jenseits der Warnschwelle bleibt die 7-Tage-Inzidenz mit 222,1 Fällen auf 100.000 Einwohner stadtweit. Die entsprechende Warnampel leuchtet tiefrot. Besonders schlecht bleibt dieser Wert in Mitte (339,1) und Neukölln (336,4). Noch gelb leuchtet die Warnampel für die Belegung der Intensivstationen mit Covid-19-Patienten. 23,4 Prozent der Intensivbetten sind mit Coronakranken belegt. Bei 25% springt diese Ampel auf Rot um. Insgesamt werden in Berliner Kliniken derzeit 1062 Covid-19-Patienten behandelt, davon liegen 766 auf Intensivstationen. (BK)

Corona-Impfstoff von AstraZeneca zeigt gute Wirkung bei Älteren

Nach dem US-Pharmakonzern Pfizer und seinem Mainzer Partner Biontech sowie dem US-Hersteller Moderna hat nun auch der britisch-schwedische Konzern AstraZeneca vielversprechende Ergebnisse für seinen Corona-Impfstoffkandidaten gemeldet. Laut einem am Donnerstag im Fachmagazin "The Lancet" veröffentlichten Abschlussbericht zur klinischen Phase 2 hat der gemeinsam mit der Universität von Oxford entwickelte Wirkstoff auch bei älteren Probanden eine starke Immunantwort hervorgerufen.

Die Impfung habe bei Probanden aller Altersklassen eine ähnlich starke Immunantwort hervorgerufen, auch bei der Gruppe der über 56-Jährigen, heißt es in dem Bericht. Laut "The Lancet" ist das Ergebnis wichtig, da insbesondere Menschen ab 56 Jahren zur Corona-Risikogruppe gehören. Hauptautor Andrew Pollard von der Oxford-Universität wies darauf hin, dass die Immunantwort nach Impfungen bei älteren Menschen oftmals schwächer ausfällt, da ihr Immunsystem über die Jahre insgesamt nachlässt. (AFP)

WHO Europa: Ein Corona-Toter in Europa alle 17 Sekunden

Die Weltgesundheitsorganisation WHO beklagt eine wachsende Zahl an Corona-Todesfällen in Europa. In den vergangenen beiden Wochen habe die Zahl der Sterbefälle in Verbindung mit Covid-19-Erkrankungen um 18 Prozent zugenommen, sagte der Direktor der WHO-Region Europa, Hans Kluge, am Donnerstag auf einer Online-Pressekonferenz in Kopenhagen. Vergangene Woche seien mehr als 29 000 Todesfälle registriert worden, was bedeute, dass alle 17 Sekunden eine Person in der europäischen Region mit Covid-19 stirbt.

Dass derzeit pro Tag 4500 Leben an Covid-19 verloren gingen, sei vermeidbar, sagte Kluge. Wer sich an Richtlinien halte und gegen Missinformationen vorgehe, liefere einen Beitrag, um Sterbefälle zu vermeiden. (dpa)

US-Arzneimittelbehörde erteilt Zulassung für Corona-Heimtest

Die US-Arzneimittelbehörde FDA hat erstmals einen Corona-Test für den Hausgebrauch zugelassen. Der Testkit des US-Herstellers Lucira Health habe eine Notfall-Zulassung bekommen, teilte die FDA mit. «Diese neue Test-Möglichkeit ist ein wichtiger Diagnose-Fortschritt, um die Pandemie zu bekämpfen und die öffentliche Last der Krankheitsübertragung zu reduzieren», sagte FDA-Chef Stephen Hahn. Der Test, der auf Erbgut des Erregers Sars-CoV-2 reagiert, sei im Hausgebrauch für Menschen ab 14 Jahren geeignet und zunächst nur auf Verschreibung eines Arztes erhältlich. Bei deutschen Experten stößt das Verfahren aus Skepsis - vor allem weil Laien die Proben entnehmen.

Wer den Test nutzt, muss mit einem Stäbchen eine Probe aus der Nase entnehmen, dieses dann in ein Röhrchen legen und das Röhrchen wiederum in einem Testmodul befestigen. In maximal 30 Minuten zeige das Display des Testmoduls dann ein positives oder negatives Ergebnis an, heißt es von der FDA. (dpa)

RKI: Fallzahlen-Stabilisierung deutet auf wirksame Maßnahmen hin 

Die Stabilisierung der Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland steht nach Einschätzung des Robert Koch-Instituts (RKI) in Zusammenhang mit den getroffenen Eindämmungsmaßnahmen. Die Stabilisierung der Zahlen auf hohem Niveau sei ein Hinweis, dass man langsam sehen könne, dass die strengen Regeln greifen, sagte die Leiterin des RKI-Lagezentrums, Ute Rexroth, am Donnerstag in Berlin. Die Bevölkerung halte sich daran und die Maßnahmen wirkten. Die Fallzahlen seien trotz der leichten Entspannung aber weiter zu hoch. RKI-Chef Lothar Wieler ergänzte, er sei optimistisch, dass sich der Trend fortsetze - aber man sei noch lange nicht über den Berg. (dpa)

Mehr als 22.600 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, 251 Todesfälle binnen 24 Stunden

In Deutschland sind mehr als 22.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Donnerstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 22.609 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Das waren rund 5000 Fälle mehr als am Vortag. Die Zahl der Todesfälle stieg den Angaben zufolge um 251 auf 13.370.

Fast 90 Corona-Infektionen im Bundestag 

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind im Bundestag bis Mitte November insgesamt 89 Ansteckungen mit dem Virus Sars-CoV-2 gezählt worden. Das geht aus einer Antwort der Bundestagsverwaltung auf eine Anfrage der Funke Mediengruppe hervor (Donnerstag). Darunter sind demnach 15 Abgeordnete, der Rest sind überwiegend Mitarbeiter und Verwaltungsangestellte. In lediglich neun Fällen handelt es sich laut dem Bericht um Mitarbeiter von Fremdfirmen, etwa für Reinigung, Fahrdienst, Handwerker oder andere Dienstleister. Insgesamt sind demnach rund 10 000 Personen im Bundestag tätig, Dienstleister eingerechnet. Im Vergleich zur Gesamtzahl falle die Infektionsrate damit relativ gering aus. Unklar ist zudem, wo sich die Betroffenen infiziert haben - innerhalb oder außerhalb des Parlaments.

Zweite Corona-Welle in Österreich besonders schlimm in Heimen

Die zweite Corona-Welle tritt in Österreich ganz besonders Bewohner von Alten- und Pflegeheimen. In mehreren Bundesländern kamen zwischen 1. Oktober und 12. November mehr als 80 Prozent der an Covid-19 Verstorbenen aus solchen Heimen, wie aus einer am Donnerstag veröffentlichten parlamentarischen Anfrage an das Gesundheitsministerium hervorgeht.

Insgesamt waren nach diesen Angaben seit Beginn der Pandemie bis zum 12. November 38 Prozent der Corona-Todesopfer Heimbewohner, insgesamt gut 600 Menschen. Die Hälfte von ihnen starb aber seit Anfang Oktober. Von den insgesamt etwa 1800 Toten waren 1150 über 75 Jahre alt. (dpa)

Wissenschaftler: Mehr als eine Viertelmillion Corona-Tote in den USA

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind in den USA mehr als eine Viertelmillion Menschen nach einer Infektion mit dem Virus gestorben. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervor. In keinem anderen Land der Welt ist eine so hohe Zahl an Todesfällen bekannt. Seit Ende September starben allein 50 000 Menschen. Seit Beginn der Pandemie gab es in den USA knapp 11,5 Millionen bestätigte Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2. (dpa)

+++ 18. November +++

7 Corona-Tote und knapp 1500 Neuinfektionen in Berlin binnen 24 Stunden

Keine durchgreifende Wende ist bei den Coronazahlen in Berlin in Sicht: Sieben neue Todesfälle binnen 24 Stunden im Zusammenhang mit Covid-19 meldet die Gesundheitsverwaltung des Senats in ihrem aktuellen Lagebericht. 1457 neue Coronafälle wurden am Mittwoch gemeldet. Besondere Sorge macht die Belegung der Intensivbetten: Mit 23,8 Prozent Covid-Patienten auf den Intensivstationen wird die rote Warnschwelle von 25 Prozent nur knapp verfehlt. Noch steht die entsprechende Warnampel auf Gelb. Weiterhin tiefrot leuchtet dagegen die 7-Tage-Inzidenz mit stadtweit 236 Fällen auf 100.000 Einwohner. Bereits ab 50 Fällen gilt Berlin als Risikogebiet. Die höchste Inzidenz wird in den Bezirken Mitte (390,9) und Neukölln (321) gemeldet. Die niedrigste Inzidenz weist Treptow-Köpenick auf. Die Warnampel zum 4-Tage-R-Wert steht zwar auf Grün - der Wert von 0,97 bedeutet, dass trotz aller Kontaktbeschränkungen weiterhin ein Corona-Kranker in etwa eine weitere Person ansteckt. (BK)

Bundestag beschließt Fortbestehen der epidemischen Notlage

Deutschland befindet sich wegen der anhaltend hohen Zahl an Corona-Infektionen weiterhin offiziell in einer epidemischen Notlage. Der Bundestag beschloss am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit, dass die seit März bestehende "epidemische Lage von nationaler Tragweite" weiterhin fortbesteht. In namentlicher Abstimmung votierten 423 von 648 Parlamentariern für einen entsprechenden Antrag der Koalitionsfraktionen, es gab 91 Nein-Stimmen und 134 Enthaltungen.

Notwendig geworden war der neuerliche Beschluss durch die Reform des Infektionsschutzgesetzes, die Bundestag und Bundesrat zuvor beschlossen hatten. Das neue Gesetz präzisiert auch die Regelung zur epidemischen Notlage, bei deren Vorliegen der Bund eine Reihe von Einschränkungen und Schutzmaßnahmen treffen kann, etwa im Reiseverkehr. Der Bundestag kann die Feststellung der Notlage auch jederzeit wieder aufheben, wenn er die Voraussetzungen nicht mehr für gegeben hält. Damit würde die Rechtsgrundlage für verhängte Einschränkungen entfallen. (AFP)

Corona-Impfstoff: Pfizer und Biontech melden 95 Prozent Wirksamkeit

Nach Abschluss der letzten Analysen bei der Erprobung ihres Corona-Impfstoffes haben der Mainzer Hersteller Biontech und der US-Konzern Pfizer erneut vielversprechende Daten vorgelegt. Demnach liegt die Wirksamkeit ihres Mittels zur Bekämpfung der Krankheit Covid-19 bei 95 Prozent. Der Impfstoff funktioniere über alle Altersgruppen hinweg ähnlich gut, schrieben die Unternehmen am Mittwoch. So betrage die Wirksamkeit in der Gruppe von Menschen über 65 Jahren 94 Prozent. Auch die für eine Notfallzulassung in den USA notwendige Sicherheit des Impfstoffes sei gewährleistet.

Vergangene Woche hatten Biontech und Pfizer bekanntgegeben, dass ihr Impfstoff nach Zwischenergebnissen klinischer Studien einen mehr als 90-prozentigen Schutz vor Covid-19 biete. Auch der US-Pharmakonzern Moderna hatte zuletzt für sein ähnliches Präparat eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent errechnet.

US-Senator hält Corona-Infektion für besser als Impfung - Lauterbach: "Unfassbar"

Der republikanische US-Senator Rand Paul ätzt in einem Tweet gegen Erfolgsmeldungen bei der Entwicklung von Impfstoffen gegen Corona. Am effektivsten sei es, Covid-19 "natürlich" zu erwerben, dies biete einen fast 100%igen Schutz gegen eine Neuansteckung. SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach reagiert entsetzt.

Krankenhausgesellschaft: mindestens jede dritte geplante OP wird wegen Corona ausfallen

Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) rechnet damit, dass die Regelversorgung in den Kliniken wegen der Coronakrise bis ins kommende Frühjahr massiv eingeschränkt sein könnte. "Bleibt die Zahl der Neuinfektionen auf dem aktuellen Niveau, werden wir bis zum nächsten Frühjahr massive Einschränkungen bei den planbaren Eingriffen haben", sagte DKG-Präsident Gerald Gaß den Zeitungen der Funke-Mediengruppe vom Mittwoch.

"Mindestens jeder dritte planbare Eingriff wird nicht stattfinden können", fügte Gaß hinzu. "Wenn es gut läuft, wird sich die Zahl der Neuinfektionen in den kommenden Wochen auf dem jetzigen Niveau mit täglich knapp unter 20.000 Fällen im Wochenschnitt stabilisieren." Dies bedeute, das Mitte Dezember bis zu 6000 Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen behandelt würden.

Die Zahl der Corona-Patienten auf den Normalstationen sei vierfach so hoch und dürfte dann bei mehr als 20.000 Patienten liegen. Eine solche Lage sei für die Krankenhäuser gerade noch verkraftbar - aber nur unter der Voraussetzung, dass planbare Eingriffe deutlich reduziert würden, mahnte Gaß. (AFP)

Sollten die Zahlen der Neuinfektionen hingegen wieder steigen, müssten die Kliniken dem DKG-Präsidenten zufolge die Regelversorgung in wenigen Wochen noch weiter einschränken. "Sollte auch das nicht reichen, müssen flächendeckend Normalstationen geschlossen werden und Patienten, dort wo es vertretbar ist, vorzeitig entlassen werden." Nur so stünde genug Personal zur Versorgung der Intensivpatienten zur Verfügung, sagte Gaß. "Das wäre der absolute Ausnahmezustand." (AFP)

1707 Corona-Todesfälle in USA: höchster Tageswert seit Mai

In den USA hat die Zahl der Toten mit nachgewiesener Corona-Infektion am Dienstag den höchsten Wert seit Mitte Mai erreicht. Die Behörden meldeten 1707 Tote binnen 24 Stunden, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Mittwochmorgen (MEZ) hervorging.

Die Zahl der Neuinfektionen binnen eines Tages belief sich auf 161 934 Fälle. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177 000 Neuinfektionen gemeldet wurden. Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,3 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Über 248 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Die meisten Todesfälle wurden in den Bundesstaaten New York, Texas und Kalifornien gemeldet. (dpa)

Coronavirus-Ausbrüche in zwei weiteren Pflegeheimen

Bei großen Coronavirus-Ausbrüchen in zwei weiteren Pflegeeinrichtungen sind insgesamt mehr als 110 Bewohner positiv getestet worden. Wie die jeweiligen Einrichtungen und Landkreise mitteilten, kam es im niedersächsischen Melle im Landkreis Osnabrück und im sächsischen Freital zu einer Reihe von Ansteckungen. In beiden Fällen seien die Betroffenen isoliert worden.

In Melle habe eine Reihentestung ergeben, dass 50 Bewohner und acht Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert seien, teilte die Einrichtung mit. Derzeit gebe es ein Besuchsverbot und es würden noch weitere Testergebnisse erwartet, sagte ein Landkreissprecher am Mittwoch. Insgesamt werden ihm zufolge 75 Menschen in der Einrichtung betreut. Nach Angaben des Pflegeheims befinden sich zurzeit drei Bewohner zur medizinischen Versorgung im Krankenhaus. (dpa)

Umfrage: Mehrheit für Reservierungspflicht im Bahn-Fernverkehr

Eine deutliche Mehrheit der Deutschen ist nach einer Umfrage in der Corona-Krise für eine Reservierungspflicht im Bahn-Fernverkehr. 63 Prozent sprachen sich in einer Yougov-Umfrage zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus dafür aus. 18 Prozent sind dagegen. Drei Viertel der Befragten befürworteten zudem, nur jeden zweiten Sitzplatz zu besetzen.

Die Deutsche Bahn lehnt eine Reservierungspflicht bislang ab. Von Januar bis Oktober fuhren nach Unternehmensangaben 53 Prozent weniger Menschen mit ICE und Intercity als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Derzeit liegt die durchschnittliche Auslastung der Züge demnach bei 20 bis 25 Prozent. Das ist weniger als halb so viel wie vor der Corona-Krise. (dpa)

Mehr als 17.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland, 305 Todesfälle binnen 24 Stunden 

In Deutschland sind mehr als 17.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet worden. Wie das Robert-Koch-Institut (RKI) am Mittwochmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 17.561 neue Ansteckungsfälle innerhalb eines Tages erfasst. Am Vortag waren es mehr als 14.000 Neuinfektionen gewesen. Im Vergleich zur Vorwoche verzeichnete das RKI jedoch einen leichten Rückgang der Ansteckungzahlen: Vergangenen Mittwoch wurden 18.487 Fälle gemeldet.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des Instituts 833.307 Infektionsfälle registriert. Die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle stieg demnach bundesweit auf 13.119 - dies waren 305 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei rund 546.500.

Neun von zehn Eilanträgen gegen Teil-Lockdown laut Richterbund gescheitert

Die seit Anfang des Monats geltenden Einschränkungen des Teil-Lockdowns haben nach Angaben des Deutschen Richterbunds in den meisten Fällen Bestand. In etwa neun von zehn Eilverfahren hätten Verwaltungsgerichte die staatlichen Maßnahmen bestätigt, teilte der Richterbund der "Neuen Osnabrücker Zeitung" vom Mittwoch mit.

Demnach gingen bis Montag insgesamt rund 600 Eilanträge gegen die Maßnahmen ein. "In etwa neun von zehn Eilverfahren haben die Gerichte die Einschränkungen bestätigt, weil die Gerichte den Gesundheitsschutz der Bevölkerung im einstweiligen Rechtsschutz höher gewichtet haben als die Einschränkungen für die Betroffenen", sagte der Bundesgeschäftsführer des Richterbundes, Sven Rebehn, der Zeitung. (AFP)

+++ 17. November +++

Berliner Schulen erhalten wegen Corona Millionen Schutzmasken

Um Schüler und Lehrer besser vor Ansteckung mit dem Corona-Virus zu schützen, erhalten Berlins Schulen über zehn Millionen Schutzmasken. Das beschloss der Senat am Dienstag. Allein 8,3 Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen stehen demnach für 250 000 Schüler an weiterführenden Schulen zur Verfügung, für die ab Mittwoch ab Klasse 7 Maskenpflicht auch im Unterricht gilt. Zudem erhält das gesamte Dienstpersonal an Schulen - etwa 50 000 Personen - ein Kontingent von 1,75 Millionen Mund-Nasen-Bedeckungen sowie von 100 000 FFP2-Filtermasken.

Die Auslieferung der Kontingente soll laut Bildungsverwaltung schrittweise bis in die nächste Woche hinein erfolgen. Zudem befinden sich in den Bezirksämtern noch Masken-Restbestände aus früheren Lieferungen der Senatsverwaltung für Gesundheit, die ebenfalls für die Schulen zur Verfügung stehen. Natürlich könnten Schülerinnen und Schüler sowie Lehrkräfte weiter auch auf ihre eigenen Masken zurückgreifen, hieß es. (dpa)

Dobrindt: 37.000 Spam-Mails wegen Infektionsschutzgesetz

Vor der Bundestagsabstimmung über das Infektionsschutzgesetz an diesem Mittwoch haben zahlreiche Abgeordnete eine Flut kritischer Spam-E-Mails erhalten. CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt sagte am Dienstag vor einer Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag, allein sein Büro habe bis zum Vormittag etwa 37 000 solcher Mails erhalten. Die überwiegende Mehrzahl sei gleichlautend mit identischen Textstellen. Wer dahinter stehe, könne man nicht klären.

Es gebe auch Anrufe in Abgeordnetenbüros etwa aus dem Wahlkreis, bei denen Menschen Falschinformationen aufgesessen seien, sagte Dobrindt. Man erlebe derzeit «einen brutalen Missbrauch von politischer Debatte in den Netzen mit der Nutzung von bewusster Falschinformation, um Polarisierung in der Gesellschaft zu erreichen». (dpa)

Woidke: Schulen in Brandenburg sind kein Corona-Hotspot

Schulen sind in Brandenburg aus Sicht von Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in der Corona-Pandemie nicht die Infektionstreiber. Nur ein Bruchteil von ihnen sei betroffen, sagte Woidke am Dienstag im RBB-Inforadio. Von mehr als 900 Schulen im Land seien fünf geschlossen worden, was einem Anteil von 0,5 Prozent entspreche. «Also insgesamt geben die Zahlen, die wir in Schulen haben, es nicht her, dass die Schulen nun ein besonderer Hotspot wären.»

Der Regierungschef befindet sich derzeit nach einer Corona-Infektion in häuslicher Quarantäne in Forst (Spree-Neiße). Die Diagnose sei ein Schock für ihn gewesen, mittlerweise sei er aber geheilt. Geblieben sei ein «Riesen-Respekt» vor der Krankheit. Natürlich sei das Virus auch an Schulen verbreitet, es werde aber auf unterschiedlichsten Wegen dort hineingetragen. Deshalb sei es richtig, sich auf andere Bereiche des öffentlichen Lebens, wie zum Beispiel Restaurants und die Hotellerie zu konzentrieren, um die Schulen offen zu halten. (dpa)

Mehr als 165.000 neue Corona-Fälle und 995 Tote binnen 24 Stunden in USA

Die USA haben mehr als 165 000 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages verzeichnet. Am Montag meldeten die Behörden 166 045 neue Fälle, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins (JHU) in Baltimore vom Dienstagmorgen (MEZ) hervorging. Der bislang höchste Wert war am Freitag registriert worden, als mehr als 177 000 Fälle gemeldet wurden. Die Zahl der Toten binnen 24 Stunden lag bei 995.

Insgesamt haben sich in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern mehr als 11,2 Millionen Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Rund 247 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. Umgerechnet auf die Bevölkerungszahl liegen die USA mit gut 75 Toten pro 100 000 Einwohner laut JHU weltweit auf dem 13. Platz. (dpa)

Strenger Corona-Lockdown in Österreich in Kraft getreten

Wegen einer massiven Ausbreitung des neuartigen Coronavirus ist in Österreich am Dienstag ein strikter Lockdown in Kraft getreten. Zur Eindämmung der Pandemie sind Schulen und nicht dringend notwendige Geschäfte geschlossen, außerdem gibt es eine ganztägige Ausgangssperre. Ausnahmen gibt es nur noch für den Weg zur Arbeit, zum Arzt oder zum Einkaufen sowie für Sport und Spaziergänge im Freien. Die Maßnahmen gelten vorerst bis einschließlich 6. Dezember.

Nur Lebensmittelgeschäfte, Apotheken, Drogerien, Banken und Postämter bleiben geöffnet. Grund für die neuen Maßnahmen sind die insgesamt steigenden Infektionszahlen in Österreich trotz eines vor zwei Wochen verhängten Teil-Lockdowns samt nächtlicher Ausgangssperre. In den vergangenen sieben Tagen wurden landesweit 527,4 Corona-Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner registriert. In Deutschland liegt diese sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz derzeit bei 141,4 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner.

Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz hatte am Wochenende zudem angekündigt, nach Ablauf der strengen Beschränkungen Corona-Massentests einzusetzen. Mit den Vorbereitungen dafür hat die Regierung bereits begonnen. (AFP)

14.419 Fälle: Corona-Neuinfektionen unter Vorwochenstand, 267 Covid-Tote

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 14 419 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 1000 Fälle weniger als vor einer Woche, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Dienstag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 15 332 gelegen – und damit erstmals seit September unter dem Wert vom Dienstag zuvor (15 352). Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23 542 gemeldeten Fällen erreicht worden. Die Zahl der Corona-Toten stieg demnach bundesweit auf 12.814 - dies waren 267 mehr als am Vortag.

US-Virologe Fauci nennt Moderna-Impfstofferfolg "erstaunlich beeindruckend"

Der führende US-Virologe Anthony Fauci hat die Zwischenergebnisse des Corona-Impfstoff-Kandidaten des Unternehmens Moderna als "erstaunlich beeindruckend" bezeichnet. In einem Interview mit der Nachrichtenagentur AFP sagte Fauci, er hätte sich mit Impfungen mit einer Wirksamkeit von 70 bis 75 Prozent zufrieden gegeben. Das US-Biotechnologieunternehmen Moderna hatte am Montag bekannt gegeben, dass sein entwickelter Impfstoff eine Wirksamkeit von 94,5 Prozent besitzt.

"Die Vorstellung, dass wir einen zu 94,5 Prozent wirksamen Impfstoff haben, ist erstaunlich beeindruckend. Es ist wirklich ein spektakuläres Ergebnis, von dem ich glaube, dass niemand erwartet hatte, dass es so gut sein würde", sagte Fauci weiter.

Der oberste Seuchenexperte der USA betonte außerdem, dass die Ergebnisse eine nachdrückliche Bestätigung der experimentellen mRNA-Technologie seien, an der einige gezweifelt hätten. "Es gab viele Leute, die Vorbehalte hatten, etwas zu verwenden, das über die Jahre nicht erprobt worden war; einige Leute haben uns sogar dafür kritisiert", sagte Fauci. (AFP)

+++ 16. November +++

22 378 Verstöße gegen Corona-Verbote von Berliner Polizei erfasst 

Die Berliner Polizei hat seit Beginn der Corona-Pandemie im Frühjahr 22 378 Verstöße gegen die Einschränkungen und Regeln offiziell registriert. Das seien vor allem Ordnungswidrigkeiten und auch Straftaten, die im Computersystem zusätzlich mit einer damals eingeführten Kennzeichnung zu dem Thema versehen worden seien, sagte Polizeipräsidentin Barbara Slowik am Montag im Innenausschuss des Abgeordnetenhauses. Auch Maßnahmen der Gefahrenabwehr gehörten dazu. «Das soll deutlich machen, dass wir da schon einen Blick drauf haben.» Vor acht Monaten wurde ein Großteil der Einschränkungen und Verbote erlassen.

Tschechien führt neuen Fünf-Stufen-Plan gegen Corona ein

Tschechien hat einen neuen Fünf-Stufen-Plan für mögliche Lockerungen und Verschärfungen bei den Corona-Maßnahmen eingeführt. Das Modell «Pes» (tschechisch für Hund) ersetzt die bisherige «Corona-Ampel». Derzeit gelte noch immer die höchste Alarmstufe 5, teilte das Gesundheitsministerium in Prag am Montag mit. Das bedeutet unter anderem, dass die meisten Geschäfte geschlossen sind und sich maximal zwei Personen versammeln dürfen.

Der Maßnahmen-Fahrplan sieht zum Beispiel vor, dass der gesamte Einzelhandel bei Stufe 3 mit Einschränkungen wieder öffnen dürfte. Bei Stufe 2 würden alle Schulen wieder normal besucht werden.

Tschechien hat inzwischen bei der Anzahl der Corona-Todesfälle mit Schweden gleichgezogen. Bis Montag verzeichnete das Gesundheitsministerium in Prag 6208 Tote seit Beginn der Pandemie in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Wesentlich besser stellte sich die Entwicklung bei den Neuansteckungen dar. Am Sonntag wurden 1887 neue Fälle registriert - die niedrigste Zahl innerhalb von 24 Stunden seit Anfang Oktober. Allerdings wird an Wochenenden stets weniger getestet. Der EU-Mitgliedstaat hat knapp 10,7 Millionen Einwohner.

3500 Covid-19-Fälle auf Intensivstationen - mehr als im Frühjahr

Auf den Intensivstationen in Deutschland werden derzeit nach Angaben der Deutschen Krankenhausgesellschaft 3500 Covid-19-Patienten behandelt. Dies seien 20 Prozent mehr als bei der ersten Welle im Frühjahr, sagte Gerald Gaß, Präsident der Deutschen Krankenhausgesellschaft, am Montag bei der Eröffnung des 43. Krankenhaustages in Düsseldorf. Auf den normalen Stationen der Kliniken befänden sich derzeit 15 000 Covid-19-Patienten.

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) dankte den Beschäftigten in den Krankenhäusern. Diese leisteten seit Monaten einen „enormen Einsatz“, sagte Spahn in einem aufgezeichneten Grußwort. Zudem appellierte er an die Geschlossenheit der Gesellschaft. Diese Geschlossenheit „haben wir im Frühjahr bewiesen und müssen wir im November noch einmal zeigen“. Es gebe die Chance, „die Kurve gemeinsam zu drücken.“ (dpa)

10 824 neue Corona-Infektionen in Deutschland gemeldet

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 10 824 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 6100 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 13 363 gelegen. Der Höchststand war am vergangenen Freitag mit 23 542 gemeldeten Fällen erreicht worden. (dpa)

+++ 15. November +++

16.947 Neuinfektionen am Sonntag in Deutschland

Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Sonntag in Deutschland 16.947 neue Corona-Infektionen gemeldet. Das sind 5 514 Fälle weniger als noch am Tag zuvor mit 22.461 neu gemeldeten Fällen innerhalb von 24 Stunden. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Sonntag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 16.017 gelegen. Seit Beginn der Pandemie hat das RKI insgesamt 790.503 Infektionen erfasst. (Stand: 15.11., 00.00 Uhr)

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 107 auf insgesamt 12.485. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,05 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch gut 100 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

Corona-Einschränkungen für Menschen mit Behinderung besonders hart

Die Corona-Einschränkungen treffen Menschen mit Behinderung oft besonders hat. „Ein Beispiel sind die Anwendungen für Video-Konferenzen, die für Menschen mit Seh- und Hörbehinderungen eine große Herausforderung sind“, sagte der Bundesbeauftragte für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, der Deutschen Presse-Agentur.

An diesem Dienstag findet eine von Dusel initiierte große EU-Veranstaltung zur Lage der Menschen mit Behinderung statt. Ein zentrales Thema: Gewalt gegen Frauen und Kinder.

+++ 14. November +++

22 461 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 22 461 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 1 081 Fälle weniger als am Freitag, wie aus den Angaben des RKI vom Samstagmorgen hervorgeht. Auch im Vergleich zum Samstag vergangener Woche ist der Wert etwas niedriger. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 23 399 gelegen.

Am Freitag war mit 23 542 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der neu gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1 700.

Das RKI zählt seit Beginn der Pandemie insgesamt 773 556 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2 in Deutschland (Stand: 14.11., 00.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus stieg bis Samstag um 178 auf insgesamt 12 378. Am Freitag betrug diese Steigerung 218 Fälle. Das RKI schätzt, dass rund 493 200 Menschen inzwischen genesen sind.

Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Freitagabend bei 0,99 (Vortag: 0,93). Das heißt, dass 100 Infizierte rechnerisch etwa 99 weitere Menschen anstecken. Der Wert bildet jeweils das Infektionsgeschehen vor 8 bis 16 Tagen ab. Liegt er für längere Zeit unter 1, flaut das Infektionsgeschehen ab.

+++ 13. November +++

Niederlande verbieten wegen Corona Silvesterfeuerwerk

In den Niederlanden wird diesmal alles Silvesterfeuerwerk verboten. Damit soll verhindert werden, dass die wegen der Corona-Krise stark beanspruchten medizinischen Notdienste sich nicht auch noch um Verletzungen durch Feuerwerkskörper kümmern müssen. Die Branche werde mit insgesamt rund 40 Millionen Euro entschädigt, teilte die zuständige Staatssekretärin Stientje van Veldhoven am Freitag mit. Die Mittel sollen Händlern zugute kommen, die sich schon mit Raketen und anderen Feuerwerkskörpern eingedeckt haben, berichtete die niederländische Nachrichtenagentur ANP.

Bestände müssten nicht vernichtet, sondern dürften im kommenden Jahr verkauft werden. Kleinere Knaller, Wunderkerzen oder Knallbonbons sind nicht von dem Verbot betroffen.

Die Begeisterung für Silvester-Raketen und -Feuerwerke ist in den Niederlanden groß. Allerdings gab es auch immer wieder viele Verletzte, im vergangenen Jahr wurden rund 1300 Menschen in Krankenhäusern oder Hausarztambulanzen behandelt. Zudem kam es zu Angriffen auf Rettungswagenbesatzungen und die Polizei.

Neuer Höchststand: 23 542 Corona-Fälle binnen 24 Stunden gemeldet 

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 23 542 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Damit ist am Freitag ein neuer Höchststand erreicht worden, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Am vergangenen Samstag war mit 23 399 verzeichneten Fällen der bisherige Spitzenwert erreicht worden. Im Vergleich zum Donnerstag stieg die Zahl der gemeldeten Fälle am Freitag um knapp 1700.

+++ 12. November +++

Bayern: Gericht kippt vollständige Schließung von Fitnessstudios 

Der bayerische Verwaltungsgerichtshof hat die vollständige Schließung von Fitnessstudios im Zuge des teilweisen Lockdowns gekippt. Die vollständige Schließung verstoße gegen den Gleichbehandlungsgrundsatz, entschied das Gericht in einem am Donnerstag veröffentlichten Urteil. Die entsprechende Regelung in der bayerischen Landesverordnung sei außer Vollzug gesetzt.

Zermatt am Matterhorn: Skipass-Sperre für Maskenverweigerer

Anders als Italien will das Schweizer Skigebiet Zermatt am Matterhorn alle Pisten und Bahnen für Skifahrer in der kommenden Saison öffnen. Erfahrungen im Sommerskigebiet hätten gezeigt, dass „die Sicherheit der Gäste gewährleistet“ werden könne, hieß es auf einer Pressekonferenz in Zürich Anfang Oktober. Gäste würden sich „sehr gut“ an die behördlichen Auflagen halten.

Wer das nicht tue, könne sanktioniert werden. Eine mögliche Maßnahme: Gästen, die sich wiederholt nicht an die verpflichtenden Maßnahmen des Skigebiets halten, könnte im Extremfall auch der Skipass gesperrt werden.

In Österreich und Italien ist Skifahren derzeit nicht möglich, der Start der Wintersaison ist noch offen. Wann an der Zugspitze skigefahren und geboardet werden darf, ist ebenfalls noch unklar. Der ursprünglich für den 13. November geplante Start wurde wegen des Lockdown light bereits verschoben.

Ein weiteres beliebtes Skigebiet in der Schweiz hat die kommende Saison bereits offiziell abgehakt. Cyprian Sutter, Geschäftsleiter von Prättigau-Tourismus in der Schweiz, bestätigte dem ADAC, dass das Skigebiet Fideriser Heuberge in diesem Jahr aufgrund der Covid-19-Situation gar nicht erst aufmachen werde. „Wir sind ein beliebtes Gebiet für Gruppenreisen und Skilager, da ist es zu unsicher, ob in dieser Saison ein wirtschaftlicher Betrieb möglich ist“, wird Sutter vom ADAC zitiert. Er hält es zudem für möglich, dass weitere kleinere Skigebiete in der Schweiz diesem Beispiel folgen müssen.

Brandenburg: 427 Neuinfektionen am Donnerstag

In Brandenburg ist die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus am Donnerstag laut Gesundheitsministerium um weitere 427 Fälle innerhalb von 24 Stunden gestiegen. Von Dienstag auf Mittwoch waren es 377 bestätigte neue Infektionen gewesen. Der bisherige Höchstwert in der Corona-Pandemie wurde nach den Angaben am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Land liegt bei 235.

Im gesamten Land liegt der Inzidenz-Wert der neuen Infektionen je 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen bei 102,1. Den höchsten Wert hat der Landkreis Spree-Neiße mit 258,5, gefolgt von Oberspreewald-Lausitz (169,1) und der Stadt Cottbus (166,5).

7686 Menschen im Land gelten unterdessen als genesen, 418 mehr als noch am Vortag. Aktuell sind nach den Angaben 4561 Personen (+9) aktuell erkrankt.

RKI: Mehr Kliniken melden Engpässe - Ausfälle beim Personal

Immer mehr Kliniken in Deutschland melden laut Robert Koch-Institut (RKI) Engpässe. Häufigster Grund sei das Personal, sagte RKI-Chef Lothar Wieler am Donnerstag in Berlin und bezog sich auf Daten der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

Es komme zunehmend zu akuten Einschränkungen des Betriebs aufgrund von Personalmangel. Die Zahl der Covid-19-Intensivpatienten in den Krankenhäusern war zuletzt deutlich gestiegen. Wieler führte aus, durch die hohen Corona-Fallzahlen im Land gebe es auch mehr Ansteckungen und Fälle von Quarantäne bei Klinikbeschäftigten.

Es gelte zu verhindern, dass sich die Situation weiter zuspitze. Ziel sei nach wie vor, die Zahl der Neuinfektionen wieder auf ein Level zu bringen, mit dem auch die Krankenhäuser umgehen können. Es gelte, so wenige Infektionen wie möglich zulassen.

„Wir sehen eine Zunahme bei den über 60-Jährigen, die intensivmedizinisch behandelt werden müssen“, so Wieler.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Mittwoch wurden innerhalb von 24 Stunden in Deutschland 18.487 neue Corona-Fälle gemeldet. Das waren 3155 mehr als am Vortag. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist es ein Plus von 1273.

21 866 neue Corona-Infektionen in Deutschland 

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 866 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 3400 Fälle mehr als am Mittwoch, wie aus den Angaben des RKI vom Donnerstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Donnerstag vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 19 990 gelegen. Ein Höchststand war am Samstag mit 23 399 verzeichneten Fällen erreicht worden.

+++ 11. November +++

Kinder in Straßenbahn mit Messer gezwungen, Masken abzusetzen

Zwei Kinder sind in einer Straßenbahn in Rostock von einem unbekannten Täter bedroht und aufgefordert worden, ihren Mund-Nasen-Schutz abzusetzen. Der mutmaßlich jugendliche Täter holte am Montagnachmittag ein Taschenmesser aus seiner Jacke und hielt es vor das Gesicht des 13 Jahre alten Mädchens, wie die Polizei am Mittwoch mitteilte. Zudem unterstrich er seine drohenden Worte mit einer Geste, indem er einen Finger vor seinem Hals lang zog.

Die beiden Kinder nahmen daraufhin die Masken ab. Als sie diese wieder aufsetzen wollten, wiederholte der mutmaßliche Täter seine Forderung. Das Mädchen und ein elf Jahre alter Junge stiegen daraufhin aus der Straßenbahn aus. Die Kriminalpolizei hat die Ermittlungen übernommen. (dpa)

Sonnen- und Fitnessstudios scheitern mit Eilanträgen gegen Coronaverordnung

Mehrere Sonnen- und Fitnessstudios sind mit Eilanträgen gegen die Corona-Eindämmungsverordnung vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg gescheitert. Die Antragsteller wollten erreichen, dass die angeordnete Schließung der Studios vorläufig ausgesetzt werde, teilte das Gericht am Mittwoch mit. Unter ihnen waren demnach auch Yoga- und Pilatesstudios. Schließungen würden zu erheblichen Einnahmeverlusten führen, hatten sie argumentiert.

Der 11. Senat sei dem im Wesentlichen nicht gefolgt, hieß es. Zuvor waren bereits Eilanträge von Tattoo-Studios sowie Nagel-, Kosmetik- und Massagestudios abgelehnt worden ist. Die Beschlüsse sind den Angaben nach unanfechtbar. (dpa)

Corona-Testzentrum mit Impfstellen in Potsdam geplant

In Brandenburgs Landeshauptstadt Potsdam soll nach Angaben des Hausärzteverbandes ein erstes Corona-Testzentrum mit integrierten Impfstellen entstehen. Das Testzentrum soll die Gesundheitsämter entlasten und Patienten mit Symptomen testen. Die Testungen sollen überwiegend vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betreut werden, das dabei schon Routine habe, sagte Astrid Tributh, Vize-Vorsitzende des Hausärzteverbands Brandenburg, der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch.

Die Impfstellen im Testzentrum sollen den Angaben zufolge mit Ärzten besetzt werden und große Teile Potsdams und Umgebung abdecken. Dazu werde mit der Kassenärztlichen Vereinigung derzeit ein Konzept erarbeitet. Wie viele Mediziner dort impfen werden, solle in den nächsten Wochen besprochen werden. «Wir freuen uns ja, wenn der Impfstoff kommt und wären sehr daran interessiert, dass da ein wenig Ruhe in die ganze Aufregung kommt.» Die Impfungen sollen Tributh zufolge aller Voraussicht nach im Februar beginnen. (dpa)

Griechenland verlangt von Reisenden negativen Corona-Test

Für Reisen nach Griechenland brauchen Touristen nun einen negativen Corona-Test. Seit dem 11. November 2020 sei die Einreise nach Griechenland nur noch mit einer Bescheinigung über einen negativen PCR-Test möglich, erläutert das Auswärtige Amt (AA) in seinen Reise- und Sicherheitshinweisen für Griechenland

Der Test muss nach AA-Angaben aus einem anerkannten Labor aus dem Abreiseland kommen und die Diagnose in englischer Sprache unter Nennung von Name, Adresse und Pass- oder Personalausweisnummer enthalten. Auch darf der Test nicht älter als 72 Stunden sein. Ähnliche Bestimmungen haben bereits viele andere Länder beschlossen. Wer nach Griechenland reisen möchte, muss darüber hinaus spätestens 24 Stunden vor seiner Abreise ein Online-Formular ausfüllen, so das AA. Reisende erhalten daraufhin eine Bestätigung. Auf Grundlage der Anmeldedaten wird ein QR-Code generiert, der in der Regel am Tag der Einreise per E-Mail zugesandt wird. Dieser muss vorgezeigt werden. (dpa)

Russischer Corona-Impfstoff "Sputnik V" angeblich mit 92 Prozent Wirksamkeit

Der von Russland entwickelte Corona-Impfstoff "Sputnik V" ist nach vorläufigen Ergebnissen aus Moskau zu 92 Prozent wirksam. Das teilte der staatliche Direktinvestmentfonds am Mittwoch mit, der das Vakzin mitfinanziert und im Ausland vermarktet. Die Berechnung basiere auf 20 bestätigten Coronafällen unter 16 000 Menschen, die entweder mit dem Serum geimpft worden seien oder ein Placebo erhalten hätten. Das sind vergleichsweise wenig Fälle, um eine Wirksamkeit zu bestimmen.

Die Testpersonen haben bislang in der wichtigen Test-Phase III die erste und zweite Dosis der Impfung erhalten. Sie besteht aus zwei Teilen: Nach der ersten Spritze bekommen die Freiwilligen nach 21 Tagen eine zweite. "Sputnik V" war Mitte August bereits nach Abschluss der Testphase II freigegeben worden. Das war ein unübliches Vorgehen, internationale Wissenschaftler hatten Bedenken.

Daten zur Phase III-Studie sollen nach dem Abschluss der klinischen Tests publiziert werden. Eine Veröffentlichung zu einer früheren Studienphase zu dem Impfstoff wurde von internationalen Experten angezweifelt, russische Forscher wiesen die Vorwürfe zurück. (dpa)

Bildungsministerin hält Corona-Risiko in Schulen für kontrollierbar

Die Gefahr einer Corona-Ausbreitung in den über 900 Schulen in Brandenburg ist nach Ansicht der Landesregierung bisher beherrschbar. «Wir haben zurzeit vier geschlossene Schulen - bei 915 Schulen in Brandenburg ist das überschaubar», sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD) am Mittwoch im Landtag in Potsdam. «Wir haben aber sehr viele Lerngruppen in Quarantäne. Das ist eine gezielte Reaktion auf Infektionsgeschehen und wir haben auch einen Schwerpunkt in Cottbus.»

Die Ministerin zeigte sich offen, die Anschaffung von Luftfiltern für Klassenräume zu untersuchen. «Ich finde berechtigt, dass wir es nochmal prüfen.» Sie verwies aber darauf, dass das Umweltbundesamt zu klassischem Lüften rät: Mobile Luftreiniger in Klassenräumen oder zu Hause könnten das aktive Lüften nicht ersetzen. Ernst sagte über die Forderung nach CO2-Ampeln zur Messung der Belastung mit Kohlendioxid, es sei «völlig sinnlos», in jedem Klassenraum in Deutschland eine solche CO2-Ampel aufzustellen. (dpa)

Schulleitung gibt internen Mailverteiler an Corona-Leugner weiter

Die Leitung mindestens einer Hamburger Schule hat Mails der Schulbehörde sowie den zugehörigen internen Mailverteiler an Corona-Leugner weitergeleitet. Behördensprecher Peter Albrecht sagte am Mittwoch der Deutschen Presse-Agentur, er habe am vergangenen Freitag eine Hinweismail zu eventuell für Montag geplanten Aktionen aus dem Querdenker-Umfeld über einen internen Verteiler an alle Leiter und Leiterinnen der 412 staatlichen Hamburger Schulen geschickt. "Bereits am Samstag bekam ich via Mail eine Reaktion auf genau diese Mail, und zwar von Hamburger Aktivisten namens "Eltern stehen auf" mit eindeutigem Bezug auf meine Mail an die Schulleiter", erklärte Albrecht.

Am Montagmorgen dann habe er von etlichen Schulleitungen eine weitere Mail von "Eltern stehen auf" weitergeleitet bekommen, "in der die Gruppierung exakt die von mir genutzten Mailverteiler missbraucht und alle Schulleiter über vermeintlich "wissenschaftliche Fakten zur bestehenden Gefährdung durch die Verwendung einer Mund-Nasen-Bedeckung bei Kindern und Jugendlichen" informieren will". Um einen weiteren Missbrauch zu verhindern, werde der Verteiler nun gesperrt, sagte Albrecht. Dem "Hamburger Abendblatt", das zuerst über das Thema berichtet hat, sagte er: "Das ist ein massiver Verstoß gegen die Dienstvorschriften, wir werden jetzt rechtliche Schritte prüfen." (dpa)

Zahl der Corona-Fälle in Brandenburg steigt weiter - 377 Neuinfektionen

Die Zahl der Menschen in Brandenburg, die sich mit dem Corona-Virus angesteckt haben, steigt weiter. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 377 bestätigten neuen Infektionen innerhalb eines Tages. Am Dienstag waren es 243 Fälle, von Sonntag zu Montag 218. Der bisherige Höchstwert wurde am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Die Zahl der Todesfälle im Land stieg um zwei auf 235.

Mit Spree-Neiße liegt erstmals ein Landkreis über der Marke von 200 Ansteckungen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche. Das Gesundheitsministerium meldete am Mittwoch den Wert 218. Im gesamten Land liegt dieser Inzidenz-Wert bei 102,1. (dpa)

Merkel: Spielräume für Besuche von Pflegebedürftigen ausschöpfen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, pflegebedürftige Menschen auch in der Corona-Pandemie nicht allein zu lassen. Wichtig sei es, «Spielräume für soziale Kontakte und Besuche auszuschöpfen», sagte sie in einer am Mittwoch ausgestrahlten Videobotschaft an den Deutschen Pflegetag in Berlin. «Der Schutz der Gesundheit von Pflegebedürftigen hat höchste Priorität, aber Schutz allein kann nicht die einzige Antwort sein, denn gerade ältere Menschen leiden unter Einsamkeit, pflegebedürftige Menschen brauchen neben Schutz vor allem auch Zuwendung.»

Zum Schutz vor Infektionen in Pflegeheimen und Kliniken war in den vergangenen Tagen der Einsatz neuer Corona-Schnelltests angelaufen. Für November hatte der Bund zunächst neun Millionen Tests über Abnahmegarantien bei Herstellern gesichert, damit die Länder oder Einrichtungen sie kaufen können. (dpa)

Laschet warnt vor "Denunziantentum" bei Verstößen gegen Corona-Auflagen

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat vor einem "Denunziantentum" bei Verstößen gegen Corona-Auflagen gewarnt. "Das macht mehr kaputt, als das es rettet", sagte Laschet dem Kölner Stadt-Anzeiger vom Mittwoch. Er halte nichts davon, wenn Bürger ihre Nachbarn ausspähen und "zählen, ob da jetzt zwei oder fünf Leute zum Kaffee kommen".

Er kritisierte ebenfalls, dass manche Menschen im Frühjahr wegen Kindern auf dem Spielplatz die Polizei gerufen hätten. Wenn 200 Menschen in einer Kellerkneipe eine ausufernde Party feiern, sei das etwas anderes: "Dagegen muss man vorgehen und den Ordnungsbehörden einen Hinweis geben", sagte Laschet. (AFP)

Spahn sieht Anzeichen für positive Veränderungen der Corona-Infektionslage

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) sieht Anzeichen für positive Veränderungen der Corona-Infektionslage in Deutschland. "Was wir sehen, ist, dass sich die Dynamik deutlich reduziert hat in den letzten Tagen", sagte Spahn am Mittwoch in der Sendung "Frühstart" der Sender RTL und ntv. "Es steigt noch, aber es steigt weniger stark. Das ist erstmal ermutigend, aber es reicht noch nicht."

Spahn sagte außerdem, nach zwei oder drei Tagen positiver Entwicklung könne noch nicht von einem Trend gesprochen werden. "Es sind definitiv Anzeichen für eine Veränderung, aber noch keine Trendwende." Der Bundesgesundheitsminister verwies zudem auf die steigende Zahl der Corona-Patienten auf den Intensivstationen und die steigende Zahl der Todesfälle. Um das in den Griff zu bekommen, müssten die Infektionszahlen sinken: "Wir müssen runter mit den Zahlen und zwar deutlich runter." Erst, wenn sie für eine längere Zeit niedrig blieben, sei das Ziel erreicht. (AFP)

Lehrerverband: Mehr als 300.000 Schüler in Deutschland in Quarantäne

Mehr als 300 000 Schüler und bis zu 30 000 Lehrer befinden sich derzeit nach Angaben des Deutschen Lehrerverbandes in Quarantäne. Das berichtet die "Bild"-Zeitung (Mittwoch). Die Folge seien immer mehr Schulschließungen, sagte der Präsident des Verbandes, Heinz-Peter Meidinger, der Zeitung. "Wir erleben an den Schulen jetzt einen Salami-Lockdown." Die Politik habe sich zurückgezogen, jetzt entschieden die Gesundheitsämter. In Deutschland gibt es rund 40.000 Schulen mit insgesamt 11 Millionen Schülern und rund 800 000 Lehrern.

Die Corona-Maßnahmen in den Schulen gehen Meidinger nicht weit genug. Der "Passauer Neuen Presse" (Mittwoch) sagte er: "In fast allen Bundesländern wurden die Hygienestufenpläne, die in den Corona-Hotspots wieder auf halbierte Klassen setzten, außer Kraft gesetzt. Schulen sollen auf Biegen und Brechen offen bleiben." (dpa)

RKI: 18 487 neue Corona-Infektionen in Deutschland

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 18 487 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind 3155 Fälle mehr als am Dienstag, wie aus den Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Mittwoch vergangener Woche ist der Wert etwas höher. Zu dem Zeitpunkt hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 17 214 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23 399 verzeichneten Fällen erreicht worden. (dpa)

Fast 62.000 Covid-19-Patienten in US-Kliniken, 12.000 auf Intensivstationen - Rekord 

(dpa) In den USA hat die Zahl der Covid-19-Patienten in Krankenhäusern nach Medienberichten mit mehr als 60 000 einen Höchststand erreicht. Insgesamt wurden am Dienstag (Ortszeit) landesweit 61 964 Menschen mit dem Virus in Kliniken behandelt, meldeten mehrere US-Medien unter Berufung auf Daten des Covid Tracking Project. Damit habe sich dieser Wert seit September etwa verdoppelt und übertreffe nun auch den zu Beginn der Pandemie erreichten Höchststand von Mitte April (59 940). Ein zweiter Höhepunkt im Sommer hatte diesen Rekord demnach nur knapp verfehlt.

Während die Zahl der Patienten weiter steige, fehle es an medizinischem Personal, um mehr Krankenhausbetten bereitstellen zu können, schrieb die «New York Times». Auf Intensivstationen werden dem Covid Tracking Project zufolge derzeit knapp 12 000 Menschen behandelt. Diese Wert war im April mit rund 15 000 höher. (dpa)

+++ 10. November +++

Neue Corona-Notdienstpraxis in Mitte testet nur Erkrankte mit schweren Symptomen

Für Patienten mit schweren Erkältungssymptomen und dem Verdacht auf eine Corona-Infektion steht seit Dienstag eine Notdienstpraxis am Charité am Campus Mitte bereit. Die Kassenärztliche Vereinigung (KV) Berlin und die Charité wollten mit der Anlaufstelle die dortige Zentrale Notaufnahme und die Praxen im Einzugsbereich entlasten, hieß es in einer Mitteilung der KV.

„Wir möchten damit auch die niedergelassenen Kolleginnen und Kollegen unterstützen, die zurzeit neben dem normalen Praxisalltag durch die Themen Corona und Impfungen einen enormen Zulauf von Patienten auffangen müssen“, sagte Burkhard Ruppert, stellvertretender Vorstandsvorsitzender der KV Berlin. Es sei wichtig, Patienten mit infektiösen Krankheitssymptomen eine niedrigschwellige Anlaufstelle zum Ausschluss von COVID-19 anzubieten, ergänzte Ulrich Frei, Vorstand Krankenversorgung der Charité.

Die neue Praxis befindet sich in der Philippstraße 10 in Mitte und ist täglich von 11 bis 21 Uhr geöffnet. Sie besteht aus einem Behandlungsraum und einem gesonderten Anmeldezelt gegenüber der Notaufnahme sowie einem eigenen Wartebereich in einem beheizbaren Zelt. Im Anmeldebereich nehmen Medizinische Fachangestellte der Charité die Patienten auf und entscheiden gemäß den aktuellen Kriterien des RKI, ob ein Abstrich vorgenommen wird. Die KV betont, dass Patienten ohne Symptome sowie Ein- und Rückreisende aus Risikogebieten, die einen Test wünschen oder benötigen, nicht in die Notdienstpraxis gehören. Sie erhalten dort keinen Abstrich. (dpa/kmi)

Studie zu Corona-Antikörpern in Berlin-Mitte vor dem Start

2000 Menschen aus dem Berliner Bezirk Mitte sollen für eine Studie auf Coronavirus-Antikörper untersucht werden. Das Robert Koch-Institut (RKI) wolle damit ab 17. November etwa herausfinden, wie viele Menschen ohne Symptome infiziert waren, kündigte der Bezirk am Dienstag an. Bei den Studienteilnehmern handle es sich um vorab zufällig ausgewählte Menschen. Über Details wollen Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) und RKI-Experten am kommenden Montag informieren. Mitte ist seit Beginn der Pandemie der Bezirk mit den zweitmeisten erfassten Fällen (5861) in Berlin. Nur Neukölln kommt auf einen höheren Wert in Relation zur Einwohnerzahl.

In der RKI-Studie «Corona-Monitoring lokal» werden vier besonders betroffene Regionen betrachtet und dort je 2000 Menschen untersucht. Neben Mitte sind dies Kupferzell (Baden-Württemberg), Bad Feilnbach und Straubing (beide Bayern). Aus zwei Orten sind nach Datenerhebung im Sommer bereits Ergebnisse auf der RKI-Webseite veröffentlicht: In Bad Feilnbach wurden demnach 2,6-mal mehr Infektionen nachgewiesen als zuvor dort bekannt, in Kupferzell 3,9 mal mehr. Weil bei nachweislich mit Corona infizierten Menschen allerdings häufig keine Antikörper nachweisbar sind, liegt der tatsächliche Anteil der Menschen, die bereits mit Sars-CoV-2 infiziert waren, allerdings merklich höher. (dpa)

Corona-Notkrankenhaus auf dem Messegelände soll bis Frühjahr bleiben

Das Corona-Notkrankenhaus auf dem Berliner Messegelände soll noch bis Mai 2021 offen gehalten werden. Darauf hat sich der Senat am Dienstag verständigt. Einen entsprechenden Vorschlag hatte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) unterbreitet.

Es sei angesichts des Infektionsgeschehens nicht die Zeit, darüber nachzudenken, das Corona-Behandlungszentrum abzubauen, sagte Gesundheitsstaatssekretär Martin Matz (SPD) am Dienstag im Anschluss an die Senatssitzung. Ursprünglich sei die Rückgabe an die Messe Berlin bis zum 31. Dezember geplant gewesen, mit Blick auf die steigenden Infektionszahlen solle der Vertrag nun aber verlängert werden.

Das Nutzungsende ist bis zum 31. Mai vorgesehen; bis zum 30. Juni müssten die für das Behandlungszentrum genutzten Messehallen 24, 25 und 26 dann zurückgegeben werden. Im Februar oder März will sich der Senat noch einmal mit dem Thema befassen. Dabei solle geklärt werden, ob es möglich sei, die Messehallen früher zu räumen, sagte Matz. (dpa)

AfD-Fraktion kündigt Verfassungsklage gegen Corona-Verordnung an

Die AfD im Brandenburger Landtag will die Corona-Beschränkungen aus der jüngsten Verordnung vor dem Landesverfassungsgericht mit einer Klage kippen. «Wir sind nach wie vor der Meinung, dass die Corona-Politik der Landesregierung und der Bundesregierung Schaden anrichtet, dass sie unverantwortlich ist, weil sie nicht angemessen ist», sagte Fraktionschef Christoph Berndt am Dienstag in Potsdam.

Die 23 Abgeordneten reichten nach Angaben der AfD-Politikerin Lena Duggen Verfassungsklage ein, weil sie die Verordnung für rechtswidrig hielten. «Es ist unbegreiflich, dass die einen ihr Handwerk oder ihr Unternehmen weiter ausführen dürfen, andere nicht.» (dpa)

Eilanträge abgeschmettert: Berliner Verwaltungsgericht bestätigt Schließung von Gaststätten

Mehrere Berliner Gastronomen sind mit Eilanträgen gegen die Schließung ihrer Lokale im November vorerst gescheitert. Das Verwaltungsgericht wies die Anträge nach Angaben der Senatsverwaltung sowie der Beschwerdeführer am Dienstag ab. «Wir werden uns das in Ruhe ansehen und überlegen, ob wir Rechtsmittel zum Oberverwaltungsgericht einlegen», teilte Anwalt Niko Härting am Dienstag mit. Er hatte 22 Gastronomen vertreten. Mit der entsprechenden Verordnung will der Senat die Ausbreitung des Coronavirus bremsen.

Insgesamt waren dagegen rund 100 Eilanträge eingegangen, knapp 80 davon von Gastronomen. Beschwerden kamen auch von einem Fitnessstudio und vom Schlosspark-Theater des Kabarettisten Dieter Hallervorden. Das Gericht kündigte eine eigene Mitteilung zu dem Beschluss an. (dpa)

Libanon beschließt im Kampf gegen Corona «vollständigen Lockdown»

(dpa) Mit erneuten strikten Ausgangsbeschränkungen will der Libanon die Ausbreitung des Coronavirus stoppen. Die Regierung in Beirut beschloss am Dienstag einen «vollständigen Lockdown», wie der geschäftsführende Ministerpräsident Hassan Diab erklärte. Von Samstag an müssen bis Ende des Monats die meisten Geschäfte, Restaurants und öffentlichen Einrichtungen schließen. Medien zufolge soll täglich von 1700 Uhr an (1600 MEZ) eine zwölfstündige Ausgangssperre gelten.

Das Land habe bei der Zahl der neuen Fälle eine «rote Linie» und damit eine «sehr gefährliche Phase» erreicht, sagte Diab. Die Kliniken seien nicht mehr fähig, alle schweren Fälle aufzunehmen. Die Zahl der täglichen Neuansteckungen hatte in der vergangenen Woche erstmals bei mehr als 2000 gelegen. Mit rund sechs Millionen Einwohnern im Libanon entspräche das mehr als 25 000 Fällen in Deutschland. Die Zahl der Toten kletterte nach Angaben des libanesischen Gesundheitsministeriums auf mehr als 730. (dpa)

Leichter Anstieg: 243 neue Corona-Fälle in Brandenburg

In Brandenburg ist die Zahl gemeldeter neuer Corona-Infektionen wieder leicht gestiegen. Das Gesundheitsministerium meldete am Dienstag 243 neue Ansteckungen innerhalb eines Tages. Von Sonntag auf Montag waren es 218 neue Fälle. Am Sonntag wurden 356 neue Ansteckungen gezählt, am Samstag 409. Der bisherige Höchstwert wurde am vergangenen Freitag mit 525 neuen Fällen erreicht. Sonntags und montags sind die gemeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger. Die Gesundheitsämter melden die Zahlen am Wochenende zeitverzögert.

Auch die Zahl der Corona-Patienten in Krankenhäusern hat im Vergleich zum Vortag leicht zugenommen. Derzeit werden dort 327 Menschen behandelt, nach 324 am Montag. 73 Covid-19-Patienten liegen auf Intensivstation, 52 von ihnen werden beatmet. Die Zahl der aktuell Erkrankten liegt bei 4483. (dpa)

Schülerin scheitert mit Eilantrag gegen Maskenpflicht an Schulen

Eine Brandenburger Schülerin ist vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg mit dem Versuch gescheitert, gegen die Maskenpflicht an Schulen vorzugehen. Die Richter wiesen einen Eilantrag ab, die nach der Corona-Eindämmungsverordnung für Schüler der gymnasialen Oberstufe geltende Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung innerhalb der Schulgebäude vorläufig außer Vollzug zu setzen (OVG 11 S 114/20).

Der 11. Senat argumentierte am Montagabend, dass bei ungehindertem Fortgang des Infektionsgeschehens das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit einer Vielzahl von Menschen in massiver Weise gefährdet sei. Die angegriffene Vorschrift sei voraussichtlich rechtmäßig, insbesondere verhältnismäßig. (dpa)

Krankenhäuser schlagen Corona-Alarm: Viel zu wenig Personal

Die Brandenburger Kliniken leiden nach Angaben der Landeskrankenhausgesellschaft in der Corona-Krise unter Personalausfällen. «Anders als bei der ersten Welle haben wir eine ganze Menge Kontaktpersonen, die in Quarantäne geschickt werden müssen», sagte der Vorsitzende Detlef Troppens der Deutschen Presse-Agentur. Die im November üblichen grippalen Infekte kämen obendrauf. Der Geschäftsführer der Oberhavel Kliniken in Oranienburg betonte: «Ich kenne kein Brandenburger Haus, was im Moment in einer Notsituation ist, aber es deutet sich an durch die Personalknappheit, dass wir Ressourcen nicht nutzen können.» Die Krankenhäuser würden möglicherweise auch ab 1. Januar noch mit Covid-19 zu tun haben. Troppens forderte vom Bund mehr Unterstützung.

Zuletzt wurden laut Gesundheitsministerium mehr als 320 Covid-19-Patienten in Brandenburger Krankenhäusern behandelt, ein Viertel davon auf Intensivstationen. «Wir haben über 1000 Intensivbetten inklusive Notfallreserven in Brandenburg. 600 bis 700 Intensivbetten sind mit Fachpersonal gut ausgerüstet», sagte der Chef der Landeskrankenhausgesellschaft. «Darunter sind aber auch etwa 400 Betten, die vom Bund mitfinanziert wurden. Aber mit den Betten allein hat man das Personal nicht.» Viele Krankenhäuser hätten Personal, das üblicherweise nicht dort arbeite, für den Notfall auf Intensivstationen vertraut gemacht. Aber: «Im Moment ist der Notstand noch nicht so weit, dass wir dieses Fachpersonal mit hineinbringen müssen.» (dpa)

Ministerin Nonnemacher: Zunächst ein zentraler Impfstoff-Lagerort

Brandenburg will mögliche Impfstoffe gegen das Coronavirus zunächst beim Zentraldienst der Polizei lagern und von dort weiter verteilen. Man habe sich vorerst für eine Anlaufstelle entschieden, sagte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Bündnis 90/Die Grünen) am Dienstag im RBB-Inforadio. «Die Zahl der Impfzentren ist noch unklar», ergänzte sie. Näheres werde bis Ende der Woche entschieden. «Der Anspruch ist schon, das in allen Landesteilen anzubieten.» Partner dabei sei die Kassenärztliche Vereinigung. Die Logistik sei sehr anspruchsvoll, Kühlketten von bis zu minus 80 Grad seien einzuhalten. (dpa)

"Ernsthafter negativer" Vorfall: Brasilien stoppt Studien mit chinesischem Corona-Impfstoff

Die brasilianischen Behörden haben die klinischen Studien mit einem zunächst vielversprechenden Corona-Impfstoffkandidaten aus China gestoppt. Nach einem "ernsthaften negativen Vorfall" habe sie die Aussetzung der Tests mit dem Impfstoff CoronaVac angeordnet, teilte die Behörde Anvisa am Montag mit. Demnach finden bereits seit dem 29. Oktober keine klinischen Studien mehr mit dem vom Pharmaunternehmen Sinovac Biothech entwickelten Impfstoff mehr statt.

Gemeint seien mit negativen Vorfällen jedoch Todesfälle nach der Verabreichung des Mittels, potenziell lebensgefährliche Nebenwirkungen, schwerwiegende Behinderungen, Krankenhaus-Aufenthalte, Geburtendefizite und weitere "klinisch signifikante Vorkommnisse", erklärte Anvisa weiter. Den Angaben zufolge war von dem genannten negativen Vorfall eine freiwillige Testperson betroffen. (AFP)

15.332 Fälle: Corona-Neuinfektionen in Deutschland auf Vorwochenstand

In Deutschland haben die Gesundheitsämter dem Robert Koch-Institut (RKI) 15 332 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind knapp 2 000 Fälle mehr als am Montag, wie aus Angaben des RKI vom Dienstagmorgen hervorgeht. Im Vergleich zum Dienstag vergangener Woche ist der Wert nahezu identisch. Damals wurden 15 352 Neuinfektionen gemeldet. Der Höchststand war am Samstag mit 23.399 verzeichneten Fällen erreicht worden. Sonntags und montags sind die täglich vermeldeten Fallzahlen in der Regel niedriger als an anderen Wochentagen.

Übernachtungen bereits im September massiv eingebrochen

Die Corona-Krise hat auch im Reisemonat September tiefe Spuren beim Tourismus hinterlassen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts vom Dienstag wurden 41,2 Millionen Übernachtungen von Gästen aus dem In- und Ausland gezählt. Das waren 13,7 Prozent weniger als im September 2019. Vor allem Reisende aus dem Ausland fehlten. Die Zahl der Übernachtungen brach hier um 57,7 Prozent auf 3,4 Millionen ein. Auch wenn viele Menschen wegen der Pandemie in diesem Jahr Urlaub in Deutschland machten, sank die Zahl der Übernachtungen von Inländern um 4,7 Prozent auf 37,8 Millionen. Hier konnten fehlende Geschäftsreisen nicht ausgeglichen werden. (dpa)

+++ 9. November +++

Neue Quarantäne-Regeln in Brandenburg: Corona-Test erst nach fünf Tagen möglich

Seit diesem Montag gelten in Brandenburg neue Quarantäne-Regeln für Rückkehrer aus Corona-Risikogebieten im Ausland. Wer nach Brandenburg einreist, muss nur noch 10 statt 14 Tage in Quarantäne. Aber: Bisher konnten Rückkehrer einen höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test vorlegen, um nicht in Quarantäne zu müssen. Nun darf ein Test frühestens am fünften Tag nach der Einreise gemacht werden und bis zum Ergebnis muss man auf jeden Fall in Isolation bleiben. Das Robert Koch-Institut listet die von der Bundesregierung ausgewiesenen Corona-Risikogebiete im Ausland im Internet auf.

Wenn innerhalb von zehn Tagen nach der Einreise typische Corona-Symptome auftreten, muss man einen weiteren Test vornehmen lassen. Neu ist auch, dass man sich vor der Einreise nach Brandenburg digital anmelden muss. Mehrere Ausnahmen gelten für die Isolation: für Berufspendler, Schüler, Lehrlinge und Studenten, für die Durchreise, für den «kleinen Grenzverkehr» mit Aufenthalt in Polen bis zu 24 Stunden, für Besuche direkter Verwandter oder Lebenspartner bis zu 72 Stunden. Ärzte, medizinische -und Pflegekräfte sowie Polizisten fallen - mit einem höchstens 48 Stunden alten negativen Corona-Test - ebenfalls unter die Ausnahmen. (dpa)

Söder lehnt Empfehlung des RKI für weniger Corona-Tests ab 

CSU-Chef Markus Söder hat die neuen Empfehlungen des Robert Koch-Instituts (RKI) für Corona-Tests kritisiert. «Wir sind da sehr skeptisch, ob das in der Praxis umzusetzen und anwendbar ist», sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag vor einer Konferenz des CSU-Vorstands in München. Jemand, der Symptome habe oder fühle, müsse die Möglichkeit haben, sich testen zu lassen. Andernfalls sehe er die Gefahr, dass auch die Wirtschaft gelähmt werde, wenn die Menschen keine Möglichkeit mehr hätten, sich testen zu lassen. «Wir werden in Bayern auf jeden Fall die kostenlosen Tests fortsetzen.»

Söder kündigte aber an, dass sich das Kabinett der Staatsregierung am Dienstag in seiner Sitzung mit der Teststrategie befassen werde. Dazu gehöre auch die Überlegung, wie gegen Missbrauchsfälle vorgegangen werden könne, weil sich Personen etwa mehrmals pro Woche testen lassen würden. Zugleich sollten auch Schnelltests noch stärker als bisher eingesetzt werden und es müsse geprüft werden, wie kommunale Testzentren entlastet werden könnten. So sei die Lage in München derzeit sicher schwieriger als anderswo.

Die vom RKI empfohlene neue Teststrategie soll die vielerorts überlasteten Labore entlasten, in dem dort nur noch Menschen getestet werden, wenn sie sich bei entsprechenden Krankheitssymptomen zunächst in eine mehrtägige Selbstisolation begeben haben. Nur bei einer weiteren Verschlechterung soll es dann Corona-Tests geben. Für Söder ist dies der falsche Weg, auch weil die Testkapazitäten in Bayern nach wie vor gut seien. Er fürchtete auch, dass dann dies zu überfüllten Arztpraxen führe und die Menschen verunsichere. (dpa)

Zahl neuer Corona-Fälle in Brandenburg geht leicht zurück 

Der Anstieg neuer Corona-Infektionen in Brandenburg hat sich anscheinend verlangsamt - allerdings melden die Gesundheitsämter die Zahlen am Wochenende zeitverzögert. Von Sonntag auf Montag seien 218 neue Fälle hinzugekommen, teilte das Gesundheitsministerium am Montag im Internet mit. Am Sonntag wurden 356 neue Ansteckungen gezählt, am Samstag 409. Der bisherige Höchstwert wurde am Freitag mit 525 zusätzlichen Fällen erreicht. Seit März haben sich 11 435 Brandenburger mit dem Coronavirus infiziert, derzeit gelten etwa 6649 als genesen. Den höchsten Wert neuer Ansteckungen je 100 000 Einwohner in einer Woche weist Cottbus mit fast 194 auf, während es in Brandenburg/Havel nur rund 49 sind. (dpa)

Spahn warnt: Bis zu 40 Prozent der Bevölkerung sind Risikogruppe

Bis zu 40 Prozent der Menschen in Deutschland zählen in der Corona-Krise nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn zur Risikogruppe. „Bei uns sind 23 Millionen Deutsche über 60“, sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend im Politik-Talk „Die richtigen Fragen“ auf „Bild live“. „Wir sind ein Wohlstandsland mit Zivilisationskrankheiten: Diabetes, Bluthochdruck, Übergewichtigkeit. Alles Risikofaktoren für dieses Virus, wie für viele Infektionskrankheiten übrigens auch.“ Spahn warnte: „Wenn Sie nach der Definition gehen, sind 30 bis 40 Prozent der Bevölkerung Risikogruppe.“ Die Bundesrepublik sei nach Japan das zweitälteste Land der Welt.

Mit Blick auf das aktuelle Infektionsgeschehen sagte Spahn: „Wenn von 20 000 Neuinfizierten an einem Tag etwa zwei Prozent in die Intensivmedizin müssen, dann sind das 400 am Tag. Wenn die intensivmedizinische Behandlung und Begleitung 15 Tage im Schnitte dauert - sind das 6000.“ Diese Zahl werde Deutschland noch „im November noch erreichen, das ist im Grunde schon absehbar“. Für das Gesundheitswesen sei diese Belastung nur „unter ziemlicher Anspannung“ zu bewältigen. „Wenn die Intensivmedizin mal zu voll ist, überfüllt ist, überlastet ist, dann ist es zu spät“, sagte Spahn bei „Bild live“. (dpa)

13 363 neue Corona-Infektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 13 363 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Das sind rund 2650 Fälle weniger als am Sonntag, wie aus Angaben des RKI vom Montagmorgen hervorgeht. An Montagen sind die erfassten Fallzahlen meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird. Am vergangenen Montag hatte die Zahl gemeldeter Neuinfektionen bei 12 097 gelegen. Der Höchststand war am Samstag mit 23 399 gemeldeten Fällen erreicht worden. (dpa)

+++ 8. November +++

Corona: Skigebiete in Österreich und Italien müssen schließen

Die Corona-Pandemie führt zu einer Schließung aller Skigebiete in Österreich und Italien. Dies betrifft nach Medienberichten alle bereits geöffneten Gletschergebiete. Im Sommer hatte sich die Lage in ganz Europa zunächst deutlich entspannt und so konnte im September sowie Oktober die Wintersaison auf den Tiroler Gletschern in Hintertux, im Kaunertal sowie Stubai fast normal eröffnet werden. Dann kam der aktuelle Anstieg der Infektionszahlen in Europa und damit nach und nach neue Beschränkungen der Regierungen.

Am Samstag, den 31. Oktober verkündete der österreichische Bundeskanzler Sebastian Kurz Maßnahmen zur Eindämmung der Infektionszahlen in Österreich. Für die Skigebiete wurde Freizeit- und Amateursport komplett untersagt, mit Ausnahme von professionellem Sport. Die bereits geöffneten Gebiete am Stubaier Gletscher, Kaunertaler Gletscher, Pitztaler Gletscher, Mölltaler Gletscher, Hintertuxer Gletscher, Sölden, Dachstein und Kitzsteinhorn müssen wieder schließen.

16.017 neue Corona-Neuinfektionen in Deutschland

So viele Fälle wurden an einem Samstag in Deutschland noch nie ans Robert Koch Institut übermittelt! Laut Zahlen vom Sonntagmorgen hatten die Gesundheitsämter in den vergangenen 24 Stunden 16.017 Corona-Fälle übermittel. Das sind zwar rund 7000 Fälle weniger als noch am Tag zuvor, doch an Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen jedoch meist niedriger, unter anderem weil am Wochenende weniger getestet wird - und die Meldedisziplin der Gesundheitsämter nicht immer vorbildlich ist.

Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit dem Corona-Virus stieg um 63 auf insgesamt 11 289. Das sogenannte Sieben-Tage-R lag laut RKI-Lagebericht vom Samstagabend bei 1,04 (Vortag: 0,99). Das heißt, dass zehn Infizierte im Mittel etwa zehn weitere Menschen ansteckten.

Ärztekammer in MV mahnt Zweifler in eigenen Reihen zu Sachlichkeit

Die Ärztekammer Mecklenburg-Vorpommerns setzt sich nach Angaben des Vorstandes kritisch mit sogenannten Corona-Kritikern in den eigenen Reihen auseinander und mahnt zu Sachlichkeit in der Debatte. „Selbstverständlich gilt auch für Ärzte die grundgesetzlich garantierte Meinungsfreiheit. Die Kammer toleriert aber kein ärztliches Handeln, das gegen medizinische und ethische Grundlagen des Berufs verstößt“, betonte Kammer-Vizepräsident Wilfried Schimanke.

Wegen der besonderen Stellung der Ärzteschaft in der Gesellschaft, dem Gewicht des ärztlichen Wortes und angesichts immer noch unbefriedigender Kenntnisse zum Coronavirus seien Zurückhaltung und Bedachtsamkeit geboten. Schimanke reagierte damit auf zum Teil drastische Kritik aus der Ärzteschaft an Schutzvorkehrungen in der Corona-Pandemie.

+++ 7. November +++

697 Neuinfektionen in Berlin

In Berlin sind in den vergangenen 24 Stunden 697 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden, wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Sonnabendnachmittag hervorgeht. Das ist deutlich weniger als am Freitag (1329 Neuinfektionen), allerdings melden am Wochenende auch nicht alle Gesundheitsämter ihre Daten. Am Sonnabend stieg die Zahl der Infizierten seit Beginn der Pandemie insgesamt auf 39.379.

Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche lag am Sonnabend bei 188,9. Die Corona-Ampel für diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz steht dementsprechend weiter auf Rot. Die Ampel für die Intensivbetten-Auslastung in Berlin steht mit einem Wert vom 19,2 Prozent weiter auf Gelb. Derzeit werden 238 Covid-19-Erkrankte in der Hauptstadt intensivmedizinisch behandelt, insgesamt 898 liegen im Krankenhaus. Die Ampel für die Reproduktionszahl steht mit 0,92 weiterhin auf Grün.

Das RKI meldet mehr al 23.000 neue Corona-Fälle in Deutschland

Am Samstagmorgen hat das Robert Koch-Institut 23.399 Fälle innerhalb der letzten 24 Stunden gemeldet. Damit wurde der erst gestern vermeldete Höchstwert von 21.506 Fällen noch einmal übertroffen.

Insgesamt wurden seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland laut den jüngsten Zahlen des RKI 642.488 Infektionen registriert. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg demnach auf 11.226 - dies waren 130 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag bei etwa 412.000.

+++ 6. November +++

Bundesregierung stuft ganz Italien als Corona-Risikogebiet ein

Wegen dramatisch steigender Infektionszahlen stuft die Bundesregierung ganz Italien ab Sonntag als Corona-Risikogebiet ein. Zudem wurden am Freitag das gesamte portugiesische Festland, fast ganz Schweden sowie Dänemark mit Ausnahme der Inseln Grönland und Färöer auf die vom Robert Koch-Institut (RKI) geführte Risikoliste gesetzt. Auch ganz Nordgriechenland und die Provinz um Athen sowie einzelne Regionen in Estland, Lettland, Litauen und Norwegen kommen hinzu.

Damit gibt es kein Land mehr in Europa ohne Risikogebiet. Bis auf zwei kleine Gemeinden in Österreich ist nun auch das komplette Grenzgebiet zu Deutschland in den neun Nachbarländern betroffen. (dpa)

Neue Corona-Schnelltests in Brandenburg bereits im Einsatz

Die zusätzlichen Corona-Schnelltests des Bundes für Pflegeheime und Krankenhäuser werden in Brandenburg zum Teil bereits verwendet. «Die Schnelltests werden noch nicht flächendeckend eingesetzt, einzelne Einrichtungen nutzen sie aber schon», sagte der Sprecher des Gesundheitsministeriums, Dominik Lenz, am Freitag in Potsdam.

Parallel laufe bis Ende November die Teststrategie des Landes weiter - das sind freiwillige Tests in Schulen, Kitas und Pflegeheimen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hatte angekündigt, die Zahl der Corona-Schnelltests für Pflegeheime und Krankenhäuser deutlich zu erhöhen, um flächendeckend Tests anwenden zu können und Bewohner, Personal und Besucher besser zu schützen. (dpa)

Frankreich durch mehr als 58.000 Corona-Neuinfektionen an der Belastungsgrenze

Eine Woche nach Inkrafttreten des Corona-Lockdowns in Frankreich ist die Regierung durch einen neuen Höchststand von mehr als 58.000 Neuinfektionen binnen eines Tages unter Druck. Die Regierung verschärfte deshalb am Freitag die Maßnahmen an Gymnasien, in Paris trat ein Verkaufsverbot für Alkohol und Speisen ab 22 Uhr in Kraft. Erstmals seit dem Frühjahr wurden wieder französische Covid-19-Patienten nach Deutschland verlegt.

Mindestens drei Erkrankte aus der französischen Grenzregion Grand Est kamen ins Saarland, wie die Behörden mitteilten. Sie wurden zuletzt in Thionville, Sarreguemines und Saint-Avold behandelt. Ihre Verlegung geschehe vorsorglich, um die Kliniken zu entlasten, hieß es. In Frankreichs Krankenhäusern liegen bereits mehr als 4200 Corona-Intensivpatienten. Die Regierung befürchtet, dass Ende kommender Woche vielerorts die Belastungsgrenze erreicht ist. (AFP)

Gericht lehnt weitere Anträge gegen Schließung von Tattoo-Studios ab

Vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg sind nun auch weitere Betreiber von Tattoo-Studios mit dem Versuch gescheitert, gegen die Schließung wegen der Corona-Pandemie vorzugehen. Am Donnerstag wiesen die Richter zwei weitere Eilanträge ab, wie ein Gerichtssprecher am Freitag sagte.

Wie auch in der bereits am Mittwoch ergangenen Entscheidung gegen den Eilantrag eines Tattoo-Studiobetreibers begründeten die Richter ihre ablehnende Entscheidung mit dem derzeitigen Infektionsgeschehen. Dieses erfordere ein sofortiges effizientes Handeln. Die persönlichen und wirtschaftlichen Interessen des Betreibers müssten dahinter zurücktreten. Wie auch seine Kollegen hatte der Betreiber beantragt, das Verbot körpernaher Dienstleistungen in der Corona-Verordnung des Landes - in diesem Fall das Tätowieren - vorläufig auszusetzen. (dpa)

Mehr als 100 Festnahmen bei Anti-Lockdown-Demo in London

 Bei einer Anti-Lockdown-Demonstration in London hat die Polizei mehr als 100 Teilnehmer festgenommen. Es gebe keine Entschuldigung für Menschen, gegen Vorschriften zu verstoßen, die eine weitere Ausbreitung des Corona-Erregers verhindern sollen, teilte die Polizei in der Nacht zum Freitag mit. Die Demonstranten zogen am Donnerstagabend durch Straßen mitten in der Hauptstadt und riefen unter anderem "Freiheit". Seit Donnerstag gibt es in England einen Teil-Lockdown. Die Menschen dürfen vier Wochen lang nur aus triftigem Grund wie Arbeit oder Arztbesuche ihr Zuhause verlassen. (dpa)

Berlin: Steigende Zahl von Schulschließungen und Lerngruppen in Quarantäne 

Die landesweit steigenden Zahlen von neuen Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg haben nach Angaben des Bildungsministeriums auch deutliche Folgen für den Schulunterricht.

Seit dem Start des Schuljahres im August mussten demnach 14 Schulen zeitweise ganz geschlossen werden. Diese Schließungen sind mittlerweile aufgehoben. Aktuell sind den Angaben zufolge vier Schulen geschlossen. Zudem habe es 163 inzwischen abgeschlossene Fälle gegeben, in denen Lerngruppen in Quarantäne geschickt werden mussten, teilte das Ministerium auf Anfrage mit. 110 Lerngruppen sind aktuell noch im Fernunterricht. (dpa)

Erstmals mehr als 20 000 Corona-Neuinfektionen an einem Tag 

Erstmals sind in Deutschland mehr als 20 000 neue Infektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines einzigen Tages registriert worden. Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 21 506 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Freitagmorgen hervor. Am Freitag vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 18 681 gelegen. (dpa)

+++ 5. November +++

Senatorin Kalayci: Planbare Eingriffe in Berliner Krankenhäusern verschieben

Planbare Eingriffe an vielen Berliner Krankenhäusern sollen wegen der Corona-Pandemie wie schon im Frühjahr verschoben werden. Ab Samstag müssten die Kliniken 25 Prozent der Intensivbetten für Covid-19-Patienten freihalten, twitterte die Gesundheitsverwaltung am Donnerstag.

Das habe Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) im Abgeordnetenhaus angekündigt. «Ebenso werden planbare, nicht dringend notwendige Operationen verschoben.» Laut dem Sprecher Kalaycis gilt die Regelung für 38 sogenannte Notfallkrankenhäuser.

Die Charité, die in Berlin vorrangig schwere Covid-19-Fälle versorgt, hatte bereits vor rund einem Monat mitgeteilt, planbare Eingriffe müssten verschoben werden. Das sei keine leichte Aufgabe und führe zu schwierigen ethischen Fragen, etwa im Umgang mit Herz- und Tumorkranken. In den vergangenen Tagen hat die Zahl der Covid-19-Fälle in intensivmedizinischer Behandlung in Berlin deutlich auf rund 230 zugenommen. Beatmete Patienten bleiben meist mehrere Wochen auf Intensivstation. (dpa)

Ministerium warnt vor Maskengegnern auf Schulweg - Aktion ein Fake?

Verwirrung um eine angebliche Aktion von Maskengegnern: Das nordrhein-westfälische Bildungsministerium hat die Schulen in dem Bundesland vor Aktionen am 9. November gewarnt. Es gebe Hinweise, dass die Initiative «Querdenken 711» deutschlandweit an 1000 Schulen «Aktionen gegen die Pflicht zum Tragen der Mund-Nase-Bedeckung durchführen will», so das Düsseldorfer Ministerium in einer Rundmail an alle Schulen. «Querdenken 711» teilte am Donnerstagnachmittag mit, die angebliche Aktion sei nur ein Test gewesen - um die interne Kommunikation auf Lecks zu überprüfen. Das Ministerium blieb dennoch bei seiner Warnung.

Das Ministerium hatte sich in seiner Mail vom Mittwoch auf Presseberichte zu der geplanten Aktion bezogen. Demnach sollten laut der Behörde «Querdenken»-nahe Eltern planen, Kinder und deren Eltern auf dem Schulweg anzusprechen und ihnen unwirksame Masken mit dem «Querdenken»-Logo in die Hand zu drücken oder eine CO2-Messung unter den Masken der Kinder anzubieten. Laut Ministerium hatte sich die Initiative dafür extra «das besondere Datum des 9. Novembers» ausgesucht. Auf einer in der E-Mail verlinkten Seite der Bundeszentrale für Politische Bildung wird der «Schicksalstag» der deutschen Geschichte erklärt, an dem 1938 die Pogromnacht stattfand und 1989 die Mauer fiel. (dpa)

Schweden: Mehr als 6000 Corona-Tote, Regierungschef in Quarantäne

In Schweden ist die Marke von 6000 Toten in Zusammenhang mit dem Coronavirus überschritten worden. Wie die Gesundheitsbehörde FOHM am Donnerstag mitteilte, ist die Zahl der Neuinfektionen in den vergangenen Wochen rasant angestiegen. Fast zehn Prozent der getesteten Menschen waren vergangene Woche positiv. Vor zwei Wochen waren es den Angaben zufolge noch 5,6 Prozent. Am Donnerstag wurden insgesamt 141 764 Infizierte und 6002 Tote in der offiziellen Corona-Statistik ausgewiesen. Daraus gehen auch 314 Neuinfizierte pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen hervor.

Schweden ist seit Beginn der Pandemie einen Sonderweg gegangen und setzt darauf, dass seine Einwohner freiwillig den Empfehlungen zur Ansteckungsvorbeugung folgen. In zehn Regionen sind die Menschen derzeit aufgefordert, so wenig sozialen Kontakt wie möglich zu haben und Einkaufszentren, Museen, Konzerte sowie den öffentlichen Nahverkehr zu meiden.

Ministerpräsident Stefan Löfven teilte am Donnerstag auf Facebook mit, dass er und seine Frau sich freiwillig in Quarantäne begeben haben. Jemand aus seinem Umkreis war in Kontakt mit einer Person, die positiv auf Corona getestet wurde. «Die Entwicklung geht schnell in die falsche Richtung», schrieb Löfven. «Immer mehr sind infiziert. Mehr Menschen sterben. Die Situation ist ernst.» (dpa)

Trotz Corona: Drogen-Geburtstagsparty in Stretch-Limousine - Anzeige

Mit Stretch-Limousine und Drogen hat ein Mann seinen 28. Geburtstag im bayerischen Himmelkron gefeiert. Der Mann mietete die Limousine samt Fahrer und lud zwei 24 bzw. 26 Jahre alte Freunde und eine 28-Jährige zur Feier am Mittwochabend ein, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte.

Alle fünf Anwesenden erhielten eine Anzeige, da sie sich nicht an die aktuell geltenden Corona-Verordnungen hielten. Bei der Kontrolle fanden die Beamten zudem eine geringe Menge an Betäubungsmittel. Die 28-Jährige muss sich wegen eines Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. (dpa)

Verwaltungsgerichtshof lehnt Eilantrag gegen Corona-Maßnahmen ab

Der Bayerische Verwaltungsgerichtshof hat einen Eilantrag gegen die Schließung von Gaststätten und das Beherbergungsverbot für Touristen in der Corona-Krise abgelehnt. Die Regelungen seien «nicht offensichtlich rechtswidrig», erklärte das Gericht am Donnerstag. Eine Hotelkette hatte gegen die jüngsten Corona-Maßnahmen geklagt.

Die Entscheidung bedeutet allerdings nicht, dass das Gericht den Maßnahmen insgesamt zustimmt. Vielmehr wiederholte der Senat auch Zweifel an der Grundlage für die jetzt beschlossenen Maßnahmen. Bei einem Eilverfahren müsse aber eine Folgenabwägung getroffen werden und dabei überwiege «im Hinblick auf die enorm steigenden Infektionszahlen das Schutzgut Leben und Gesundheit einer Vielzahl von Menschen die betroffene freie wirtschaftliche Betätigung.» Die Maßnahmen seien nicht offensichtlich unverhältnismäßig - auch deswegen, weil für betroffene Betriebe Entschädigungen angekündigt worden seien. (dpa)

Ärzteverband: Lage trotz Rekord bei Corona-Neuinfektionen beherrschbar

Der Bundesverband der Ärztinnen und Ärzte des Öffentlichen Gesundheitsdienstes hält die Lage der Corona-Neuinfektionen in Deutschland trotz der hohen Zahlen für beherrschbar. "Dass die Lage außer Kontrolle ist, würde ich nicht sagen", sagte die Verbandspräsidentin Ute Teichert am Donnerstag dem Südwestrundfunk (SWR). Es gebe zwar auch Infektionen, die man nicht direkt erfassen könne. "Aber es ist ja nicht so, als ob wir von einer großen Welle überrollt würden und gar nicht mehr wissen, wie wir damit umgehen." Teichert räumte aber ein, dass es den Gesundheitsämtern an Personal fehle. "Das wird auf jeden Fall zu einem Problem führen.

Norwegen verschärft Einreisebestimmungen wegen Corona

Angesicht steigender Corona-Zahlen hat die norwegische Regierung am Donnerstag weitere Einschränkungen angekündigt. Einreisende aus Ländern mit hohen Infektionsraten müssen von Montag an einen negativen Corona-Test vorweisen und zehn Tage in Quarantäne gehen. Das gelte auch für Verwandtenbesuche, sagte Ministerpräsidentin Erna Solberg am Donnerstag. Sprich: Wenn die Oma aus Deutschland die Enkelkinder in Norwegen besuchen will, muss sie zuerst in ein Quarantänehotel. Ausgenommen sei, wer aus den Nachbarländern Schweden und Finnland zur Arbeit nach Norwegen pendelt. In den vergangenen drei Wochen seien 6000 neue Corona-Fälle registriert worden, sagte Solberg. (dpa)

Höchststand: 446 Corona-Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen hat in Brandenburg einen Höchststand erreicht: Von Mittwoch auf Donnerstag seien 446 neue Fälle registriert worden, teilte das Gesundheitsministerium mit. Der bisherige Rekordwert lag bei 422 neuen Infektionen mit dem Virus am 30. Oktober. Mit 79 neuen Fällen verzeichnete die Landeshauptstadt Potsdam den stärksten Anstieg, gefolgt von Cottbus mit 44.

Auch die Zahlen neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche stiegen - der Kreis Elbe-Elster lag nach Angaben des Ministeriums bei 164, Cottbus erreichte demnach mit 154,5 den zweithöchsten Inzidenzwert. Die Stadt hatte allerdings bereits am Mittwoch eine höhere Zahl von 160 angegeben. Unter der kritischen 50er-Marke liegt nur Brandenburg/Havel mit einem Wert von 40,18. (dpa)

Ramelow fühlt sich von "Querdenken" bedroht und lässt Anzeige prüfen

 Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) lässt eine Anzeige prüfen, weil Unbekannte eine Grabkerze und einen Aufruf zu einer Demonstration der Bewegung "Querdenken" in Leipzig vor sein Wohnhaus gelegt haben. Zuvor sei seine Wohnadresse in einer "Querdenken"-Gruppe beim Messenger-Dienst Telegram verbreitet worden, sagte Ramelow am Donnerstag in Erfurt. Darin sei auch dazu aufgerufen worden, ihm Dinge vor die Haustür zu stellen. Die "Querdenken"-Bewegung protestiert seit Monaten gegen die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie.

"Ja, ich fühle mich auch bedroht", sagte der Regierungschef am Rande einer Messe für Produkte zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Der Vorfall mache ihn außerdem traurig, weil in dem Mehrfamilienhaus auch eine Familie mit kleinen Kindern wohne. "Jetzt lernen wir, dass die Privatsphäre von politisch Verantwortlichen nicht mehr geachtet wird." Sein Name stehe nicht an dem Wohnhaus. Seiner Ansicht nach wolle "Querdenken" Angst machen, sagte Ramelow. (dpa)

Belgien: Erstmals seit Wochen weniger Corona-Patienten im Krankenhaus

Im heftig von der Corona-Pandemie betroffenen Belgien ist die Zahl der Covid-19-Patienten in den Krankenhäusern erstmals seit Wochen leicht zurückgegangen. Die Intensivstationen der Krankenhäuser des Landes mit elf Millionen Einwohnern werden jedoch weiterhin stärker ausgelastet, wie aus Daten der Gesundheitsbehörde Sciensano vom Donnerstag hervorgeht.

Von Dienstag auf Mittwoch ist die Zahl der Corona-Patienten im Krankenhaus demnach um 1 Prozent auf 7405 zurückgegangen. Es war der erste Rückgang seit fast zwei Monaten. 1412 von ihnen wurden auf den Intensivstationen behandelt - ein Zuwachs um 4 Prozent. Damit nähert Belgien sich weiter der derzeitigen Maximal-Kapazität von rund 2000 Intensivbetten. Weil einige Krankenhäuser bereits überlastet waren, wurden Patienten zum Teil in andere Einrichtungen - auch über die Grenze nach Deutschland - gebracht. (dpa)

Ausschreitungen bei Feiern vor dem Teil-Lockdown in England

Bei ausgiebigen Feiern kurz vor dem vierwöchigen Teil-Lockdown in England ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. In Merseyside im Nordwesten des Landesteils wurden Polizisten, die ein Treffen von Hunderten Menschen auflösen wollten, am Mittwochabend mit Feuerwerkskörpern attackiert. Die Feiernden hätten nicht nur Einsatzkräfte bedroht, sondern mit ihrem Verhalten auch das Infektionsrisiko erhöht, so die Polizei.

In vielen englischen Städten, vor allem in der Hauptstadt London, wurde ausgiebig kurz vor dem Teil-Lockdown gefeiert. Menschenmengen drängten sich durch Straßen, viele Partygänger waren betrunken. "Das ist wie Silvester hier", sagte ein Mann. Nach einer Massenschlägerei in Südengland nahmen die Polizei von Sussex zwei Personen fest. (dpa)

EU-Kommission rechnet 2020 mit Wirtschaftseinbruch um 7,4 Prozent

Die EU-Kommission rechnet für das Jahr 2020 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung der 27 Mitgliedsländer um 7,4 Prozent. Die Brüsseler Behörde korrigierte damit am Donnerstag ihre Konjunkturprognose vom Sommer leicht nach oben. Dafür geht sie nun von einer langsameren wirtschaftlichen Erholung nach der Corona-Krise sowie einem sprunghaften Anstieg der Neuverschuldung aus. (AFP)

Höchstwert: 19 990 Corona-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 19 990 Fällen binnen eines Tages einen bisherigen Höchstwert erreicht. Dies ging aus Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Donnerstagmorgen hervor. Den bislang höchsten Wert seit Beginn der Pandemie hatte das RKI am vergangenen Samstag mit 19 059 Fällen gemeldet. Am Donnerstag vor einer Woche lag die Zahl bei 16 774. (dpa)

Studie: Wohl geringes Infektionsrisiko in Kitas

Bei kleinen Kita-Kindern besteht nach einer Studie der Universität Frankfurt wohl ein vergleichsweise geringes Corona-Ansteckungsrisiko. Bei der "Safe-Kids-Studie" in Zusammenarbeit mit dem hessischen Sozialministerium waren über einen Zeitraum von zwölf Wochen 825 Kinder sowie 372 Mitarbeiterinnen in 50 Kitas in Hessen getestet worden, wie die Universität am Mittwoch mitteilte. Dabei seien nur zwei Probanden positiv getestet worden - in beiden Fällen Erzieherinnen.

Im Untersuchungszeitraum (18. Juni bis 10. September) sei die Rate an Neuinfektionen landesweit allerdings als niedrig einzustufen gewesen, hieß es. Daher seien die Ergebnisse nicht ohne weiteres auf ein Umfeld mit hoher Inzidenz übertragbar. Im Studienzeitraum hätten jedoch auch die hessischen Sommerferien und die Wochen danach gelegen, in denen es reisebedingt zu einem Anstieg der Fallzahlen kam. (dpa)

Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich verzehnfacht

Die sogenannte Positivenquote bei Corona-Tests in Deutschland hat sich in den vergangenen zwei Monaten in etwa verzehnfacht. So schlugen in Kalenderwoche 44 (bis 1.11.) etwa 7,3 Prozent der Tests an, wie das Robert Koch-Institut in seinem Lagebericht von Mittwochabend schreibt. In Kalenderwoche 35 (bis 30.8.) waren es noch rund 0,7 Prozent.

Die Zahl der wöchentlich durchgeführten Tests kletterte in den vergangenen zwei Monaten deutlich um mehr als 400 000. 191 Labore meldeten zuletzt rund 1,6 Millionen solcher Laboruntersuchungen in einer Woche. Die Entwicklung bei Positivenrate und Test-Anzahl spiegelt sich im über Wochen starken Anstieg bei den gemeldeten Neuinfektionen wieder. (dpa)

Mehr Rückstau in Corona-Laboren

Immer öfter kommen Corona-Labore mit dem Auswerten von Tests nicht hinterher. So meldeten laut Robert Koch-Institut (RKI) in der vergangenen Kalenderwoche (bis 1.11.) 69 Labore einen Rückstau von insgesamt 98 931 abzuarbeitenden Proben. Zwei Wochen zuvor waren es noch 52 Labore mit 20 799 abzuarbeitenden Proben, wie aus dem RKI-Lagebericht von Mittwochabend hervorgeht. 55 Labore nannten laut RKI zuletzt Lieferschwierigkeiten für Reagenzien unter anderem zum Auswerten der Tests, Plastikverbrauchsmaterialien und Pipettenspitzen.

„Mit steigenden Probenzahlen, wie sie zurzeit aufgrund der weiten Indikationsstellung zu beobachten sind, verlängern sich auch die durchschnittlichen Bearbeitungszeiten, mit möglichen Konsequenzen für die zeitnahe Mitteilung des Ergebnisses an die betroffenen Personen, sowie einem größeren Verzug bei der Meldung an das Gesundheitsamt“, schreibt das RKI. Es gebe in den letzten Wochen zunehmend Berichte von Laboren, die sich stark an den Grenzen ihrer Auslastung befänden. Es sei unter anderem „dringend geboten, den Einsatz der Tests im Hinblick auf den angestrebten Erkenntnisgewinn in Abhängigkeit freier Testkapazitäten zu priorisieren“. (dpa)

England geht in den Teil-Lockdown

In England tritt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie am Donnerstag ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland in Kraft. Gastronomie, Kulturstätten, Sportzentren und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, Schulen und Unis bleiben geöffnet. Anders als in Deutschland wird jedoch auch der Handel - abgesehen von Supermärkten und einer Reihe anderer als notwendig eingestufte Geschäfte - für einen Monat lang zu bleiben.

Die Engländer sollen ihre Wohnungen bis zum 2. Dezember nur noch aus triftigem Grund verlassen - etwa zur Arbeit, zum Sport, zur Erholung oder zur Pflege Angehöriger. Schottland, Wales und Nordirland machen ihre eigenen Regeln zur Virus-Bekämpfung.

Die Anzahl der Corona-Todesfälle stieg in Großbritannien mit seinen rund 68 Millionen Einwohnern in dieser Woche mit knapp 400 Toten an einem Tag auf den höchsten Stand seit Mai. In den vergangenen zwei Wochen zählte das Land laut European Centre for Disease Prevention and Control rund 470 Fälle pro 100 000 Einwohner.

Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine "ernste Situation" zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. (dpa)

Fast 500 Corona-Tote innerhalb eines Tages in Großbritannien 

Mit fast 500 Toten innerhalb eines Tages hat Großbritannien den höchsten Stand an Todesfällen von Corona-Infizierten seit Mitte Mai erreicht. Die zuständige Statistikbehörde meldete am Mittwoch 492 Fälle, in denen die Patienten innerhalb von vier Wochen vor ihrem Tod positiv auf das Coronavirus getestet worden waren. So hoch lag die Zahl der Todesfälle nicht mehr seit dem 19. Mai, als 500 Tote gezählt wurden. Mit mehreren Zehntausend Toten gilt Großbritannien als das bislang von der Pandemie am härtesten getroffene Land in Europa.

Für den staatlichen Gesundheitsdienst NHS gilt ab Donnerstag zudem die höchste Warnstufe. Man steuere auf eine "ernste Situation" zu, sagte NHS-Chef Simon Stevens am Mittwoch. Ab diesem Donnerstag gilt in England zur Bekämpfung der Corona-Pandemie ein Teil-Lockdown mit ähnlichen Regeln wie in Deutschland. (dpa)

Italien verhängt Corona-Ausgangssperren und Reisebeschränkungen 

Nächtliche Ausgangssperren und Risikozonen mit Reiseverboten: Im Kampf gegen die zweite Corona-Welle schränkt die Regierung in Rom die Bewegungsfreiheit der 60 Millionen Bürger ab Freitag verstärkt ein. Die Ausgangssperre gilt von 22.00 Uhr abends bis 5.00 Uhr morgens. Außerdem teilt die Regierung das Land in drei Risikozonen ein und erlässt Teil-Lockdowns für besonders gefährdete Gebiete. Das geht aus dem Dekret hervor, das Ministerpräsident Giuseppe Conte in der Nacht zum Mittwoch unterschrieben hat.

Anfangs sollte das Dekret am Donnerstag in Kraft treten. Am Abend verschob der Regierungschef den Start überraschend auf Freitag. Die Vorbereitung brauche noch Zeit. (dpa)

+++ 4. November +++

Generelle Maskenpflicht: Bis zu 25 000 Euro Bußgeld in Düsseldorf

Wer gegen die neue praktisch stadtweite Maskenpflicht in Düsseldorf verstößt, kann mit einer Geldbuße in Höhe von bis zu 25 000 Euro belegt werden. Das geht aus der Allgemeinverfügung vor, die Nordrhein-Westfalens Landeshauptstadt am Dienstagabend veröffentlicht hat.

Bislang galt die Maskenpflicht - wie in anderen Städten - in Düsseldorf nur für belebte Wege und Plätze. Die jetzt generelle Maskenpflicht, von der unter anderem Friedhöfe, Wälder und Parkanlagen sowie Rad- und Autofahrer ausgenommen sind, wird mit dem hohen Infektionsgeschehen begründet.

Mit Bezug auf das Infektionsschutzgesetz heißt es in der Verfügung, dass das vorsätzliche oder fahrlässige Weglassen einer Mund-Nasen-Bedeckung «mit einer Geldbuße bis zu fünfundzwanzigtausend Euro geahndet werden» könne. In NRW kostet es bisher 150 Euro, wenn man zum Beispiel im Bus keine Mund-Nasen-Abdeckung trägt. (dpa)

17 214 Coronavirus-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben dem Robert Koch-Institut (RKI) 17 214 neue Corona-Infektionen innerhalb eines Tages gemeldet. Dies geht aus Angaben des RKI vom Mittwochmorgen hervor. Am Mittwoch vor einer Woche hatte die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen bei 14 964 gelegen - das waren beinahe doppelt so viele wie am Mittwoch der Woche davor.

Dänischer Justizminister positiv auf Coronavirus getestet 

Der dänische Justizminister Nick Hækkerup ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Er werde sich deshalb in der nächsten Zeit zu Hause isolieren, teilte der Minister in der Nacht zum Mittwoch auf Facebook mit. Hækkerup hatte wegen Krankheitssymptomen am Montag einen Corona-Test gemacht und sich seitdem zu Hause aufgehalten. Er zählt in der Corona-Krise neben Regierungschefin Mette Frederiksen und Gesundheitsminister Magnus Heunicke zu den wichtigsten Akteuren der sozialdemokratischen Regierung in Kopenhagen. Weitere Kabinettsmitglieder haben sich nach einer Coronavirus-Infektion in ihrem Umfeld am Dienstag in Quarantäne begeben. (dpa)

+++3. November +++

Lockdown-Verstöße: 3000 Maskenmuffel ermahnt - Reichsbürger rebelliert gegen Polizei

Die Bundespolizei hat am ersten Tag der neuen Kontaktbeschränkungen 2989 Bürger wegen Verstößen gegen die Verordnungen zur Eindämmung des Coronavirus ermahnt. Wie das Bundespolizeipräsidium in Potsdam am Dienstag mitteilte, informierten die Einsatzkräfte am Montag bundesweit in 26 Fällen die örtlichen Gesundheitsämter, um ein Bußgeldverfahren einzuleiten. Insgesamt seien rund 6000 Bundespolizisten unterwegs gewesen, um an den Landesgrenzen, in Zügen, in Bahnhöfen und auf Flughäfen auf Quarantänevorschriften hinzuweisen und Menschen ohne Mund-Nase-Schutz anzusprechen.

In Offenburg gerieten sie dabei den Angaben zufolge an einen 51 Jahre alten Mann aus der Reichsbürger-Szene. Der einschlägig vorbestrafte Mann weigerte sich demnach vehement, im Zug eine Alltagsmaske aufzusetzen. Als er daraufhin gezwungen wurde, den Zug zu verlassen, schrie er laut Bundespolizei auf dem Bahnsteig und versuchte, die Einsatzkräfte zu schlagen und zu treten. Die Polizei habe daraufhin Pfefferspray eingesetzt und ihn gefesselt zur Wache gebracht. In Dortmund fiel laut Polizei ein 21 Jahre alter Nigerianer auf. Nachdem er sich konsequent geweigert habe, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen sei bei der Feststellung seiner Personalien aufgefallen, dass der in Italien gemeldete Mann keine Aufenthaltserlaubnis für Deutschland habe. (dpa)

Verwaltungsgericht weist Eilantrag gegen Berliner Infektionsschutzverordnung ab

Das Berliner Verwaltungsgericht hat einen Eilantrag gegen das in der Infektionsschutzverordnung des Landes verankerte Konzertverbot zurückgewiesen. Gegen das Verbot reichten ein sechsjähriger Pianist und eine erwachsene Pianistin Beschwerde ein, die am Dienstagabend ein Konzert geben wollten, wie das Verwaltungsgericht am Dienstag mitteilte. Unterhaltungsveranstaltungen sind laut der seit Montag geltenden Corona-Verordnung grundsätzlich verboten.

Das Verwaltungsgericht sah den von den Pianisten gerügten Eingriff in die Kunstfreiheit "als nicht offenkundig rechtswidrig" an. Die Corona-Maßnahmen verfolgten den "legitimen Zweck, Neuinfektionen mit der Krankheit Covid-19 soweit als möglich vorzubeugen", erklärte das Gericht.

Zudem seien die Maßnahmen befristet, und es bestehe die Möglichkeit, das Konzert "in Ton und Bild auf elektronischem Wege sowie über geeignete Speichermedien dem interessierten Publikum zugänglich zu machen". Die finanziellen Nachteile würden von der öffentlichen Hand weitestmöglich aufgefangen. Gegen den Beschluss können die Antragssteller noch vor dem Oberverwaltungsgericht Berlin-Brandenburg vorgehen. (AFP)

10 statt 14 Tage: Quarantäneregeln für Einreisende in Berlin leicht entschärft

Die Berliner Quarantäneregeln für Einreisende aus Corona-Risikogebieten im Ausland werden leicht entschärft. In Zukunft müssen Betroffene nur noch 10 statt bisher 14 Tage in häusliche Isolation. Zudem endet die Quarantäne ab dem fünften Tag vorzeitig, wenn ein Test zu dem Zeitpunkt negativ ausfällt. Die neue Regelung sieht eine Reihe von Ausnahmen vor, etwa für Menschen, die aus beruflichen Gründen reisen. In Kraft tritt sie voraussichtlich am kommenden Samstag, wie die Gesundheitsverwaltung mitteilte. (dpa)

Verkehrsverbünde und Polizei planen strengere Maskenkontrollen

In Berlin und Brandenburg soll das Tragen von Mund-Nase-Bedeckungen im November häufiger kontrolliert werden als sonst. Der erste Tag mit schwerpunktmäßigen Kontrollen sei für den Donnerstag in Brandenburg geplant, teilte der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) am Dienstag mit. Darauf hätten sich die Verkehrsunternehmen gemeinsam mit den Ländern und Kommunen sowie der Polizei verständigt. Vier weitere regionale Aktionstage mit Schwerpunktkontrollen sollen folgen. «Der weit überwiegende Teil unserer Fahrgäste hält sich an die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen», teilte VBB-Geschäftsführerin Susanne Henkel mit. «Wo diese Einsicht fehlt, muss dann auch konsequent nachgeholfen werden.» (dpa)

Berliner Schulen bekommen wegen Corona Geräte zur Luftreinigung

Um Schüler besser vor Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützen, bekommen Berliner Schulen 1200 mobile Luftreinigungsgeräte. Das beschloss der Senat am Dienstag, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) mitteilte. Für die Anschaffung der Geräte stehen demnach 4,5 Millionen Euro bereit. Sie sollen Schulen zugute kommen, deren Klassenzimmer aufgrund der baulichen Situation nur schwer belüftet werden können, weil sich etwa Fenster nicht öffnen lassen.

Um die Ausbreitung der Pandemie zu verringern, gilt - neben Hygiene, Mindestabstand und Mund-Nasen-Schutz - regelmäßiges Lüften von Räumen als essenziell. Luftreiniger können in Räumen ohne ausreichende Lüftungsmöglichkeiten die Infektionsgefahr durch Aerosole für Beschäftigte und Schüler verringern. An drei Berliner Schulen fanden dazu mehrwöchige Tests statt. Auch die Berliner Charité befasste sich damit und gab Empfehlungen. Die CDU-Fraktion kritisierte, die Zahl der geplanten Geräte sei zu gering. Nötig seien 15 000 statt 1200. (dpa)

Brandenburger Gastronom erteilt Politikern Hausverbot

Der Brandenburger Gastronom Max Zimmler hat Politikern der Bundes- und Landesregierung nach den Beschlüssen zu einem zweiten Lockdown wegen der Corona-Pandemie Hausverbot in seinem Restaurant «Seeschloss Lanke» in Wandlitz (Barnim) erteilt. «Damit protestiere ich gegen die verordnete Schließung für unsere gesamte Branche, sagte Zimmler am Dienstag auf Anfrage. «Damit werden zahlreiche Existenzen vernichtet.» Zimmler nannte insbesondere Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Bayerns Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU), Brandenburgs Ministerpräsidenten Dietmar Woidke (SPD) und Landesgesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne). Zuerst hatte die «Märkische Oderzeitung» berichtet.

Bislang habe er allerdings nur Nonnemacher mal als Gast in seinem Haus gesehen, sagte Zimmler. Am Wochenende hatte das bei Politikern beliebte Berliner Lokal «Ständige Vertretung» (StÄV) aus Protest gegen die bundesweite Schließung der Gastronomie Spitzenpolitikern Hausverbot erteilt - dies aber wenig später zurückgenommen. (dpa)

Infektionszahl in Niederlanden sinkt unter 8000 innerhalb eines Tages

In den Niederlanden ist die Zahl der Neuinfektionen innerhalb eines Tages erstmals seit knapp drei Wochen unter 8000 gesunken. Bei den Behörden wurden 7776 Fälle in 24 Stunden gemeldet, wie das Institut für Gesundheit und Umwelt RIVM am Dienstag in Bilthoven bei Utrecht mitteilte. Das sind 529 Fälle weniger als am Vortag. Damit bestätigt sich nach Angaben des RIVM der positive Trend der vergangenen Tage.

Die Tendenz zeige sich auch im Wochenvergleich. In den vergangenen sieben Tagen waren etwa fünf Prozent weniger Infektionen gemeldet worden als in der Vorwoche. Zum Vergleich: In Deutschland mit etwa fünfmal so vielen Einwohnern waren zuletzt 15 352 Neuinfektionen innerhalb eines Tages gemeldet worden.

Entwarnung geben die niederländischen Behörden jedoch noch nicht. Der Druck auf die Krankenhäuser nehme weiter zu. In den vergangenen 24 Stunden waren 364 neue Patienten aufgenommen worden, 125 mehr als am Vortag. (dpa)

Bahrain gibt chinesischen Corona-Impfstoff zum Notfallgebrauch für Helfer frei

Der Golfstaat Bahrain hat den eingeschränkten Einsatz eines Impfstoffs gegen das Coronavirus für Mitarbeiter des Gesundheitswesens zugelassen. Der Impfstoff solle in dringenden Fällen diejenigen «beim Erfüllen ihrer Pflichten vor Risiken schützen», die am stärksten Kontakt zu Corona-Patienten haben, sagte Gesundheitsministerin Fika al-Salih am Dienstag. Der Impfstoff stehe ab sofort zur Verfügung, seine Nutzung sei freiwillig.

Das Königreich am Persischen Golf hatte vergangene Woche eine klinische Studie für einen Impfstoff des chinesischen Pharmaunternehmens Sinopharm abgeschlossen. Rund 7700 Freiwillige hatten teilgenommen. In Bahrain wurden bisher mehr als 82 000 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

Die Studien finden in Zusammenarbeit mit einer Firma in Abu Dhabi in den Vereinigten Arabischen Emiraten statt. Das Land hat mit Sinopharm Verträge über Herstellung und Vertrieb des Impfstoffs abgeschlossen. Auch der Emir von Dubai, Scheich Mohammed bin Raschid Al Maktum, erklärte am Dienstag auf Twitter, er sei gegen Corona geimpft worden. (dpa)

Kapazitäten am Limit: Ärzte können Corona-Test trotz Erkältungssymptomen verweigern

Das Robert Koch-Institut (RKI) hat auf die Grenzen der Corona-Testmöglichkeiten in Deutschland hingewiesen. Je höher die Fallzahlen seien, desto schwieriger werde es, alle Menschen mit Erkältungssymptomen zu testen, sagte RKI-Vizechef Lars Schaade am Dienstag in Berlin. Nötig wären dann mehr als drei Millionen Tests pro Woche - dies sei weder nötig noch erforderlich. Deshalb habe das RKI die Empfehlungen an Ärzte hinsichtlich der Testkriterien angepasst, sagte Schaade. Faktoren seien etwa die Symptome, die Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe und die Wahrscheinlichkeit, dem Coronavirus ausgesetzt gewesen zu sein.

Über die Lage in der Pandemie sagte Schaade: "Wir sind noch mitten im Marathon." Er appellierte an die Bürger, die Verhaltensregeln einzuhalten. Nähme die Fallzahl weiter so schnell zu wie zuletzt - mit einer Verdoppelung innerhalb von zehn Tagen -, gäbe es nach seinen Worten 400 000 Fälle pro Tag bis Weihnachten.

Angesichts stark steigender Infektionszahlen hatten Labore zuvor vor einer Überlastung beim Auswerten von Corona-Tests gewarnt. Die Testkapazitäten seien bundesweit erstmalig zu 100 Prozent ausgereizt, teilte der Verband der Akkreditierten Labore in der Medizin am Dienstag auf Basis von Daten aus 162 Laboren mit. In der vergangenen Woche wurden demnach insgesamt 1,4 Millionen PCR-Tests gemacht. (dpa)

Brandenburgs Regierungschef Woidke mit Corona infiziert 

Brandenburgs Regierungschef Dietmar Woidke (SPD) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Aufgrund erster Erkältungserscheinungen am Sonntag habe der 59-Jährige bereits keine Diensttermine mehr wahrgenommen, teilte ein Regierungssprecher am Dienstag mit. Nun würden Kontaktpersonen identifiziert, die sich je nach Kontaktsituation in häusliche Quarantäne begeben würden.

Lesen Sie hier auch:  Flughafenchef Lütke Daldrup und Verkehrsminister Scheuer in Quarantäne >>>

Woidke habe alle Mitarbeiter der Staatskanzlei bereits am Dienstagmorgen über das Testergebnis informiert. "Mir geht es den Umständen entsprechend gut", schrieb Woidke in einer E-Mail an seine Mitarbeiter. Der Ministerpräsident leidet nach eigenen Angaben nur unter "leichten Erkältungssymptomen".

Vor zwei Wochen war Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) positiv auf das Virus getestet worden. Wenige Tage darauf wurde auch Entwicklungsstaatssekretär Martin Jäger positiv getestet. Beide Politiker entwickelten nach derzeitigem Kenntnisstand lediglich Erkältungssymptome.

Dietmar Woidke
Foto: imago images/Jürgen Heinrich

6 Tote an einem Tag: Zahl der Corona-Todesfälle steigt in Brandenburg

In Brandenburg nimmt die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion wieder zu. Von Montag auf Dienstag zählte das Gesundheitsministerium sechs weitere gestorbene Patienten. Am Montag war ein Todesfall hinzugekommen, am Sonntag keiner, während am Samstag sieben Sterbefälle registriert wurden. Die Meldungen können am Wochenende verzögert eintreffen.

Die Zahl neuer Infektionen stieg zum Dienstag auf 229, nach 162 am Tag zuvor. Die meisten zusätzlichen Fälle - nämlich 48 - kamen im Kreis Elbe-Elster hinzu. Dieser Kreis weist mit 161,1 die höchste Zahl neuer Infektionen je 100 000 Einwohner in einer Woche auf, gefolgt vom Kreis Spree-Neiße mit 136,3. Im Krankenhaus werden landesweit 258 Corona-Patienten behandelt, 34 mehr als am Vortag. (dpa)

Mehr als 15.000 Coronavirus-Neuinfektionen, 131 Tote in Deutschland

In Deutschland hat das Robert Koch-Institut (RKI) mehr als 15.000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages verzeichnet. Wie das RKI am Dienstagmorgen unter Berufung auf Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden 15.352 neue Ansteckungsfälle erfasst. Insgesamt wurden damit seit dem Beginn der Pandemie in Deutschland 560.379 Infektionsfälle registriert.

Die am Dienstag gemeldete Zahl der Neuinfektionen liegt deutlich unter den Spitzenwerten der vergangenen Woche. Am Samstag hatte das RKI den Rekordwert von 19.059 Neuinfektionen binnen eines Tages registrierten Neuinfektionen bekanntgegeben. Das war die höchste Zahl in Deutschland seit Beginn der Pandemie. Die Zahl der mit dem Coronavirus in Zusammenhang stehenden Todesfälle in Deutschland stieg laut den Angaben des RKI vom Dienstag auf 10.661 - das waren 131 mehr als am Vortag. Die Zahl der Genesenen lag den Angaben zufolge bei etwa 371.500. (AFP)

+++ 2. November +++

Ganz Brandenburg ist nun Corona-Risikogebiet

Alle 14 Landkreise und vier kreisfreien Städte in Brandenburg sind nun Corona-Risikogebiet. Als letzter Kreis übersprang der Kreis Märkisch-Oderland mit einem Inzidenzwert von 61,8 neuen Ansteckungen je 100.000 Einwohner binnen einer Woche die Marke von 50, wie aus Zahlen des Gesundheitsministeriums vom Montag hervorgeht.

Landesweit kamen von Sonntag auf Montag 162 neue Infektionen hinzu; von Samstag auf Sonntag wurden 280 neue Fälle gezählt. Wegen des Wochenendes können die Meldungen der Kommunen zeitverzögert sein - so wurden aus sechs Kreisen am Montag keine neuen Fälle gemeldet.

Im Krankenhaus werden den Angaben zufolge derzeit 224 Patienten wegen einer Covid-19-Erkrankung behandelt, 26 müssen künstlich beatmet werden. Seit März wurden in Brandenburg 8890 Corona-Fälle erfasst, 207 Patienten starben im Zusammenhang mit einer Corona-Erkrankung.

Seit diesem Montag gelten schärfere Regeln für das öffentliche Leben: So sind Gaststätten, Kinos, Theater und Museen geschlossen; draußen dürfen höchstens zehn Menschen aus zwei Hausständen zusammenkommen. Hotels und Pensionen dürfen keine Touristen beherbergen. Schulen und Kitas sind offen, die Maskenpflicht gilt in der gymnasialen Oberstufe und an Oberstufenzentren auch im Unterricht. Bund und Länder hatten zuvor schärfere Beschränkungen vereinbart, die zunächst bis Ende November gelten sollen.

Belgien macht dicht: Lockdown in Kraft getreten

In Belgien sind wegen der dramatisch gestiegenen Corona-Fallzahlen am Montag neue Maßnahmen in Kraft getreten. Alle Geschäfte, die nicht unbedingt notwendige Waren verkaufen, müssen geschlossen bleiben. Lediglich die Abholung und Hauslieferung vorbestellter Waren ist noch möglich. Um faire Wettbewerbsbedingungen zu gewährleisten, dürfen auch in Supermärkten nur noch Waren des täglichen Bedarf angeboten werden.

Die Schließung von Kneipen, Restaurants und Cafés sowie nächtliche Ausgangssperren waren bereits Mitte Oktober beschlossen worden. Zudem gilt seitdem die Regel, dass die Bürger außerhalb des eigenen Haushalts nur noch zu einer anderer Person engeren Kontakt pflegen dürfen. Ausgenommen sind nur Alleinstehende, die zwei sogenannte «Kuschelkontakte» haben dürfen.

Die Maßnahmen sollen nach Angaben der Regierung für einen Zeitraum von eineinhalb Monaten bis einschließlich Sonntag, den 13. Dezember, gelten. Die Notwendigkeit der Geschäftsschließungen wird allerdings am 1. Dezember noch einmal geprüft.

An den Schulen werden die derzeitigen Herbstferien mindestens bis Mitte November verlängert. Die Hochschulen sollen bis mindestens 1. Dezember nur per Fernunterricht unterrichten.

Belgien zählt zu den am schwersten von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern Europas. Die Behörden des Elf-Millionen-Einwohner-Landes meldeten zuletzt im Sieben-Tages-Schnitt knapp 15 600 registrierte Fälle pro Tag. Pro 100 000 Einwohner wurden nach EU-Vergleichszahlen in den vergangenen 14 Tagen rund 1700 Infektionen gemeldet, in Deutschland waren es zum Beispiel nur 206. (dpa)

Kanzleramtsminister: Nicht wahrscheinlich, dass wir in zwei Wochen lockern 

Kanzleramtsminister Helge Braun hat wenig Hoffnung, dass schon in kurzer Zeit wieder Maßnahmen des ab diesem Montag geltenden Teil-Lockdowns zurückgenommen werden können. "Ich halte es nicht für wahrscheinlich, dass wir in zwei Wochen schon Maßnahmen lockern können", sagte der CDU-Politiker am Sonntagabend in der ARD-Sendung "Anne Will". Doch gehe er insgesamt fest davon aus, "dass sich das Infektionsgeschehen mit den Maßnahmen, die wir jetzt beschlossen haben, wirklich deutlich bremst". Der Gesamterfolg hänge aber vom Willen jedes Einzelnen ab. Den Geist, der im März geherrscht habe, brauche man auch in diesem Winter wieder. (dpa)

12 097 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 12 097 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 8685 gelegen. (dpa)

Spahn will 290 Millionen Masken an Pflegeheime schicken 

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will laut einem Medienbericht 290 Millionen Masken aus Bundesbeständen an Pflegeheime und ambulante Pflegedienste schicken. Die Einrichtungen sollen demnach jeweils 1000 hochwertige FFP2-Masken und 2000 einfache OP-Masken erhalten, berichten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montag). Die Masken seien in der ersten Phase der Pandemie angeschafft worden.

"Die erfolgreichen Beschaffungsanstrengungen eröffnen Spielräume, die ich nutzen möchte, um Pflegeeinrichtungen gezielt und zusätzlich bei der Versorgung mit Schutzmasken zu unterstützen", zitieren die Zeitungen aus einem Brief von Spahn an die Pflegeeinrichtungen. Allerdings machte Spahn klar, dass sich die Heime und Dienste daneben weiterhin frühzeitig und vorausschauend um die Beschaffung kümmern müssten. (dpa)

+++ 1. November +++

Corona-Beschränkungen im November kosten rund 600.000 Jobs

Die ab Montag geltenden neuen Corona-Maßnahmen werden nach Berechnungen des Institut der Deutschen Wirtschaft (IW) in Köln dramatische Folgen für Wirtschaft und Arbeitsplätze haben. „Der Lockdown light bis Ende November, den wir jetzt haben, wird das BIP voraussichtlich um einen Prozentpunkt senken“, sagte IW-Direktor Michael Hüther der „Bild am Sonntag“.
Demnach würden dieses Jahr dadurch rund 591.000 Menschen ihren Job verlieren. Im nächsten Jahr sind es laut Hüther noch einmal 15.000 Menschen - „vorausgesetzt, der Lockdown geht wie angekündigt zu Ende.“

Der ab Montag geltende einmonatige Lockdown wird die deutsche rund 19,3 Milliarden Euro kosten. Diesen Wert ermittelte jedenfalls das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) für die „Welt am Sonntag“. Mit Einbußen von 5,8 Milliarden Euro sind demnach Gastronomie und Hotels am härtesten betroffen. Das wäre ein Verlust von 55 Prozent der üblichen Wirtschaftsleistung in einem Vierteljahr. Die Bereiche Sport, Kultur und Unterhaltung müssen ein Minus von 2,1 Milliarden Euro verkraften, der Handel von 1,3 Milliarden Euro. Die deutsche Industrie muss dem DIW zufolge mit einem Minus von 5,2 Milliarden Euro rechnen. Ein Großteil der übrigen Summe entfällt auf Unternehmensdienstleister, Logistikunternehmen und auch Kinobetreiber. (dpa)

Ganz Nordrhein-Westfalen ist Corona-Risikogebiet

Ganz Nordrhein-Westfalen ist laut Robert Koch-Institut (RKI) nun als Corona-Risikogebiet eingestuft. Wie der RKI-Website am Sonntagmorgen zu entnehmen war, überschritt Soest die Schwelle von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner in einer Woche. Damit ist Deutschlands bevölkerungsreichstes Bundesland auf der Landkarte nun komplett rot oder hellrot markiert.

Besonders angespannt bleibt die Situation der Statistik zufolge beispielsweise in Solingen im Bergischen Land mit einem Wert von 206. Zuvor hatte es bereits im benachbarten Remscheid besonders viele Corona-Fälle gegeben. Hohe Werte wurden zuletzt auch für Duisburg und Herne angegeben.

Australien meldet erstmals seit Monaten keine Corona-Neuinfektionen

Zum ersten Mal seit fast fünf Monaten hat Australien keine Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet. Wie Gesundheitsminister Greg Hunt am Sonntag mitteilte, wurden zwischen Freitag- und Samstagabend keine Neuansteckungen gemeldet. Hunt bedankte sich im Onlinedienst Twitter bei den "fantastischen" Mitarbeitern im Gesundheitswesen und bei allen Australiern.

Wegen der Corona-Pandemie galten in Australien extrem strenge Auflagen. Zuletzt hatte es am 9. Juni einen Tag ohne Neuinfektionen gegeben. Danach hatte es eine zweite Ansteckungswelle gegeben, von der der Bundesstaat Victoria mit seiner Hauptstadt Melbourne am schwersten betroffen war. Monatelang galten dort strenge Ausgangsbeschränkungen und eine nächtliche Ausgangssperre.

Der Lockdown für die fünf Millionen Einwohner von Melbourne wurde erst am Mittwoch aufgehoben. Restaurants, Bars und Geschäfte durften wieder öffnen. (AFP)

+++ 31. Oktober +++ 

Robert Koch-Institut meldet erstmals mehr als 19.000 neue Corona-Fälle

Binnen eines Tages sind in Deutschland 19.059 Menschen neu positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts (RKI) veröffentlichte Zahl ist die bislang höchste seit Ausbruch des Virus.

Ende September hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) gewarnt, dass es zu Weihnachten 19.200 Neuinfektionen am Tag geben könnte. Nun ist die Zahl deutlich früher erreicht.   

Am Freitag waren es 18.681 neue Fälle gewesen. Die Werte sind allerdings nur begrenzt mit denen vom Frühjahr vergleichbar, da damals weitaus weniger Tests gemacht wurden.

Die Gesamtzahl der Positiv-Tests beläuft sich mittlerweile auf 518.753. 103 weitere Menschen starben, die positiv getestet wurden, nachdem es am Freitag 77 gewesen waren. Die Gesamtzahl der Todesfälle liegt inzwischen bei 10.452.

Ab Montag sollen wegen der stark steigenden Infektionszahlen für den ganzen Monat November die einschneidendsten Maßnahmen seit dem großen Stillstand im Frühjahr greifen.

Touristen müssen Bayern bis Montag verlassen

Touristen müssen Hotels in Bayern spätestens am Vormittag des 2. November verlassen. Touristische Übernachtungen seien von dem Tag an nicht mehr gestattet, sagte ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums am Samstag. „Übernachtungsgäste dürfen aus Kulanz auch noch im Laufe des Vormittags des 2. Novembers abreisen, obwohl die Verordnung eigentlich schon ab Mitternacht gilt.“

Auch Erdogans Sprecher infiziert

Der Sprecher des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan, Ibrahim Kalin, hat sich mit dem Coronavirus angesteckt. Auf Twitter schrieb Kalin, ihm gehe es "Gott sei Dank" momentan ganz gut. Er habe nur milde Symptome. Zuvor hatte auch Innenminister Suleyman Soylu mitgeteilt, er sei positiv getestet worden, ebenso wie seine Frau und Tochter. Die Türkei mit ihren etwa 83 Millionen Einwohnern hat seit Beginn der Pandemie nach offiziellen Zahlen rund 373.000 Infektionsfälle und 10.177 Todesfälle im Zusammenhang mit dem Coronavirus verzeichnet. Seit der Lockerung der Corona-Regeln von Juni an sind die Fallzahlen in den vergangenen Wochen wieder gestiegen.

Kanzlerin sagt Betrieben Hilfe zu

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat der Wirtschaft weitere Unterstützung in der Corona-Krise zugesichert. „Wir lassen Unternehmen und Betriebe, die durch die aktuelle Krise unverschuldet in Schwierigkeiten gekommen sind, nicht allein“, sagte sie in ihrem wöchentlichen Video-Podcast, der am Samstag veröffentlicht wurde. „Wir wollen schnell und unbürokratisch helfen.“ Am Mittwoch werde sie mit den Spitzenverbänden der Arbeitgeber und der Industrie beraten, wie die Auswirkungen der Krise weiter abgefedert werden könnten. (dpa)

Österreich ab Dienstag im Teil-Lockdown

Österreich schränkt zur Bekämpfung der Corona-Pandemie große Teile des öffentlichen Lebens für vier Wochen ein. «Ab Dienstag, dem 3. November 0 Uhr bis Ende November wird es zu einem zweiten Lockdown in Österreich kommen», sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) am Samstag in Wien. Ab Dienstag gelten landesweit Ausgangsbeschränkungen zwischen 20 und 6 Uhr. In der Zeit ist das Verlassen des privaten Wohnbereichs nur aus bestimmten Gründen erlaubt.

Kultur- und Freizeiteinrichtungen müssen schließen, mit Ausnahme von Beerdigungen finden keine Veranstaltungen mehr statt. Auch das Hotel- und Gastgewerbe schließen, nur Takeaway und Lieferung sind erlaubt. Spitzensport findet ohne Publikum statt, Sport ist nur im Freien ohne Körperkontakt erlaubt. Handel, Schulen und auch Dienstleister wie Friseure bleiben zunächst unter Auflagen offen. (dpa)

Krawalle bei Demos gegen Corona-Maßnahmen

In mehreren spanischen Städten hat es in der Nacht zu Samstag gewalttätige Demonstrationen gegen neue Corona-Beschränkungen gegeben. Medien zufolge wurden bei Unruhen vor allem in Barcelona, aber auch in Bilbao, Burgos, Santander und Valencia insgesamt 29 Polizisten und 7 Demonstranten leicht verletzt sowie 32 Menschen festgenommen. Im Zentrum Barcelonas lieferten sich nach einer friedlichen Demonstration mehrere Hundert Menschen und die Polizei bis spät in die Nacht Straßenschlachten, wie die Zeitung «La Vanguardia» und das staatliche Fernsehen RTVE berichteten. Die Polizei machte vor allem Rechtsextreme für die Gewalt in der Touristenmetropole verantwortlich. (dpa)

Wieder US-Tagesrekord: Fast 100 000 Corona-Neuinfektionen

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen eines Tages hat in den USA mit fast 100 000 kurz vor der Präsidentenwahl einen neuen Höchststand erreicht. Am Freitag wurden 99 321 Fälle verzeichnet, wie aus Daten der Johns-Hopkins-Universität (JHU) hervorgeht. Das sind fast 11 000 mehr als noch am Vortag.

Insgesamt wurden nach JHU-Angaben in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 9,05 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 229 700 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Die Zahl der neuen Corona-Fälle an einem Tag hatte in der vergangenen Woche in den USA erstmals seit Beginn der Pandemie die Marke von 80 000 überschritten. Die Johns-Hopkins-Webseite wird regelmäßig mit eingehenden Daten aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO). In manchen Fällen wurden die Zahlen aber auch wieder nach unten korrigiert.

Am nächsten Dienstag wird in den USA gewählt. In regulären Umfragen liegt der demokratische Herausforderer Joe Biden vielfach vorn - auch wegen der Unzufriedenheit mit Präsident Donald Trumps Umgang mit der Corona-Krise. Dieser behauptet, durch sein Krisenmanagement womöglich Millionen Tote verhindert zu haben. Biden wirft Trump dagegen Versagen vor und beschuldigt ihn, für den Tod Zehntausender US-Bürger verantwortlich zu sein.

+++ 30. Oktober +++

Touristen müssen Brandenburger Hotels bis Mittwoch verlassen

Touristen, die sich in Brandenburger Hotels aufhalten, müssen bis kommenden Mittwoch abreisen. Das teilte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) am Freitag nach der Sondersitzung des Kabinetts zu dem am Montag beginnenden Teil-Lockdown wegen der Corona-Pandemie mit. Es werde bis Ende November untersagt, Gäste zu touristischen Zwecken zu beherbergen. (dpa)

Polen mit 21.629 Corona-Neuinfektionen - neuer Höchststand

Die Anzahl der registrierten Neuinfektionen mit dem Coronavirus hat in Polen den vierten Tag in Folge einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium in Warschau vermeldete am Freitag 21 629 positive Tests innerhalb von 24 Stunden. Am stärksten betroffen war die Region um die Hauptstadt Warschau mit mehr als 3400 neuen Fällen. Im gleichen Zeitraum starben 202 Menschen im Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 20 156 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5351 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft. (dpa)

Corona-Hotspot Bergamo steht besser da als im Frühjahr - wenige Neuinfektionen

Bergamo bleibt auch in der zweiten Corona-Welle etwas Besonderes: Im Frühjahr war das Gebiet um die norditalienische Stadt eine der am schlimmsten von dem Virus betroffenen Zonen. Die Bilder der Militärlastwagen mit Särgen gingen um die Welt. Aktuell scheinen die Menschen dort besser durch die zweite Corona-Welle zu kommen als in vielen anderen Teilen Italiens. Obwohl die Region Lombardei, zu der Bergamo gehört, erneut an der Spitze bei den Zahlen der Neuinfektionen mit Sars-CoV-2 in Italien steht, ist die Lage in Bergamos Krankenhäusern eher entspannt.

"In der Provinz hat sich so etwas wie eine weit verbreitete Immunität entwickelt", sagte Fabio Pezzoli, für Gesundheit zuständiger Direktor im Hospital Papa Giovanni XXIII, der Zeitung "La Repubblica" vom Freitag. Dagegen sieht die Lage in der rund 50 Kilometer entfernten Metropole Mailand dramatischer aus. Am Donnerstag meldete die Provinz Bergamo 135 Neuinfektionen in 24 Stunden, verglichen mit mehr als 3200 in der Provinz Mailand. Bezogen auf die Bevölkerungsgröße bedeute das achtmal so viel Fälle dort wie in Bergamo, sagte Bergamos Bürgermeister Giorgio Gori im Fernsehen der Rai. (dpa)

Fast ganz Österreich und Italien als Risikogebiete eingestuft

Die Bundesregierung hat Österreich bis auf zwei kleine Exklaven und fast ganz Italien wegen dramatisch steigender Infektionszahlen ab diesem Sonntag zu Corona-Risikogebieten erklärt.

Mit Kroatien, Slowenien, Ungarn, Bulgarien und Zypern werden zudem fünf EU-Länder komplett auf die Risikoliste gesetzt, wie das Robert Koch-Institut am Freitag auf seiner Internetseite mitteilte. Erstmals wurden auch Gebiete in Griechenland und Lettland als Risikogebiete eingestuft. Weitere Regionen kommen in Dänemark, Portugal, Schweden und Litauen hinzu. Auch die kleinen Staaten Monaco, San Marino und der Vatikan sind nun Risikogebiete.

In Österreich war bisher Kärnten als einziges Bundesland ausgenommen. Nun gibt es nur noch zwei Ausnahmeregelungen für das Kleinwalsertal und die Gemeinde Jungholz mit zusammen gut 5000 Einwohnern. Beide Exklaven sind auf der Straße nur von Deutschland aus erreichbar. In Italien ist nun Kalabrien im Süden des Landes die einzige Region, die aus deutscher Sicht kein Risikogebiet ist. (dpa)

Mehr als 90.000 Corona-Neuinfektionen in den USA - an einem Tag

Wenige Tage vor der Präsidentschaftswahl ist in den USA ein Rekordwert bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet worden. Wie die Johns-Hopkins-Universität in Baltimore am Donnerstag (Ortszeit) mitteilte, wurden binnen 24 Stunden 91.295 neue Ansteckungsfälle erfasst. Damit wurde zum ersten Mal die Schwelle von 90.000 Neuinfektionen binnen eines Tages überschritten.

Insgesamt haben sich damit seit Pandemiebeginn mehr als 8,9 Millionen Menschen in den USA mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Donnerstag um 1021 auf insgesamt mehr als 228.600. (AFP)

Neuer Höchstwert: 18.681 Corona-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen in Deutschland hat mit 18.681 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Dies geht aus Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Freitagmorgen hervor. Der bisherige Rekordwert vom Vortag lag bei 16.774 Fällen. Am Freitag vor einer Woche hatten die Gesundheitsämter dem RKI 11 242 Neuinfektionen gemeldet.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. (dpa)

Frankreich verhängt wieder Ausgangsbeschränkungen

Im Kampf gegen die Corona-Epidemie gelten in Frankreich weitreichende Ausgangsbeschränkungen. Die neuen Maßnahmen traten am Freitag (00.00 Uhr) in Kraft - sie sind zunächst bis zum 1. Dezember befristet.

Bürger dürfen sich nicht mehr ohne Weiteres frei bewegen. Menschen können zwar auf die Straße gehen, wenn sie arbeiten, wichtige Einkäufe erledigen, einen Arzt aufsuchen oder frische Luft schnappen wollen - müssen dafür dann aber eine Bescheinigung ausfüllen. Sport ist eine Stunde pro Tag in einem Umkreis von einem Kilometer vom Wohnort erlaubt. (dpa)

Heil will erleichterten Bezug von Hartz IV bis Ende 2021 verlängern 

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) will den vereinfachten Zugang zu Hartz IV-Leistungen in der Corona-Krise bis Ende des kommenden Jahres fortführen. Die leichtere Beantragung ist derzeit bis Ende 2020 befristet, doch das werde nicht ausreichen, sagte der SPD-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Freitag). "Die Regelung muss bis Ende des nächsten Jahres verlängert werden."

Der Minister erklärte, die Maßnahme richte sich besonders an viele Selbstständige, denen in der Pandemie der Verdienst komplett weggebrochen sei, sowie an Arbeitnehmer, die schon vor der Pandemie nicht gut verdient hätten und jetzt durch Kurzarbeit starke Einkommensausfälle hätten und ergänzende Grundsicherung brauchten. "Wir wollen diese Menschen nicht ab 1. Januar mit einer Vermögensprüfung behelligen oder mit der Frage, ob ihr Wohnraum womöglich zu groß ist."

Die Regierung hatte erst Anfang September den erleichterten Zugang zu Hartz IV bis Ende 2020 verlängert. Das Vermögen der Betroffenen wird damit weiter nur eingeschränkt von den Jobcentern überprüft. Tatsächliche Kosten für Unterkunft und Heizung werden anerkannt. Bei der Bewilligung vorläufiger Leistungen gibt es Vereinfachungen. (dpa)

+++ 29. Oktober +++

Unbekannte schlitzen Zelte von Duisburger Corona-Testzentrum auf

Unbekannte haben in Duisburg mehrere Zelte eines Corona-Testzentrums aufgeschlitzt. Es sei erheblicher Sachschaden entstanden, teilte die Ruhrgebietsstadt am Donnerstag mit. Die Stadtverwaltung werde Anzeige erstatten. Weitere Angaben machte die Stadt nicht.

Oberbürgermeister Sören Link (SPD) zeigte sich "wirklich sprachlos". "Die Zelte dienen dem Schutz des Personals und der Menschen, die getestet werden", erklärte er. "Das ist kein Kavaliersdelikt, sondern mutwillige und höchst ärgerliche Sachbeschädigung." (AFP)

Bayerns drittgrößte Stadt schon ab Freitag im Teil-Lockdown

Augsburg wird den für kommende Woche in Deutschland geplanten Teil-Lockdown vorzeitig umsetzen. In Bayerns drittgrößter Stadt werden die in dem Bund-Länder-Beschluss vom Mittwoch festgelegten Schutzmaßnahmen bereits ab diesem Freitagabend gelten. Der 2. November sei für Augsburg zu spät, sagte Oberbürgermeisterin Eva Weber (CSU) am Donnerstagnachmittag.

Zuvor hatte bereits Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) angekündigt, dass die 300 000-Einwohner-Stadt in Schwaben die Verschärfung der Corona-Vorschriften vorziehen werde. Auch die ähnlich stark betroffene oberbayerische Stadt Rosenheim geht wegen extrem hoher Corona-Infektionszahlen ab Freitag, 21.00 Uhr, in den Teil-Lockdown.

Die beiden Städte sowie die Landkreise Berchtesgadener Land und Rottal-Inn sind derzeit die am stärksten von Corona-Neuinfektionen betroffenen Kommunen im Freistaat. Nach dem Beschluss von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und der Ministerpräsidenten werden private Kontakte ab Montag bundesweit stark beschränkt, Restaurants und Freizeiteinrichtungen werden geschlossen und Veranstaltungen untersagt. (dpa)

Deutschland Dänemark beschränkt auch die Einreise aus Schleswig-Holstein

Dänemark weitet seine Reisebeschränkungen nun auch auf Schleswig-Holstein aus. Das ging am Donnerstagnachmittag aus dem wöchentlich aktualisierten Reisemaßgaben des dänischen Außenministeriums hervor. Die Maßnahme bedeutet, dass den Dänen ab Samstag auch von nicht notwendigen Reisen nach Schleswig-Holstein abgeraten wird. Einwohner Schleswig-Holsteins können weiter nach Dänemark einreisen, müssen dafür aber einen triftigen Einreisegrund oder einen negativen Corona-Test vorweisen, der nicht älter als 72 Stunden sein darf. Da die Arbeit als Einreisegrund gilt, werden Grenzpendler weiter ins Land gelassen.

Grund für den Schritt ist, dass Schleswig-Holsteins Zahl der Corona-Neuinfektionen den dänischen Grenzwert von 30 wöchentlichen Infektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen 14 Tagen überschritten hat. Dieser Wert liegt laut dänischen Angaben bei 31,1. Damit gilt nun ganz Deutschland als sogenanntes Quarantäneland. (dpa)

Intensivbetten in Bayern vor Engpässen - Söder kündigt Corona-Katastrophenfall an

Wegen der stark steigenden Corona-Infektionszahlen erwägt Bayern bald wieder die Ausrufung des Katastrophenfalls. In den nächsten Tagen könne dies notwendig werden, um auf die "dramatische Entwicklung" besser reagieren zu können, sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Donnerstag nach einer Sitzung des Kabinetts in München. In Bayern habe sich in den vergangenen neun Tagen die Belegung der Intensivbetten verdoppelt, in einigen Regionen drohten in den kommenden Tagen bereits Kapazitätsengpässe. Durch die Ausrufung des Katastrophenfalls könne das Land die Verteilung der Intensivpatienten besser koordinieren.

"Wir sind in einer sehr, sehr ernsten Situation", betonte Söder. Es müsse zur Eindämmung der Infektionen eine Reduzierung der Kontakte um 75 Prozent erreicht werden. Andernfalls drohe die Lage außer Kontrolle zu geraten, auch in Bayern. (dpa)

Schwesig will radikale Reisebeschränkungen: Familienbesuche einschränken

Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) hat sich für weitergehende Reisebeschränkungen innerhalb Deutschlands ausgesprochen, um die hohen Infektionszahlen mit dem Coronavirus zurückzudrängen. "Nach meiner tiefen Überzeugung ist es besser, für Gebiete mit hohen Inzidenzen Regeln zu haben", sagte Schwesig am Donnerstag in einer Regierungserklärung im Schweriner Landtag. Dabei sollten auch Familienbesuche einbezogen werden. Es gehe um Gebiete mit mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in sieben Tagen.

Schwesig und Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) waren vor einigen Wochen mit einem Vorstoß für Reisebeschränkungen aus Corona-Hochrisikogebieten gescheitert. Zudem wurde ein Beherbergungsverbot in Mecklenburg-Vorpommern für Menschen aus deutschen Risikogebieten vom Oberverwaltungsgericht in Greifswald gekippt. Laut Schwesig lebt inzwischen mehr als die Hälfte der Menschen in Deutschland in Gebieten mit einer Inzidenz von über 100. Bund und Länder beschlossen am Mittwoch ein Verbot touristischer Übernachtungen in Hotels. Das reicht aus Schwesigs Sicht nicht aus. (dpa)

Weitere Städte sagen Weihnachtsmärkte ab

Angesichts der Corona-Pandemie haben weitere Städte in Deutschland ihre Weihnachtsmärkte abgesagt. So fällt der übliche Budenzauber nun beispielsweise auch in Stuttgart und Koblenz aus. "Die Entscheidung ist uns nicht leichtgefallen, aber die aktuelle Infektionslage lässt das Beisammensein auf engem Raum nicht zu", teilte Stuttgarts Oberbürgermeister Fritz Kuhn (Grüne) am Donnerstag mit.

Alternativ sollen in der Stuttgarter Innenstadt verteilt einzelne Verkaufsstände "in beschränkter Zahl" zugelassen werden, wie ein Sprecher der Stadt mitteilte. Imbiss- und Getränkestände seien dabei nicht erlaubt, lediglich Buden mit weihnachtlichen Angeboten oder Süßwarenhändler, die Waren zum Mitnehmen anbieten. (dpa)

Spaniens Parlament debattiert über sechsmonatigen Corona-Notstand

Spaniens Gesundheitsminister Salvador Illa hat vor "sehr schweren Monaten" gewarnt. Man müsse "zum Wohle aller vereint handeln", sagte Illa am Donnerstag in Madrid zum Auftakt einer Parlamentsdebatte über eine umstrittene Verlängerung des Corona-Notstands um sechs Monate. Nach Medienberichten wird der Antrag der linken Minderheitsregierung trotz aller Kritik aus verschiedenen Sektoren mit rund 190 der insgesamt 350 Stimmen angenommen werden. Die Abstimmung wird nicht vor 19 Uhr erwartet.

Gegen die Verlängerung bis zum 9. Mai hatten sich neben der rechten Opposition auch Regionalparteien und Unternehmerverbände ausgesprochen. Ministerpräsident Pedro Sánchez habe aber kleinere Parteien mit Zugeständnissen überzeugt, berichteten die Zeitung "El País" und andere Medien übereinstimmend.

Sánchez hatte am Sonntag den sogenannten Alarmzustand - die dritthöchste Notstandsstufe - ausgerufen und fast im ganzen Land eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Nur die im Kampf gegen Corona zuletzt erfolgreichen Kanaren sind davon ausgenommen. Der Notstand gilt zunächst für zwei Wochen. Eine Verlängerung muss gemäß Verfassung vom Parlament in Madrid genehmigt werden. (dpa)

Mehr als 20 000 Corona-Neuinfektionen in Polen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 20.000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 20 156 neue Fälle hinzu, die meisten davon (rund 2633) in der Region Großpolen im Westen das Landes. Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Im gleichen Zeitraum starben 301 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 18 820 Fällen erst am Mittwoch erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 5149 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird von der Bundesregierung als Risikogebiet eingestuft. (dpa)

Neuer Teil-Lockdown könnte kurzfristig mehr als 100.000 Jobs kosten

Laut Experten der Bundesagentur für Arbeit (BA) könnten durch den neuen Teil-Lockdown in Deutschland zumindest kurzfristig über 100.000 Arbeitsplätze bedroht sein. Das teilte das Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) am Donnerstag in Nürnberg in einer aktuellen Lageeinschätzung mit.

Insgesamt habe sich die Situation am deutschen Arbeitsmarkt in den vergangenen Wochen verbessert, hieß es. Dieser bleibe auch weiterhin "relativ robust". Allerdings sei zu erwarten, dass die neuen Eindämmungsmaßnahmen wirtschaftliche Auswirkungen hätten und "in der Folge über 100.000 Jobs kurzfristig verloren gehen". Auch die Zahl der Kurzarbeiter werde erneut "deutlich steigen". (AFP)

Bundeswehr hat inzwischen 5000 Soldaten im Corona-Einsatz

Die Bundeswehr hat inzwischen etwa 5000 Soldaten zur Unterstützung von Ländern und Kommunen in der Corona-Pandemie im Einsatz. In den vergangenen beiden Wochen sei die Nachfrage rapide gestiegen, sagte Generalleutnant Martin Schelleis, Inspekteur der Streitkräftebasis und Nationaler Territorialer Befehlshaber, am Donnerstag beim Besuch in einem Altenheim im sächsischen Freital, wo mehrere Soldaten die Arbeit des Pflegepersonals unterstützen.

Die Streitkräfte sind demnach für weitere Aufgaben gerüstet. «Wir haben ein Kräftekontingent von 15.000 Soldatinnen und Soldaten seit Frühjahr in Bereitschaft», sagte Schelleis. «Wir sind eingerichtet auf weitere Nachfragen», sagte der General, in dessen Regie die Hilfseinsätze laufen. Es gebe noch eine ganze Reihe von Dingen, die die Bundeswehr machen könnte: «Aber wir werden ja nicht von uns aus aktiv, sondern wir stehen bereit, wenn wir angefordert werden.» (dpa)

Iran meldet erneut Höchstwert: 8300 Corona-Neuinfektionen, 399 Tote an einem Tag

Die Zahl der registrierten Corona-Neuinfektionen im Iran hat mit fast 8300 Fällen binnen eines Tages einen neuen Höchstwert erreicht. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Donnerstag gab es im gleichen Zeitraum 399 Corona-Tote. Damit liegt die Gesamtzahl der Corona-Toten im Land aktuell bei über 34 000, die der Infizierten bei fast 600 000, sagte Ministeriumssprecherin Sima Lari im Staatsfernsehen.

Nach Einschätzung von Gesundheitsexperten dürften die Fallzahlen jedoch mehr als doppelt so hoch sein wie amtlich angegeben. Sie verweisen darauf, dass es im Iran, der etwa so viele Einwohner wie Deutschland hat, noch zu wenige Testmöglichkeiten gebe. (dpa)

Lockdown für nordgriechische Städte Thessaloniki, Serres und Rodopi

Im Kampf gegen das Corona-Virus hat die griechische Regierung einen Lockdown für die Städte Thessaloniki, Serres und Rodopi im Norden Griechenlands angeordnet. Wie bereits beim Ausbruch der Pandemie im Frühjahr müsse Griechenland härter und schneller Maßnahmen ergreifen als andere Länder, um das Schlimmste zu verhindern und den Druck auf das Gesundheitssystem zu mindern, sagte Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis am Donnerstagmittag in Athen. Die Maßnahmen ähneln jenen in Deutschland; so sollen beispielsweise Kinder weiterhin zur Schule gehen, aber Versammlungen sind verboten und Restaurants müssen geschlossen bleiben.

Erstmals wurden diese Woche in Griechenland binnen 24 Stunden mehr als 1500 neue Corona-Fälle verzeichnet. Das Land mit seinen rund 11 Millionen Einwohnern zählt seit Ausbruch der Pandemie gut 34 000 Infektionsfälle und 603 Tote. Zum Vergleich: Das einwohnermäßig ähnlich große Bundesland Baden-Württemberg verzeichnet insgesamt rund 75 000 Infektionen und fast 2000 Todesfälle. (dpa)

Rekordwert: 341 neue Corona-Fälle in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus steigt in Brandenburg rasant: Innerhalb eines Tages seien 341 Neuinfektionen bestätigt worden teilte das Gesundheitsministerium am Donnerstag mit. Das ist der höchste Wert seit Beginn der Pandemie. Am Mittwoch waren es 238 Neuinfektionen und am Dienstag 193. Wie am Vortag gelten drei Städte und neun Landkreise mit mehr als 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner als Corona-Risikogebiete. Im Landkreis Elbe-Elster stieg der Wert dieser Sieben-Tage-Inzidenz auf den Höchstwert 112,0, gefolgt von Cottbus mit 99,3. Für ganz Brandenburg liegt dieser Wert bei 59,7.  Bislang starben in Brandenburg 197 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19, drei mehr als am Vortag. Die Zahl der aktuell Erkrankten stieg um 228 auf 2373. (dpa)

Intensivmediziner befürchten dramatische Lage in einigen Wochen

Mediziner befürchten in wenigen Wochen eine dramatische Lage auf Deutschlands Intensivstationen. «Es ist jetzt schon nachweislich schlimmer als im Frühjahr», sagt Uwe Janssens, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI). «In 14 Tagen haben wir die schweren Krankheitsfälle und unsere großen Zentren kommen unter Maximalbelastung.» Hauptproblem sei das Personal, das sich durch die stark steigenden Infektionszahlen deutlich häufiger anstecke als im März oder April. «Wir haben mehr Betten und mehr Beatmungsgeräte als zu Beginn der Pandemie. Aber wir haben nicht eine müde Maus mehr beim Personal», sagte Janssens.

Von den Infizierten müssten etwa fünf Prozent im Krankenhaus behandelt werden, zwei Prozent auf der Intensivstation, ergänzte Stefan Kluge, Leiter der Intensivmedizin am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf. Über 70-Jährige hätten ein Todesrisiko von über 50 Prozent. Ein Blick auf die derzeit nur langsam steigende Zahl der Todesopfer tauge nicht zur Einschätzung der aktuellen Lage. «Wir müssen auf die Zahl der Intensivpatienten gucken. Dann wissen wir, wohin die Reise geht», sagte Kluge. (dpa)

Virologe: Umfassende Corona-Impfung wird bis 2022 dauern

Der Vorsitzende der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut geht davon aus, dass eine Impfung der gesamten Bevölkerung gegen das Coronavirus auch bei schneller Entwicklung eines Impfstoffs Ende 2021 noch nicht abgeschlossen sein wird. "Es wird längere Zeit dauern, bis wir durch die Impfung eine spürbare Veränderung des Infektionsgeschehens sehen werden, dass wir sagen können, jetzt kann wieder Ruhe einkehren", sagte der Virologe Thomas Mertens den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag). Wenn man etwa pro Tag 100.000 Menschen impfen würde, brauche man 150 Tage, um 15 Millionen Menschen zu impfen. Dieses Tempo wäre nach Mertens Ansicht bereits eine Herausforderung.

Mertens rechnet zudem damit, dass es angesichts eines zunächst knappen Impfstoffs Konflikte über die gerechte Verteilung geben wird. "Es kann auch sein, dass einzelne, die nicht gleich zum Zuge kommen, dagegen klagen werden." Laut Bundesgesundheitsministerium sollen zunächst sogenannte "vulnerable" Gruppen geimpft werden, also Personen mit hohem Gesundheitsrisiko. Mertens kündigte an, dass die ethischen Rahmenbedingungen für die Impfstoffverteilung Anfang nächster Woche veröffentlicht werden sollen. Die Beratungen der Ständigen Impfkommission, des Deutschen Ethikrats und der Leopoldina würden Ende dieser Woche abgeschlossen. (dpa)

Spahn verteidigt Corona-Maßnahmen - Erkrankung mache "demütig"

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn hat durch seine eigene Corona-Erkrankung einen anderen Blick auf die Pandemie gewonnen. Die Erfahrung habe ihn "demütig" gemacht, sagte der CDU-Politiker am Donnerstagmorgen in einem Telefon-Interview im WDR. Spahn stellte sich dort für eine halbe Stunde den Fragen der Zuhörer. Es gehe ihm selbst gut, er habe nur leichte Erkältungssymptome. Die Arbeit seines Gesundheitsamtes vor Ort habe er als professionell und unaufgeregt empfunden, sagte der Minister. Spahn ist derzeit in häuslicher Quarantäne.

Der Minister verteidigte die vom Bund und den Ländern bis Ende November vereinbarten harten Maßnahmen gegen die Pandemie. Das sei eine schwere Zeit für die Betroffenen, aber Kontakte müssten unbedingt verringert werden. Die Infektionszahlen stiegen gerade bei den Älteren wieder rasant. "Ich will nicht warten, bis die Intensivstationen überfüllt sind", sagte er. "Wenn sie überfüllt sind, ist es zu spät." (dpa)

Corona-Krise: Wieder gewaltsame Proteste in Italien

In Italien ist es am Mittwochabend in mehreren Städten zu neuen Protesten gegen die verschärften Corona-Bestimmungen der gekommen. In der norditalienischen Stadt Verona gingen nach Angaben der Nachrichtenagentur Ansa rund 500 Menschen vornehmlich aus dem rechtsradikalen Spektrum auf die Straße. Sie warfen mit Glas und kippten vor Lokalen Tische und Stühle um. Die Polizei habe Tränengas eingesetzt. Ebenfalls am Mittwochabend wurde ein Mitarbeiter eines italienischen TV-Senders bei gewalttätigen Protesten in Palermo auf Sizilien verletzt, wie Ansa berichtete. Dort sei es nach einer Demonstration von Lokalbesitzern gegen die Beschränkung ihrer Öffnungszeiten zu Flaschenwürfen und dem Abschießen von Feuerwerkskörpern gekommen. Auch andernorts gab es vereinzelt Kundgebungen. Die Polizei habe von einigen Beteiligten die Personalien aufgenommen. (dpa)

FDP will Anti-Corona-Maßnahmen nicht ohne weiter Debatte mittragen

Die FDP will die neuen Anti-Corona-Maßnahmen in Deutschland nicht ohne weitere Diskussion mittragen. Die Ministerpräsidenten hätten zum Teil unabgestimmt gehandelt, sagte ihr Parlamentarischer Geschäftsführer im Bundestag, Marco Buschmann, am Donnerstag im ARD-"Morgenmagazin". "Wir werden das jetzt nacharbeiten müssen." Buschmann wandte sich dagegen, "das ganze Land über einen Kamm zu scheren". Bereits am Abend nach den Beschlüssen von Bund und Ländern sowie in der Nacht hätten "sehr harte Gespräche" stattgefunden. Nun sei die Frage, "wie diese Dinge im Landesrecht umgesetzt werden". Buschmann kündigte an, die FDP sei bemüht, "dort, wo wir mitregieren, die Parlamente stärker einzubeziehen". Dabei handelt es sich um Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein und Rheinland-Pfalz. (dpa)

Zahl der Corona-Infektionen in Indien steigt auf mehr als 8 Millionen

In Indien - dem Land mit den absolut gesehen meisten Corona-Fällen nach den USA - ist die Zahl der bekannten Infektionen auf mehr als acht Millionen gestiegen. In den vergangenen 24 Stunden kamen knapp 50.000 erfasste Neuinfektionen dazu, wie Zahlen des indischen Gesundheitsministeriums vom Donnerstag zeigen. Gleichzeitig nehmen die täglich erfassten Corona-Fälle in der größten Demokratie der Welt seit Wochen tendenziell ab, während sie Europa zunehmen. Auch die Todesrate in dem 1,3-Milliarden-Einwohner-Land ist auf die Bevölkerung gerechnet niedriger als in vielen anderen Ländern. Das könnte mit der relativ jungen Bevölkerung Indiens zusammenhängen. Allerdings ist hierbei auch zu beachten, dass in Indien viele Tote nie erfasst werden und die Testrate relativ gering ist. (dpa)

16.774 Neuinfektionen und 89 weitere Todesfälle

In Deutschland sind nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages mehr als 16.000 neue Coronavirus-Infektionsfälle gemeldet worden. Wie das RKI am Donnerstagmorgen unter Berufung auf die Angaben der Gesundheitsämter mitteilte, wurden am Mittwoch insgesamt 16.774 neue Fälle registriert, nach 14.964 neuen Fällen am Vortag.

Die Zahl der insgesamt seit Beginn der Pandemie in Deutschland registrierten Infektionsfälle stieg demnach auf 481.013, die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus im Zusammenhang stehenden Todesfälle auf 10.272 - 89 mehr als am Vortag.  (AFP)

+++ 28. Oktober +++

Rekord bei Corona-Neuinfektionen: RKI meldet 14 964 Fälle 

In Deutschland sind nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Mittwoch binnen 24 Stunden 14 964 neue Corona-Fälle verzeichnet worden. Das ist ein Höchstwert seit Beginn der Pandemie.

+++ 27. Oktober +++

Oberverwaltungsgericht in Sachsen-Anhalt kippt Beherbergungsverbot

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Magdeburg hat das Beherbergungsverbot in Sachsen-Anhalt für Touristen aus Corona-Risikogebieten gekippt. Mit seinem Beschluss vom Dienstag setzte das oberste Verwaltungsgericht das Verbot vorläufig außer Vollzug und gab damit dem Antrag eines Betreibers von Ferienwohnungen in Naumburg statt. (3 R 205/20)

Nach Auffassung des dritten OVG-Senats ist das Beherbergungsverbot rechtswidrig und verletzt den Antragsteller in seinem Grundrecht auf Berufsausübungsfreiheit. Dieser Eingriff genüge voraussichtlich nicht dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit, heißt es in der Begründung.

Das touristische Beherbergungsverbot sei womöglich zwar effektiver als andere, mildere Maßnahmen wie Hygienevorschriften. Die Regelung stehe jedoch "in keinem angemessenen Verhältnis zu dem hiermit verbundenen Eingriff in die Berufsausübungsfreiheit", urteilte das Gericht. (AFP)

Schleswig-Holstein kündigt eiserne Kontaktbeschränkungen an: maximal 10 Personen

Angesichts der rasant steigenden Corona-Zahlen will Schleswig-Holstein generell harte Kontaktbeschränkungen ergreifen. Die Zahl 10 werde die Obergrenze für alle Bereiche auch im Freien in den nächsten drei Wochen sein, sagte Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) am Dienstag in Kiel. Dies gelte auch für den Sport, so dass maximal 10 Personen in getrennten Kohorten noch trainieren dürfen. Der Spielbetrieb im Amateurfußball müsse pausieren. Diese Maßnahmen sollen am Freitag in einer Landesverordnung beschlossen werden.

Die Kontaktbeschränkungen würden unabhängig von den Ergebnissen gelten, die am Mittwoch bei der Video-Schalte der Ministerpräsidenten mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen werden, betonte Günther. Zugleich kündigte er an, dass die Maskenpflicht im Schulunterricht ab Klasse 5 um drei Wochen verlängert wird. Sie war nach den Herbstferien am 19. Oktober in Schleswig-Holstein zunächst für 14 Tage eingeführt werden.

Zudem wird die Maskenpflicht auch auf die Grundschulen, also die Klassen 1 bis 4 ausgeweitet. Dies gelte aber nur in Regionen, in denen der Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen überschritten werde, erläuterte der Regierungschef. In Schleswig-Holstein sollen Veranstaltungen in den nächsten drei Wochen maximal mit 100 Personen stattfinden dürfen. (dpa)

Brandenburg: Mehr Risikogebiete und wachsende Zahl von Corona-Fällen

In Brandenburg steigt die Zahl der Corona-Risikogebiete. Das Gesundheitsministerium berichtete am Dienstag von mittlerweile zehn Landkreisen, am Montag waren es acht. Als Risikogebiete gelten Gegenden, in denen die Zahl der Neuinfektionen je 100.000 Einwohner binnen sieben Tagen den kritischen Wert von 50 übersteigt.

Hinzugekommen sind die Kreise Potsdam-Mittelmark (52,2) und Dahme-Spreewald (58). Die kreisfreie Stadt Cottbus verzeichnet laut Ministerium einen Wert von 91,3. Es folgen die Landkreise Spree-Neiße (83,5), Oberspreewald-Lausitz (78,6), Elbe-Elster (68,7) und die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel (63,7). Über dem kritischen Wert von 50 liegen auch die Landkreise Prignitz (59,1), Havelland (54) und Teltow-Fläming (51,8). Dies trifft mittlerweile erstmals ebenso für ganz Brandenburg (51,9) zu.

In den betroffenen Regionen gelten ab einem Wert von 50 bei der sogenannten 7-Tage-Inzidenz besonders starke Begrenzungen bei Veranstaltungen und privaten Feiern. Veranstaltungen im Freien sind auf maximal 150 Teilnehmer begrenzt, im Innenbereich gilt eine Höchstgrenze von 100 Menschen. Zudem sind Kontakte im öffentlichen Raum auf maximal zehn Personen oder einen Hausstand beschränkt. In Gaststätten gilt ein Abstandsgebot und eine Erfassung der Gästedaten. Ab 23.00 Uhr darf kein Alkohol mehr ausgeschenkt werden.

Die Zahl der gemeldeten Corona-Fälle wuchs innerhalb der vergangenen 24 Stunden wieder an. Nach 105 Neuinfektionen am Montag waren es am Dienstag 193. Allein in Potsdam und dem Kreis Potsdam-Mittelmark kamen jeweils 42 neue bestätigte Fälle hinzu. Die Landeshauptstadt gilt mit insgesamt 949 Ansteckungen als Corona-Schwerpunkt, gefolgt von Potsdam Mittelmark (871). (dpa)

Rekordzahl an neuen Corona-Infektionen und Todesfällen im Iran

Trotz einer im ganzen Land geltenden Maskenpflicht im Freien breitet sich das Coronavirus im Iran immer schneller aus. Innerhalb von 24 Stunden seien 6968 neue Infektionsfälle registriert worden und damit so viele wie nie zuvor, teilte am Dienstag das Gesundheitsministerium mit. Auch die Zahl der neu hinzugekommenen Todesfälle stieg mit 346 auf einen neuen Höchstwert.

Der Iran ist das von der Corona-Pandemie meistbetroffene Land im Nahen Osten. Insgesamt starben bereits mehr als 33.000 Menschen an Covid-19, mehr als 580.000 Menschen infizierten sich. Nach einem zwischenzeitlichen Rückgang der Ausbreitung ist das Coronavirus seit September wieder vehement auf dem Vormarsch. (AFP)

Mehr als 16.000 Corona-Neuinfektionen in Polen

In Polen hat die Zahl der täglichen Neuinfektionen mit dem Coronavirus erstmals die Marke von 16 000 überschritten. Innerhalb von 24 Stunden kamen 16 300 neue Fälle hinzu, die meisten davon in der Region um die Hauptstadt Warschau (3529). Das teilte das polnische Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Im gleichen Zeitraum starben 132 Menschen in Zusammenhang mit dem Virus.

Der bisherige Rekordwert war mit 13 632 Fällen am vergangenen Freitag erreicht worden. Seit Beginn der Pandemie gab es in Polen 4615 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Das Land hat rund 38 Millionen Einwohner. Polen wird vom Robert Koch-Institut als Risikogebiet eingestuft. Seit Samstag sind in dem Land alle Restaurants und Bars für einen Zeitraum von zwei Wochen geschlossen, Versammlungen mit mehr als fünf Personen sind verboten. (dpa)

Auch Russland verschärft Anti-Corona-Maßnahmen

Angesichts stark gestiegener Infektionszahlen verschärft auch Russland die Anti-Corona-Maßnahmen. Die zuständige Verbraucherschutzbehörde ordnete am Dienstag eine Maskenpflicht für belebte Straßen und Plätze, öffentliche Verkehrsmittel, Taxis und Aufzüge an. Darüber hinaus sollen auf Vorschlag der Behörde ab Mittwoch zwischen 23.00 Uhr und 6.00 Uhr keine öffentlichen Veranstaltungen stattfinden, Cafés und Restaurants sollen in dieser Zeit geschlossen bleiben. Die Umsetzung der Sperrstunde fällt allerdings in den Zuständigkeitsbereich der Regionalverwaltungen.

Wie die russischen Gesundheitsbehörden am Dienstag mitteilten, starben innerhalb von 24 Stunden 320 Menschen an Covid-19; dies ist ein neuer Rekordwert. Insgesamt wurden in Russland seit dem Ausbruch der Pandemie mehr als 1,5 Millionen Infektionen mit dem Virus und mehr als 26.500 Todesfälle registriert. Dabei ist die Hauptstadt Moskau das Epizentrum der Corona-Krise. Bewohner Moskaus ab 65 Jahren wurden bereits aufgefordert, zu Hause zu bleiben. (AFP)

Altmaier rechnet Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) rechnet Ende der Woche mit 20.000 Corona-Neuinfektionen in Deutschland. Altmaier sagte am Dienstag bei einem Deutsch-Französischen Wirtschaftstag: "Wir haben es zu tun mit einem exponentiellen Wachstum." In Deutschland steige die Zahl der Neuinfektionen jeden Tag um rund 70, 75 Prozent im Vergleich zur Woche davor. "Und das bedeutet: Wir werden wahrscheinlich schon Ende dieser Woche 20.000 Neuinfektionen am Tag haben", sagte Altmaier.

Dies sei eine Zahl, die man sich vor drei Wochen noch gar nicht habe vorstellen können. Der Wirtschaftsminister verwies auch auf die hohe Zahl von Corona-Neuinfektionen in Frankreich und betonte die enge Zusammenarbeit mit Frankreich. (BK)

15 Prozent der Deutschen gehen Corona-Maßnahmen zu weit, 32 Prozent nicht weit genug

Die Mehrheit der Deutschen hält die derzeitigen Corona-Maßnahmen einer Umfrage zufolge für ausreichend. In dem am Dienstag veröffentlichten "Deutschlandtrend" des ARD-"Morgenmagazins" gaben 51 Prozent der Befragten an, die geltenden Auflagen zur Eindämmung der Pandemie seien ausreichend. Für 32 Prozent gehen die Einschränkungen angesichts stark steigender Neuinfektionszahlen nicht weit genug. 15 Prozent erachten sie als zu weitgehend. Zwei Prozent machten keine konkreten Angaben.

Im Vergleich zu Anfang Oktober ist damit sowohl die Anzahl derjenigen gewachsen, denen die geltenden Einschränkungen zu weit gehen (plus vier Prozentpunkte), als auch die Gruppe von Menschen, denen die Maßnahmen nicht weit genug gehen (plus fünf Prozentpunkte).

Die Kontrollen zur Einhaltung der bestehenden Corona-Maßnahmen bewerten 50 Prozent der Befragten als nicht weitgehend genug. 34 Prozent empfinden die Kontrollen als ausreichend, zehn Prozent gehen die bestehenden Kontrollen zu weit. Sechs Prozent machten keine konkreten Angaben. (AFP)

11.409 Corona-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Dienstagmorgen 11 409 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Am Dienstag vor einer Woche hatte die Zahl bei 6868 gelegen. Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000.

Die jetzigen Werte sind nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, da mittlerweile wesentlich mehr getestet wird und dadurch auch mehr Infektionen entdeckt werden. (dpa)

Slowakei will fast das ganze Volk in vier Tagen auf Corona testen 

An den beiden kommenden Wochenenden will die slowakische Regierung fast die gesamte Bevölkerung des Landes auf das Coronavirus testen. Der nationale Corona-Krisenstab habe den Plan abgesegnet, nachdem eine Pilotphase am vergangenen Wochenende erfolgreich verlaufen sei, teilte Regierungschef Igor Matovic am Montagabend mit. Der Gründer der populistisch-konservativen Wahlplattform Gewöhnliche Leute OLaNO hatte das Vorhaben erst vor einer Woche angekündigt. Vom vergangenen Freitag bis Sonntag waren zunächst vier besonders stark von der Pandemie betroffene Bezirken an der polnischen Grenze getestet worden.

In den beiden nächsten Phasen sollen binnen vier Tagen, jeweils samstags und sonntags, alle über zehn Jahre alten Einwohner im Rest des Landes einem Antigen-Schnelltest unterzogen werden. Dass die zunächst ebenfalls vorgesehenen Freitage gestrichen wurden, hängt offensichtlich mit einer Personalknappheit zusammen, vor der Gesundheitsexperten gewarnt hatten. An den beiden arbeitsfreien Tagen sei es leichter, genügend Helfer zu finden als am Freitag, erklärte Gesundheitsminister Marek Krajci vor Journalisten.

Noch am Sonntag hatte der für die Organisation verantwortliche Verteidigungsminister Jaroslav Nad nicht ausgeschlossen, dass die Tests von fast fünf Millionen Menschen wegen Personalmangels doch noch abgesagt werden müssten. Matovic erwartete, dass das Projekt beispielgebend für ganz Europa sein könnte. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel habe sich im Gespräch mit ihm sehr interessiert gezeigt, berichtete der Regierungschef. (dpa)

+++ 26. Oktober +++

8685 Corona-Neuinfektionen in Deutschland 

Die Gesundheitsämter haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom frühen Montagmorgen 8685 Corona-Neuinfektionen binnen eines Tages gemeldet. Erfahrungsgemäß sind die Fallzahlen an Sonntagen und Montagen niedriger, auch weil an Wochenenden weniger getestet wird. Am Montag vor einer Woche hatte die Zahl der Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden bei 4325 gelegen.

Am Samstag war mit 14.714 Neuinfektionen ein neuer Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht worden. Die Zahl der Todesfälle übersteig am Wochenende die Marke von 10.000. (dpa)

Maduro: 100-prozentig wirksames Corona-Mittel in Venezuela entdeckt 

In Venezuela ist angeblich ein hochwirksames Mittel gegen das Coronavirus entdeckt worden. Ein Molekül namens DR-10 vernichte Covid-19 zu hundert Prozent, ohne Nebenwirkungen zu verursachen, verkündete der autoritäre Staatspräsident Nicolás Maduro am Sonntag (Ortszeit) in einer Ansprache. Das habe eine sechsmonatige Studie des staatlichen Forschungsinstituts IVIC ergeben. Sowohl er als auch das IVIC per Twitter bezeichneten Covid-19 fälschlicherweise als Virus - vermutlich meinten sie das Coronavirus, das die Krankheit Covid-19 auslöst.

Das Molekül sei bereits zur Behandlung von Hepatitis C, humanen Papillomviren und Ebola genutzt worden, sagte Maduro weiter. Der Prozess der Zulassung durch die Weltgesundheitsorganisation (WHO), um der Welt diese Behandlung anzubieten, habe schon begonnen. (dpa)

Kalayci: Besuche in Pflegeheimen müssen weiter möglich sein

Besuche von Angehörigen in Senioren- und Pflegeheimen müssen nach Einschätzung von Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) auch bei allgemein steigenden Corona-Infektionszahlen weiter möglich sein. Solange es in den Einrichtungen selbst keine Covid-19-Ausbrüche gebe, müsse dies sichergestellt sein, sagte Kalayci am Montag im Gesundheitsausschuss des Abgeordnetenhauses. Ziel müsse sein, den Schutz der Patienten und Beschäftigten sowie das Recht auf Besuche «in Einklang zu bringen», etwa durch Hygienekonzepte.

Dabei helfen können aus Kalaycis Sicht neue Corona-Schnelltests, von denen das Land Hunderttausende bestellt habe und die seit dieser Woche vor allem in Berliner Krankenhäusern und der Altenpflege zum Einsatz kommen. Diese Testkapazitäten, bei denen das Ergebnis in kurzer Zeit vorliegt, sollen nach den Worten der Senatorin nicht nur von Beschäftigten und Patienten, sondern auch von Besuchern in Anspruch genommen werden können. (dpa)

Wegen Corona: Slowenien schränkt Bewegungsfreiheit weiter ein 

Slowenien schränkt wegen stark steigender Zahlen bei den Neuinfektionen mit dem Coronavirus die Bewegungsfreiheit seiner Bürger weiter ein. Ab Dienstag dürfen Bürger die eigene Gemeinde ohne triftigen Grund nicht mehr verlassen, wie Ministerpräsident Janez Jansa am Sonntagabend über Twitter mitteilte. Die Regelung gilt zunächst für sieben Tage. Sie könne von da an in jenen Regionen zurückgenommen werden, in denen die Ansteckungszahlen sinken, fügte Jansa hinzu.

Schon seit einer Woche sind Bewegungen zwischen den zwölf Regionen des Landes nicht mehr erlaubt. Ebenfalls seit einer Woche gilt eine nächtliche Ausgangssperre von 21.00 bis 06.00 Uhr. Seit dem Wochenende sind Geschäfte - außer etwa Lebensmittelläden - und Hotels geschlossen.

Das kleine EU-Land mit zwei Millionen Einwohnern kämpft mit einem besonders heftigen Infektionsgeschehen. Am Samstag sei bei 1675 Menschen das Virus Sars-CoV-2 nachgewiesen worden, teilte die Gesundheitsbehörde in Ljubljana am Sonntag mit. Das waren mehr als doppelt so viele wie eine Woche zuvor. (dpa)

+++ 25. Oktober +++

Berlin: 304 Corona-Neuinfektionen, 117 Intensivpatienten

Die Stadt verzeichnet weiterhin eine hohe Zahl an Neuinfektionen. Inzwischen sind neun Prozent der Intensivbetten für Covid-19-Patienten belegt. Anfang des Monats lag die Auslastung noch bei 3,1 Prozent. Wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung am Sonntag hervorgeht, haben sich mit Stand Sonntagnachmittag 304 Menschen in den letzten 24 Stunden neu mit dem Coronavirus angesteckt. Am Tag zuvor waren es 416 neue Fälle. Die Gesamtzahl der bisher Infizierten stieg in Berlin damit auf 26.093. Als genesen gelten hingegen 18.281 (206 mehr als am Vortag).

Die Siebe-Tage- Inzidenz stieg auf 122,7. Sie gibt an, wie viele Menschen sich auf 100.000 Einwohner in den letzten sieben Tagen infiziert haben. Der kritische Wert liegt eigentlich schon bei 50. Eine der drei Corona-Ampeln steht auf Rot, zwei Ampeln stehen auf Grün. 448 Corona-Patienten müssen derzeit im Krankenhaus behandelt werden, 117 davon auf der Intensivstation. Zum Vergleich: Am 5. Oktober lag die Zahl der intensivpflichtigen Patienten noch bei 39.

Spanien verhängt Gesundheitsnotstand

Angesichts der hohen Corona-Infektionszahlen in Spanien hat die Regierung am Sonntag den landesweiten Gesundheitsnotstand ausgerufen. Regierungschef Pedro Sánchez sagte in einer Fernsehansprache, der Notstand werde bis Anfang Mai kommenden Jahres anhalten. Während dieser Zeit gelte in ganz Spanien mit Ausnahme der Kanarischen Inseln eine nächtliche Ausgangssperre. (AFP)

Wegen Corona: Deutsche fahren wieder weniger Bahn

Angesichts rapide steigender Infektionszahlen und schärferer Vorgaben in der Corona-Krise verzichten wieder mehr Menschen auf das Bahnfahren. „Seit Anfang Oktober registrieren wir eine zunehmende Verunsicherung unserer Kunden im Fernverkehr, während das Verkehrsaufkommen im Regionalverkehr stabil geblieben ist“, so ein Sprecher der Deutschen Bahn. Besonders betroffen seien im Fernverkehr Geschäftsreisen sowie längerfristige Buchungen.

Nach Informationen der Frankfurter Allgemeinen Zeitung sind die Buchungszahlen im Fernverkehr der Deutschen Bahn seit Anfang Oktober um ein Drittel eingebrochen. Im Vergleich zur Vor-Corona-Zeit fahren nur noch halb so viele Menschen mit ICE und IC.

Deutschland meldet 11.176 neue Corona-Fälle: Sonntagsrekord!

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben laut Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) innerhalb eines Tages 11 176 neue Corona-Infektionen gemeldet. An Sonntagen sind die erfassten Fallzahlen allerdings meist niedriger, auch weil am Wochenende weniger getestet wird. Insgesamt haben sich demnach seit Beginn der Pandemie 429 181 Menschen in Deutschland mit dem Virus infiziert. (Stand: 25.10., 00.00 Uhr) Vor genau einer Woche waren es noch 5587 Neuinfektionen an einem Tag.

Die Zahl der Todesfälle in Deutschland im Zusammenhang mit dem Virus erhöhte sich um 29 auf insgesamt 10 032. Die Marke von 10 000 war am Vortag überschritten worden.

Zudem gibt das RKI in seinem Lagebericht ein sogenanntes Sieben-Tage-R an. Der Wert bezieht sich auf einen längeren Zeitraum und unterliegt daher weniger tagesaktuellen Schwankungen. Nach RKI-Schätzungen lag dieser Wert am Samstag bei 1,38 (Vortag: 1,30). Er zeigt das Infektionsgeschehen von vor 8 bis 16 Tagen.

+++ 24. Oktober +++

Berlin: 416 neue Corona-Fälle, mehr Intensivpatienten

In Berlin ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen je 100.000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen erneut leicht gestiegen. Der Inzidenzwert lag am Sonnabend laut Corona-Lagebericht des Senats bei 119,1. Am Tag zuvor wurde er mit 114,8 angegeben. Die Zahl der bestätigten Neuinfektionen lag bei 416 - gegenüber 893 am Freitag und 783 am Donnerstag. Deutschlandweit lag der 7-Tage-Inzidenzwert bei 60,3.

Unter den Berliner Bezirken hatte Neukölln nach wie vor die meisten Neuinfektionen auf 100.000 Einwohner in den zurückliegenden sieben Tagen. Der Wert lag bei 228,8, gefolgt von Mitte mit 209,5, Tempelhof-Schöneberg mit 164,1 und Friedrichshain-Kreuzberg mit 151,9. Dann folgt mit Abstand als nächstes Charlottenburg-Wilmersdorf mit 107,4.

Bislang wurden seit Beginn der Pandemie in Berlin 25.789 Corona-Fälle gemeldet. 18.075 Menschen gelten inzwischen als genesen (259 mehr als am Vortag). 249 Erkrankte starben, diese Zahl hat sich damit im Vergleich zum Freitag um einen Fall erhöht. Die Zahl der auf Intensivstationen betreuten Patienten stieg um 19 auf 120. Der Anteil der mit Covid-19-Patienten belegten Intensivbetten wurde mit 9 Prozent angegeben, nach 11 Prozent am Freitag und 7,3 Prozent am Donnerstag.

Rekord: 247 Neuinfektionen in Brandenburg

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus hat in Brandenburg erneut einen Höchststand erreicht. Das Gesundheitsministerium berichtete am Sonnabend von 247 neuen bestätigten Fällen innerhalb eines Tages. Am Freitag waren es 224 Neuinfektionen, am Donnerstag 202. Am 3. April war mit 187 Neuinfizierten der Höchststand der ersten Corona-Welle registriert worden.

Insgesamt haben sich seit März 6615 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Zwei neue Todesfälle kamen hinzu. Bislang starben in Brandenburg 187 Menschen in Zusammenhang mit Covid-19.

Wegen Corona: Weihnachtsbäume voraussichtlich teurer

Weihnachtsbäume werden in diesem Jahr wahrscheinlich teurer. Grund sind nach Angaben des Bundesverbands der Weihnachtsbaumerzeuger höhere Kosten wegen der Coronavirus-Pandemie. Für die beliebten Nordmanntannen dürften bei bester Qualität zwischen 20 und 27 Euro fällig werden, sagte Geschäftsführer Martin Rometsch der Deutschen Presse-Agentur. Im vergangenen Jahr hatte die Preisspanne 18 bis 23 Euro betragen. Die Händler müssten Hygienekonzepte erstellen, mehr Platz vorhalten und möglicherweise mehr Personal einsetzen.

In großen Städten seien die Preise in der Regel höher als auf dem Land. Für Blautannen rechnet Rometsch mit 12 bis 16 Euro und für Fichten mit neun und 12 Euro je Meter. Der Marktanteil der Nordmanntanne, die wegen ihrer weichen und festsitzenden Nadeln bevorzugt wird, beträgt 75 bis 80 Prozent. Genug Angebot sei vorhanden.

14.714 Corona-Neuinfektionen in Deutschland registriert

Die Zahlen steigen weiter dramatisch. Innerhalb eines Tages haben die Gesundheitsämter in Deutschland nach Angaben des Robert Koch-Instituts (RKI) vom Samstagmorgen 14.714 neue Corona-Infektionen gemeldet, so viele wie noch nie seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland. Jedoch war der Webserver des RKI mehrere Stunden gesperrt. Bei einigen Meldungen kann es sich also auch im Nachmeldungen handeln, zudem ist möglich, dass noch immer nicht alle Fälle übermittelt sind. 

Insgesamt haben sich laut Angaben des RKI in Deutschland 418.005 Menschen mit dem Virus infiziert (Stand: 24.10., 00.00 Uhr). Am Samstag wurde zudem die Marke von 10.000 Todesfällen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gerissen.

+++ 23. Oktober +++

893 neue Corona-Fälle in Berlin, drei weitere Tote

In Berlin sind innerhalb der vergangenen 24 Stunden 893 Neuinfektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Freitagnachmittag hervor. Das ist ein Plus von 110 neuen Fällen im Vergleich zum Vortag. Die Zahl der Infizierten in der Hauptstadt seit Beginn der Pandemie steigt damit auf 25.373.

Vier Berliner Bezirke meldeten jeweils über 100 Neuinfektionen binnen eines Tages: Neukölln (188), Mitte (132), Charlottenburg-Wilmersdorf (129) und Friedrichshain-Kreuzberg (106). Die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche liegt derzeit für ganz Berlin bei 114,8. Die Berliner Corona-Ampel für diese sogenannte 7-Tage-Inzidenz steht weiter auf Rot. In zwei Berliner Bezirken liegt die Inzidenz mittlerweile über 200: Betroffen sind Neukölln (244,9) und Mitte (206,6).

Beherbergungsverbot im Norden gekippt

Schleswig-Holsteins Oberverwaltungsgericht hat das sogenannte Beherbergungsverbot für Touristen aus Corona-Hotspots gekippt. Das Gericht in Schleswig stufte die Regelung am Freitag als rechtswidrig ein. Es erklärte die Regelung in einem Eilverfahren für außer Vollzug gesetzt, bis eine Entscheidung in der Hauptsache getroffen ist. (dpa)

Polen schließt alle Restaurants - Lockdown naht

Polen schließt von Samstag an alle Restaurants und verbietet Versammlungen mit mehr als fünf Personen. Das Land müsse die Ausbreitung des Coronavirus verlangsamen, sagte Ministerpräsident Mateusz Morawiecki am Freitag zur Begründung. Derweil meldeten die Behörden 13 632 neue Fälle innerhalb von 24 Stunden - die höchste Zahl an einem Tag seit Beginn der Pandemie. Gezählt wurden 153 neue Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung. Die Gesamtzahl der Toten seit Beginn der Pandemie liegt nun bei 4172.

Die Schließung der Gastronomie gilt für zunächst zwei Wochen, kann aber verlängert werden. Zudem wurden weitere drastische Maßnahmen beschlossen: Für alle Schüler ab der 4. Klasse, für die das nicht ohnehin schon galt, wird Distanzunterricht per Computer eingeführt. Begleitend dazu dürfen Kinder und Jugendliche bis 16 Jahren das Haus oder die Wohnung tagsüber zwischen 8.00 und 16.00 Uhr nur noch in Begleitung eines Erwachsenen verlassen.

Morawiecki rief zudem alle Senioren über 70 Jahre auf, möglichst zu Hause zu bleiben. Er schloss einen "weitgehenden Lockdown" nicht aus, falls die beschlossenen Verschärfungen nicht wirken sollten. Es sei vorrangig, die Stabilität des Gesundheitssystems zu gewährleisten. (dpa)

224 neue Corona-Fälle in Brandenburg - fünftes Risikogebiet

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus innerhalb eines Tages steigt in Brandenburg weiter an. Das Gesundheitsministerium berichtete am Freitag von 224 neuen bestätigten Fällen. Das ist der höchste Stand seit Beginn der Pandemie. Am 3. April wurde mit 187 Neuinfizierten der letzte Höchststand registriert. Nach der Stadt Cottbus und den Landkreisen Spree-Neiße, Oberspreewald-Lausitz und Prignitz gilt nun auch die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel als Risikogebiet. Dort liegt der Wert der sogenannten 7-Tage-Inzidenz bei 54. Ab einem Wert von 50 gelten besonders starke Begrenzungen bei Veranstaltungen und privaten Feiern. (dpa)

Belgien führt weitere Corona-Einschränkungen ein

Angesichts dramatisch steigender Corona-Fallzahlen zieht Belgien die Zügel weiter an und führt weitere Einschränkungen ein. So müssen nach einem Beschluss der Regierung vom Freitag alle Freizeitparks zunächst für die kommenden vier Wochen schließen. An kulturellen, religiösen oder anderen Veranstaltungen im Inneren dürfen maximal 40 Personen teilnehmen, solange die Corona-Regeln eingehalten werden. Ist ein Abstand von mindestens eineinhalb Metern garantiert, dürfen es bis zu 200 Personen sein, die jedoch eine Maske tragen müssen. (dpa)

An Universitäten dürfen die Räume maximal zu 20 Prozent ausgelastet werden; auch hier gilt eine Maskenpflicht. Im ersten Studienjahr gelten Ausnahmen. Bei Sportveranstaltungen sind Zuschauer wieder verboten. Wenn möglich, sollen die Menschen weiter von zu Hause aus arbeiten.

Die Coronavirus-Fallzahlen in dem Land mit elf Millionen Einwohnern steigen seit Wochen stark an. In den vergangenen 14 Tagen registrierten die Behörden 1013 Infektionen pro 100 000 Einwohner. Restaurants, Cafés und Bars sind seit dieser Woche bereits geschlossen.

Auch Spahns Ehemann mit Coronavirus infiziert

Auch der Ehemann von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU), der Journalist Daniel Funke, ist mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Funke habe am Donnerstagabend sein positives Testergebnis erhalten, teilte das Bundesgesundheitsministerium am Freitag mit. Er hatte sich demnach bereits am Mittwoch nach Spahns positivem Testergebnis mit diesem zusammen in häusliche Isolation begeben.

Funke sei "aktuell symptomfrei" erklärte das Ministerium. Spahn zeige weiterhin Erkältungssymptome. Funke und Spahn sind seit 2017 verheiratet. (AFP)

Frankreich erreicht Spitzenwert mit über 41 000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden

Frankreich hat mit 41 622 Corona-Neuinfektionen innerhalb von 24 Stunden einen Spitzenwert erreicht. Das seien rund 15 000 mehr als am Vortag, teilten die Behörden am Donnerstagabend mit. Insgesamt stieg die Zahl der Neuinfektionen auf 999 000 und erreichte damit fast die Marke von einer Million.

Frankreich mit seinen rund 67 Millionen Menschen ist stark von der Coronavirus-Pandemie betroffen. Premierminister Jean Castex hatte angekündigt, dass die bereits in Paris und anderen Metropolen geltende nächtliche Ausgangssperre auf rund zwei Drittel der Einwohnerinnen und Einwohner des Landes ausgedehnt wird.

Die Ausgangssperre gelte vom Samstag an dann in 54 Départements und dem französischen Überseegebiet Französisch-Polynesien. Nach Angaben der Regierung haben sich in den vergangenen sieben Tagen 251 Menschen pro 100 000 Einwohner mit dem Coronavirus infiziert. Es starben bisher mehr als 34 000 Menschen. (dpa)

USA: Forscher melden mehr als 70 000 Corona-Infektionen an einem Tag

Die Anzahl der Corona-Neuinfektionen in den USA ist nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität (JHU) erstmals seit Ende Juli wieder auf mehr als 70 000 binnen eines Tages geklettert. Rund 71 700 Menschen wurden demnach am Donnerstag mit positivem Test auf das Virus gemeldet. Insgesamt wurden laut JHU in den USA mit ihren rund 330 Millionen Einwohnern seit Beginn der Pandemie rund 8,4 Millionen Coronavirus-Infektionen bestätigt. Etwa 223 000 Menschen starben bislang - mehr als in jedem anderen Land der Welt. (dpa)

Höchststand bei Corona-Neuinfektionen in Italien

Italien hat binnen 24 Stunden mehr als 16 000 Neuinfektionen mit dem Coronavirus verzeichnet - so viele wie noch nie seit Beginn der Pandemie. Die Gesundheitsbehörden des Landes meldeten am Donnerstag 16.079 neue Corona-Fälle. Einen Tag zuvor waren es knapp 15 200 gewesen, auch das war ein Rekordwert. Insgesamt haben sich in dem Mittelmeerland bisher nachweislich mehr als 465 700 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der Todesfälle stieg am Donnerstag um 136 auf 36 968. Italien hat rund 60 Millionen Einwohner.

Besonders schwer getroffen ist wie schon bei der ersten Welle der Pandemie die norditalienische Lombardei mit Mailand als Hauptstadt. 4125 der neuen Fälle wurden dort verzeichnet. (dpa)

Slowakei verhängt Ausgangssperren, Slowenien schließt Restaurants und Geschäfte

Wegen steigender Coronavirus-Infektionszahlen haben die Slowakei und Slowenien ihre Restriktionen des öffentlichen Lebens verschärft. In der Slowakei treten am Samstag landesweite Ausgangssperren in Kraft, wie Ministerpräsident Igor Matovic am Donnerstag ankündigte. In Slowenien müssen ab Samstag alle Einkaufszentren, Restaurants, Hotels und nicht essenziellen Geschäfte für mindestens eine Woche schließen, wie Regierungschef Janez Jansa bekanntgab. In beiden EU-Staaten haben die Coronavirus-Infektionsraten zuletzt deutlich zugenommen. In der Slowakei wird deshalb eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Sie gilt ab der Nacht zum Sonntag zwischen 01.00 Uhr und 05.00 Uhr, wie Matovic sagte.

Auch tagsüber gelten in der Slowakei Ausgangsrestriktionen. Verlassen dürfen die Menschen ihre Wohnungen und Häuser nur etwa für den Weg zur Arbeit, Arztbesuche, den Einkauf von Lebensmitteln, Spaziergänge in der Natur und in einigen wenigen anderen Ausnahmefällen. In mehreren Corona-Hotspots des Landes werden die Einwohner nur bei einem negativen Virustest ihre Wohnungen und Häuser verlassen dürfen. Am Donnerstag waren in der Slowakei 1728 neue Coronavirus-Ansteckungsfälle verzeichnet worden. (AFP)

+++ 22. Oktober +++

Dänemark schließt Grenze für deutsche Urlauber

Menschen aus Deutschland dürfen wegen der steigenden Corona-Neuinfektionszahlen ohne triftigen Einreisegrund nicht mehr nach Dänemark einreisen. Das teilte der dänische Außenminister Jeppe Kofod am Donnerstag mit. Die Maßnahme bedeutet unter anderem, dass deutsche Touristen nicht mehr ins Land kommen dürfen. Für den Großteil der weiteren Staaten in Europa gelten diese Einreisebeschränkungen bereits seit Längerem. Für Einwohner Schleswig-Holsteins sollen Ausnahmen gelten. (dpa)

Maskenpflicht für Berliner Schüler nun auch im Unterricht

An Berliner Schulen greifen nach den Herbstferien strengere Regeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie. Ab Montag gilt für Schüler der Oberstufe sowie aller Berufsschulen und Oberstufenzentren eine Maskenpflicht auch im Unterricht, wie die Bildungsverwaltung am Donnerstag mitteilte. Bislang müssen Berliner Schüler den Mund-Nasen-Schutz lediglich außerhalb des Unterrichts auf Fluren, in Treppenhäusern oder in den Toilettenräumen verpflichtend tragen.

Die neuen Regeln, zu denen auch eine Ausweitung der Maskenpflicht für Lehrer gehört, gelten den Angaben zufolge zunächst in der ersten Schulwoche nach den Ferien vom 26. bis 30. Oktober. Dann tritt ein schon vor geraumer Zeit beschlossener Stufenplan in Kraft, bei dem je nach Zahl der Corona-Infektionen für jede Schule individuelle Regeln festgelegt werden.

Polen und Schweiz auf Corona-Risikoliste - Kanaren nicht mehr 

Die Bundesregierung hat die Nachbarländer Polen und Schweiz, fast ganz Österreich und große Teile Italiens mit Wirkung ab dem kommenden Samstag zu Corona-Risikogebieten erklärt. Auch Großbritannien bis auf die Kanalinseln und Überseegebiete, ganz Irland und Liechtenstein gelten ab Samstag als Risikogebiete.Hinzu kommen einzelne Regionen in Bulgarien, Estland, Kroatien, Schweden, Slowenien und Ungarn. 

Die Einstufung als Risikogebiet und die damit automatisch verbundenen Reisewarnungen des Auswärtigen Amts bedeuten zwar kein Reiseverbot, sollen aber eine möglichst große abschreckende Wirkung auf Touristen haben. Das Gute für den Urlauber: Er kann eine bereits gebuchte Reise stornieren, wenn sein Ziel zum Risikogebiet erklärt wird. Das Schlechte: Rückkehrer aus den Risikogebieten müssen derzeit noch für 14 Tage in Quarantäne, können sich aber durch einen negativen Test davon vorzeitig befreien lassen.

Aufgehoben wurde hingegen die Reisewarnung für die Kanaren. Das dürfte vor allem die Reiseveranstalter freuen. Für sie sind die Inseln vor der Küste Afrikas mit ihrem sommerlichen Klima das ganze Jahr über einer der wichtigsten Hoffnungsträger für die Wintersaison.

Knapp 15.000 neue Corona-Fälle in Tschechien

In Tschechien steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter sprunghaft an. Mit knapp 15.000 neuen Fällen innerhalb von 24 Stunden vermeldeten die Behörden am Donnerstag einen Tagesrekord. Insgesamt befinden sich mehr als 4400 Menschen im Krankenhaus in Behandlung. Die Gesamtzahl der Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung seit Beginn der Pandemie stieg auf 1739.

Derweil traten drastische Maßnahmen gegen die Corona-Welle in Kraft. Die Bürger sollen das Haus oder die Wohnung nur noch verlassen, um zur Arbeit zu gehen, das Nötigste einzukaufen oder Arzt- und Familienbesuche zu erledigen. Auch Spaziergänge in Parks und Natur sind erlaubt. Die meisten Geschäfte müssen geschlossen bleiben. Ausgenommen sind unter anderem Supermärkte und Drogerien.

Die Regierung habe zum „stärksten Kaliber“ gegriffen, das ihr zur Verfügung stehe, sagte Innenminister Jan Hamacek der Zeitung „Pravo“. Der Sozialdemokrat versicherte, dass die Grenzen - anders als im Frühjahr - offen bleiben würden. Die deutsche Bundesregierung hat allerdings eine Reisewarnung für Tschechien ausgesprochen.

Jugendämter fordern in Corona-Krise mehr Rücksicht auf Kinder

Die Jugendämter in Deutschland fordern, dass in der Corona-Krise deutlich mehr auf die Bedürfnisse von Kindern und Jugendlichen eingegangen wird. Mit Blick auf ärmere Kinder müsse zudem die Kinder- und Jugendhilfe gestärkt werden, sagte der Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft der Landesjugendämter (BAG), Lorenz Bahr. 

Bahr forderte ein Unterstützungsprogramm für die Jugendämter mit 5000 zusätzlichen Stellen. «Man müsste ähnlich wie bei der Lufthansa neun Milliarden Euro in die Jugendämter investieren.» Diese hätten eine große Bedeutung für den Zusammenhalt der Gesellschaft. „Sie sind die zentralen Ansprechpartner und Ohren nicht nur für Kinder und Jugendliche, sondern auch für deren Familien.“

Die Jugendämter fordern zudem ein Programm zur digitalen Ausstattung und Weiterbildung der Mitarbeiter, so wie das für die Schulen angeschoben wurde. „Wir leben in einer digitalen Welt, nutzen digitale Formen der Kommunikation und habe eine nicht-digitale Kinder- und Jugendhilfe“, bemängelte der Leiter des Instituts für Sozialpädagogische Forschung Mainz, Heinz Müller.

Erstmals mehr als 10.000 Neuinfektionen an einem Tag in Deutschland

Die Zahl der nachgewiesenen Corona-Neuinfektionen innerhalb eines Tages in Deutschland ist erneut stark gestiegen und hat erstmals den Wert von 10 000 Fällen überschritten. Die Gesundheitsämter meldeten nach Angaben des Robert-Koch-Instituts vom Donnerstagmorgen 11 287 Fälle binnen 24 Stunden. Der bisherige Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland war am Samstag mit 7830 Neuinfektionen erreicht worden.

+++ 21. Oktober +++

Gesundheitsminister Jens Spahn positiv auf Corona getestet

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) ist positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Spahn habe sich umgehend in häusliche Isolierung begeben, bislang hätten sich bei ihm nur Erkältungssymptome entwickelt, hieß es weiter.

NRW führt Maskenpflicht im Unterricht wieder ein

In Nordrhein-Westfalen gilt mit dem Schulbeginn nach den Herbstferien am kommenden Montag wieder eine Maskenpflicht im Unterricht. Schüler ab der fünften Jahrgangsstufe müssten "auch wieder im Unterricht und an ihrem Sitzplatz" eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen, kündigte Landesschulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Mittwoch in Düsseldorf an.

Im einwohnerstärksten Bundesland hatte es bereits in den ersten beiden Wochen nach den Sommerferien eine Maskenpflicht an weiterführenden Schulen auch im Unterricht gegeben. Diese Regelung habe sich bewährt, sagte Gebauer.

Inzidenz in Berlin reißt 100er-Marke

Die 7-Tage-Inzidenz in Berlin ist auf über 100 gestiegen. Wie aus dem Lagebericht der Senatsgesundheitsverwaltung vom Mittwoch hervorgeht, liegt die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche derzeit bei 104,4. Damit überschreitet Gesamt-Berlin den Grenzwert für ein Risikogebiet um das Doppelte. Die Ampel für die 7-Tage-Inzidenz steht entsprechend weiter auf Rot.

971 Neuinfektionen wurden in den vergangenen 24 Stunden in Berlin registriert. Das ist ein neuer Rekordwert. Besonders betroffen ist der Bezirk Mitte: Hier wurden 208 neue Corona-Fälle gemeldet. Auf Platz zwei liegt Neukölln mit 178 Neuinfektionen, auf Platz drei Tempelhof-Schöneberg mit 121 neuen Fällen.

Die 7-Tage-Inzidenz im Bezirk Neukölln steigt weiter deutlich: Sie liegt bei 217,9. Nur noch zwei Berliner Bezirke liegen mittlerweile unter dem kritischen Schwellenwert von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche, nämlich Lichtenberg (47,6) und Marzahn-Hellersdorf (37,0).  Treptow-Köpenick (50,4) hat die Marke gerissen. Zudem stieg der Anteil der ausgelasteten Intensivbetten auf 6,7 Prozent.

Söder will 21-Uhr-Sperrstunde und maximal 50 Personen ab Corona-Wert 100

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat für Regionen mit drastisch erhöhten Corona-Zahlen eine Beschränkung von Veranstaltungen auf maximal 50 Teilnehmer und eine Sperrstunde ab 21.00 Uhr angekündigt. Dies soll dann greifen, wenn die Zahl von 100 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen überschritten wird. Das sagte Söder am Mittwoch in einer Regierungserklärung zur Corona-Krise im Landtag in München. (dpa)

181 neue Corona-Fälle in Brandenburg: Spree-Neiße zweites Risikogebiet

Die Zahl der Ansteckungen mit dem Coronavirus in Brandenburg ist wieder sprunghaft gestiegen - inzwischen gibt es ein zweites Risikogebiet im Land. Das Gesundheitsministerium berichtete am Mittwoch von 181 neu gemeldeten Infektionen, von Montag auf Dienstag waren es noch 74 neue Fälle. Das ist der zweithöchste Anstieg von Infektionen innerhalb eines Tages seit April. Ein weiterer Todesfall im Zusammenhang mit Covid-19 kam hinzu. Insgesamt starben bislang 183 Menschen.

Inzwischen hat Brandenburg nach der kreisfreien Stadt Cottbus mit dem Landkreis Spree-Neiße ein zweites Risikogebiet. Die Zahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus binnen sieben Tagen pro 100.000 Einwohner liegt dort laut Gesundheitsministerium aktuell bei 50,1. Als kritische Schwelle gilt der Wert 50.

In Cottbus liegt die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz laut Gesundheitsministerium bei 97,3 nach 87,3 am Dienstag. Dort wurden am Mittwoch 15 neue bestätigte Coronavirus-Infektionen registriert. Auch der Landkreis Prignitz liegt mit einem Wert von 48,8 nahe der kritischen Marke. (dpa)

„Keine Infektionstreiber“: München kippt Corona-Maskenpflicht für Grundschüler

Grundschüler müssen in der bayerischen Hauptstadt München ab Mittwoch, dem 21. Oktober 20202 keine Schutzmasken mehr tragen. Das teilte Münchens Oberbürgermeister Dieter Reiter mit. Die Entscheidung sei bei einer Besprechung mit seinem Krisenstab gefallen. Die Auswertung der aktuellen Zahlen zeigten, dass Grundschüler „keine Infektionstreiber“ seien, so Reiter. Er wolle die Einschränkungen für die jüngsten Schüler durch das Tragen von Masken „so gering wie irgend möglich“ halten.

Im gesamten Stadtgebiet sind derzeit zwar 83 Schulklassen wegen Corona-Infektionen geschlossen. Nur vier davon sind jedoch Grundschulklassen, die restlichen 79 sind Klassen anderer Schularten. Für Schüler und Schülerinnen ab Jahrgangsstufe Fünf bleibt die Maskenpflicht im Unterricht daher vorerst erhalten, wenn der Mindestabstand von 1,5 Metern nicht gewährleistet werden kann, hieß es weiter. (pde)

Weitgehende Maskenpflicht im Freien in Tschechien

 In Tschechien ist am Mittwoch eine weitgehende Maskenpflicht nun auch im Freien in Kraft getreten. Eine Mund-Nasen-Bedeckung ist innerhalb des bebauten Gebiets von Städten und Gemeinden verpflichtend. Ausnahmen gelten unter anderem, wenn ein Abstand von mehr als zwei Metern eingehalten werden kann, sowie beim Sport. Selbst im Auto muss eine Maske getragen werden, wenn familienfremde Personen mitfahren. Eine Maskenpflicht im Freien galt bereits einmal von Mitte März bis Mitte Juni während der ersten Phase der Pandemie im Frühjahr.

Die Anzahl der Neuinfektionen mit dem Coronavirus erreichte am Dienstag mit 11 984 neu bestätigten Fällen einen Höchststand, wie die Behörden am Mittwoch vermeldeten. Die Zahl der jemals Infizierten stieg damit auf knapp 194.000. (dpa)

Viele Weihnachtsmärkte in Brandenburg gestrichen - welche trotz Corona stattfinden 

Wegen der Corona-Pandemie sind in Brandenburg viele Weihnachtsmärkte abgesagt worden. Einige Städte und Gemeinden denken über Alternativkonzepte nach. In Oranienburg soll es mit der Veranstaltung «Winterträume im Advent – Lichtkunst und Kulinarik im Schlosspark» vom 4. bis zum 13. Dezember eine Alternative geben. Der traditionelle Weihnachtsmarkt auf dem Schlossplatz fällt nach Stadtangaben aus.

So auch in Potsdam. Die Stadt hatte sich nach langem Hin und Her am Dienstag dazu entschlossen, den Weihnachtsmarkt «Blauer Lichterglanz» in der Brandenburger Straße in der Innenstadt abzusagen. «Mit der aktuellen Entwicklung der Infektionszahlen ist es überhaupt nicht vereinbar, sich durch lange Einkaufsstraßen zu schlängeln, zu denen man keine Eingangsbeschränkungen haben kann», sagte Stadtsprecher Jan Brunzlow. Derzeit denkt die Stadt gemeinsam mit dem Veranstalter über eine Alternative an anderem Ort nach, wo bestimmte Hygienekonzepte umsetzbar sind und man mit Gittern den Einlass von Gästen kontrollieren kann, wie Brunzlow weiter sagte.

Im traditionsreichen Ort Himmelpfort wurde der adventliche Budenzauber ebenfalls gestrichen. In Cottbus und Bernau bei Berlin soll die Veranstaltung dagegen stattfinden. Aus Sicht von Bernaus Bürgermeister André Stahl ist es «das falsche Signal, weiterhin alle Veranstaltungen mit der Begründung der Pandemie abzusagen». «Das schürt bei den Menschen zunehmend Frustration und befördert die Entstehung illegaler Partys und Treffen.» In Frankfurt (Oder) stand eine Entscheidung am Dienstag noch aus. (dpa)

Maskenpflicht in Bulgarien auch im Freien

In Bulgarien ist angesichts stark steigender Corona-Zahlen das Tragen von Schutzmasken auch im Freien ab Donnerstag wieder Pflicht. Ziel sei es, die Zahl der Neuerkrankungen zu reduzieren und das Klinikpersonal zu entlasten, erläuterte Gesundheitsminister Kostadin Angelow am Dienstag. Die bei Kritikern heftig umstrittene Maßnahme soll vorerst bis Ende November gelten. Lokale und Fitnesscenter bleiben geöffnet, sollen aber auf die Einhaltung der Corona-Auflagen kontrolliert werden, sagte der Minister.

Auch in Bulgarien ist die Zahl der Corona-Neuinfektionen zuletzt massiv gestiegen. In dem südosteuropäischen Land mit 6,9 Millionen Einwohnern wurde am Dienstag mit 1024 neuen Corona-Fällen ein neuer Höchststand verzeichnet. Derzeit sind insgesamt 12 366 Menschen infiziert. Vor einer Woche waren es noch 8099. (dpa)

Deutschland sagt Nato Soldaten für mögliche Covid-19-Einsätze zu

Deutsche Soldaten könnten während der zweiten Welle der Corona-Pandemie zu Kriseneinsätzen in andere Nato- und Partnerländer geschickt werden. Wie ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der Deutschen Presse-Agentur auf Anfrage bestätigte, hat die Bundesregierung der Nato Unterstützung für deren Notfallplan "Allied Hand" zugesagt. Demnach würden bei Bedarf medizinisches Personal, Pioniere und Experten aus der Truppe für die Abwehr von atomaren, biologischen oder chemischen Gefahren für Auslandseinsätze bereitgestellt.

Insgesamt soll die Entsendung von rund 160 Spezialisten möglich sein. Hinzukommen könnten Soldatinnen und Soldaten, die den jeweiligen Einsatz von Deutschland aus unterstützen, heißt es aus dem Ministerium von Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). (dpa)

Mehr als fünf Millionen bestätigte Corona-Fälle in Europa

In der EU und ihren wichtigsten europäischen Partnerstaaten haben sich mittlerweile mehr als fünf Millionen Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Bis Dienstag wurden dem Europäischen Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) insgesamt 5.039.783 Fälle aus dem Europäischen Wirtschaftsraum zuzüglich Großbritannien gemeldet. Das sind rund 130 000 mehr als am Vortag, wie aus einer täglich aktualisierten Übersicht des ECDC hervorgeht.

Die mit Abstand meisten Corona-Fälle haben demnach Spanien (974.449), Frankreich (910.277) und Großbritannien (741.212) verzeichnet. Dahinter folgen Italien (423.578), Deutschland (373.167), die Niederlande (235.954) und Belgien (230.387). In der gesamten Region hat es bislang rund 202.000 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-19-Erkrankung gegeben. (dpa)

+++ 20. Oktober +++

Derzeit 100 Infektionen in Berliner Pflegeheimen bekannt

In Berliner Seniorenheimen ist derzeit bei 47 Bewohnern und 53 Mitarbeitern eine Infektion mit dem Coronavirus bekannt. Betroffen sind nach Angaben der Gesundheitsverwaltung vom Dienstag 34 Pflegeeinrichtungen. Seit Ende März wurden demnach Infektionen bei insgesamt 368 Bewohnern und 227 Mitarbeitern gemeldet.

Das Pflegeheim in Tempelhof-Schöneberg, das Mitte September geschlossen werden musste, ist inzwischen wieder in Betrieb. Die Bewohner seien seit dem 8. Oktober schrittweise wieder in das Haus zurückgekehrt, hieß es. Das Heim war nach Infektionen bei Bewohnern und Pflegern vorübergehend geschlossen worden, weil die Betreuung nicht mehr gewährleistet werden konnte. (dpa)

Brandenburg beschließt Alkoholverbot und Begrenzung von Feiern

In Brandenburg gelten in Regionen mit hohen Infektionszahlen künftig schärfere Begrenzungen für private Feiern und ein nächtliches Ausschankverbot für Alkohol von 23 bis 6 Uhr. Dies kündigte Gesundheitsministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) am Dienstag nach der Kabinettssitzung in Potsdam an. (dpa)

Bezirk Mitte ermöglicht Gastwirten Heizstrahler im Freien

Nach einigen anderen Berliner Bezirken erlaubt nun auch Mitte seinen Gastwirten, im Herbst und Winter Heizanlagen in Außenbereichen aufzustellen. Bis 31. März 2021 werde der Einsatz von möglichst umweltverträglichen Wärmequellen und Heizflächenstrahlern geduldet, teilte Bezirksbürgermeister Stephan von Dassel (Grüne) am Dienstag mit. Das gelte jedoch nicht für gasbetriebene Heizpilze. Erlaubt wird Gastwirten demnach auch, genehmigte Flächen für die Außengastronomie ein stückweit zu befestigen und etwa Pavillons aufzustellen. Die Behörden bezeichnen das als «Einhausung».

Eigentlich gelten Außenheizanlagen, vor allem Heizpilze, als extrem schädlich für die Umwelt und sind in einigen Berliner Bezirken eigentlich verboten. Gastronomen, denen wegen der Corona-Krise vielfach das Wasser bis zum Hals steht, versprechen sich dadurch jedoch, zumindest das aktuelle Umsatzniveau auch in der kalten Jahreszeit zu halten. Gäste, die wegen Ansteckungsgefahren ungern im Lokal sitzen wollen, könnten dann draußen sitzen - so die Idee. Ob das am Ende trägt, ist offen. Gleichwohl haben unter anderem Neukölln und Reinickendorf bereits ähnliche Regelungen getroffen wie nun Mitte. (dpa)

Mehr Ansteckungen, 1126 aktiv Coronakranke in Brandenburg - Hotspot Cottbus

In Brandenburg sind innerhalb eines Tages wieder mehr neue Ansteckungen mit dem Coronavirus gemeldet worden. Von Montag auf Dienstag seien 74 neue Fälle gemeldet worden, teilte das Gesundheitsministerium am Dienstag mit. Von Sonntag auf Montag seien es 58 neue Fälle gewesen. Derzeit werden 88 Patienten wegen Covid-19 im Krankenhaus (+12) nach den Angaben behandelt, sieben werden intensivmedizinisch beatmet. 1126 Personen seien aktiv erkrankt (+19), hieß es. 182 Menschen starben in Zusammenhang mit einer Infektion: 2 mehr als am Montag gemeldet.

Hotspot bei der Zahl der Ansteckungen binnen sieben Tagen pro 100 000 Einwohner bleibt nach den Angaben des Ministerium die Stadt Cottbus mit einem Wert von 87,3. Die Stadt gilt seit Donnerstag als Risikogebiet. In Frankfurt (Oder) wurde ein Wert von 43,3 ermittelt und in Potsdam 38,3. Auch in den Landkreisen Oder-Spree (49,2) und Spree-Neiße (46,6) ist die Zahl der Ansteckungen in diesem Zeitraum hoch. Nach Angaben des Brandenburger Gesundheitsministeriums liegt die kritische Schwelle bei 50 innerhalb von sieben Tagen. Landesweit beträgt der Wert derzeit 31,3. (dpa)

Lombardei verhängt wegen Corona-Ausbreitung nächtliche Ausgangssperre

Die norditalienische Region Lombardei verhängt wegen der Ausbreitung des neuartigen Coronavirus eine nächtliche Ausgangssperre. Ab Donnerstag müssen die Menschen von 23.00 Uhr bis 05.00 Uhr zu Hause bleiben, wie die Behörden mitteilten. Ausnahmen sind aus medizinischen oder beruflichen Gründen möglich. Die Maßnahme soll bis zum 13. November dauern, Italiens Gesundheitsminister Roberto Speranza hatte ihr am Montagabend seine Zustimmung erteilt. (AFP)

Gesamtes Ruhrgebiet gilt als Risikogebiet

Das gesamte Ruhrgebiet gilt seit Dienstagmorgen als Risikogebiet. Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch die Stadt Oberhausen mit 52,7 über die wichtige Corona-Kennzahl von 50 gekommen. Auf einer Karte des RKI zieht sich ein durchgehender roter Streifen von Aachen bis Bielefeld. Die Städteregion Aachen, Solingen, Gelsenkirchen und Herne sind sogar dunkelrot markiert - sie liegen über dem Wert von 100 Neuinfizierten pro 100 000 Einwohner in sieben Tagen. Die Stadt Köln liegt mit dem Wert 97,8 noch knapp unter der 100. Allerdings nahm die sogenannte Sieben-Tage-Inzidenz in der Domstadt von Montag auf Dienstag um 22,4 Punkte stark zu. (dpa)

Diskotheken-Betreiber offen für Maskenpflicht auf Tanzflächen

Der Bundesverband deutscher Discotheken und Tanzbetriebe (BDT im Branchenverband Dehoga) fordert eine klare Öffnungsperspektive für Clubs in der Corona-Krise - und kann sich dafür auch eine Maskenpflicht vorstellen. Auch Wegekonzept, Lüftung, gegebenenfalls bezahlbare Schnelltests - darüber wolle man mit der Politik diskutieren. "Eine Maskenpflicht auf der Tanzfläche ist zwar nicht ideal, aber wir sollten es auch nicht ausschließen", sagte BDT-Geschäftsführer Stephan Büttner im Vorfeld des Branchentreffens Club Convention der "Neuen Osnabrücker Zeitung" (NOZ/Dienstag).

Die Jugend werde sich über die Wintermonate nicht einsperren lassen, meinte Büttner. "Dann verlagern sich die Feiern in private Räumlichkeiten. Für das Infektionsgeschehen ist das gefährlicher als die Feier im Club. Wir wollen einen Dialog, um auszuloten, unter welchen Bedingungen eine Wiedereröffnung möglich wäre." (dpa)

Söder: Corona-Warn-App "bisher ein zahnloser Tiger" - Mehr Funktionen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hält die Corona-Warn-App bislang für praktisch wirkungslos. "Die App ist leider bisher ein zahnloser Tiger. Sie hat kaum eine warnende Wirkung", sagte der CSU-Chef den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Dienstag). "Daher braucht es ein digitales Update, um alle Möglichkeiten auszuschöpfen, damit die Corona-App wirksam wird." Wie genau dieses Update aussehen soll, ließ Söder offen.

Auch der SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach forderte wegen der stark steigenden Corona-Zahlen eine Aufrüstung der Corona-Warn-App mit zusätzlichen Funktionen. Er sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland (RND/Dienstag), man könne sich nicht damit zufrieden geben, dass nur 60 Prozent der positiv getesteten Nutzer ihren Befund für Warnungen durch die App weiter melden. "Die Fragestellung müsste umgekehrt werden: ob jemand explizit nicht warnen will." Bislang müssen Nutzer, die einen positiven Befund bekommen, aktiv zustimmen, dass ihre Risikokontakte über die App informiert werden. dpa)

Moderna-Chef hofft auf Impfstoff-Zulassung in den USA für Dezember

Der Arzneimittelhersteller Moderna erwartet mit etwas Glück eine US-Notfallzulassung für den eigenen Impfstoff gegen Covid-19 im Dezember. Die Voraussetzung dafür sei, dass Moderna im November in einer Studie positive Zwischenergebnisse erziele, führte der Vorstandsvorsitzende Stephane Bancel auf einer Veranstaltung des "Wall Street Journal" aus. Mit einer Notfallzulassung der amerikanischen Behörde für Nahrungs- und Arzneimittel (FDA) könnten Teile der US-Bevölkerung - zum Beispiel medizinisches Personal oder ältere Menschen - auch vor der offiziellen Zulassung geimpft werden.

Moderna gilt als eins der führenden Unternehmen im Rennen um einen Impfstoff gegen das Coronavirus. Ähnlich weit sind daneben auch Pfizer und Biontech . Der US-Pharmakonzern und das Mainzer Unternehmen könnten schon im November in den USA eine Notfallzulassung ihres Corona-Impfstoffes beantragen, falls eine laufende Studie positiv ausfalle. (dpa)

Irland verhängt neuen Corona-Lockdown

Die irische Regierung macht ernst. Als erstes Land der Europäischen Union kehrt das Land in den Corona-Lockdown zurück. Am Montag ordnete Ministerpräsident Micheal Martin bereits eine Ausgangssperre für die Bevölkerung an. Ab Mittwoch müssen alle nicht notwendigen Geschäfte geschlossen bleiben. Bars und Restaurants dürfen nur noch einen Lieferservice anbieten. Schulen und Kindergärten sollen hingegen geöffnet bleiben. Der Lockdown soll zunächst für sechs Wochen gelten.

In einer nationalen Fernsehansprache sagte Ministerpräsident Martin: „Jeder im Land wird gebeten, zu Hause zu bleiben.“ Die Menschen in Irland dürfen sich jetzt nur noch in einem Umkreis von fünf Kilometern ihres Wohnorts bewegen. Allerdings könne und wolle man „nicht zulassen, dass die Zukunft unserer Kinder und Jugendlichen ein weiteres Opfer dieser Krankheit wird“, sagte Martin weiter. Deshalb bleiben Schulen und Kitas trotz des Lockdowns geöffnet.

6868 Corona-Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Dienstagmorgen 6868 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert liegt damit deutlich über den 4122 gemeldeten Fällen vom Dienstag vergangener Woche. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert seit Beginn der Corona-Pandemie in Deutschland erreicht. Die jetzigen Werte sind allerdings nur bedingt mit denen aus dem Frühjahr vergleichbar, weil mittlerweile wesentlich mehr getestet wird.

Experten zufolge sind die neu gemeldeten Infektionen wegen der Zeit zwischen Ansteckung, Test, Ergebnis und Meldung ein Hinweis darauf, wie stark das Virus vor etwa einer Woche in der Gesellschaft unterwegs war. Deshalb dauere es auch, bis sich politische Maßnahmen in den Meldezahlen niederschlagen könnten.

+++ 19. Oktober +++

Lagebericht Berlin: 476 Neuinfektionen am Montag

In der Hauptstadt haben sich in den vergangenen 24 Stunden 476 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Neuinfektionen in Berlin ist im Vergleich zum Sonnabend (363 Neuninfektionen) und Sonntag (302 Neuinfektionen) noch mal angestiegen. Das geht aus dem Lagebericht von Montagnachmittag hervor, den die Senatsgesundheitsverwaltung derzeit täglich veröffentlicht.

241 Menschen sind in Berlin schon an oder mit einer Coronainfektion verstorben. Es kam am Montag aber kein weiterer Todesfall hinzu. Die Gesamtzahl der Menschen, die sich in Berlin seit Pandemie-Beginn mit dem Virus infiziert hatten, stieg am Montag auf 21.904. Allerdings gelten über 16.000 von ihnen schon als genesen. 

In Berlin werden derzeit 296 Covid-19-Patienten im Krankenhaus behandelt, zwölf mehr als am Sonntag. Von ihnen liegen derzeit 67 auf der Intensivstation, 50 werden beatmet.

Merkel: Corona-Krise trifft Migranten besonders hart

Die Corona-Krise trifft Migranten in Deutschland nach Ansicht von Kanzlerin Angela Merkel besonders hart. Einwanderer könnten etwa weniger Bildungs- und Sprachangebote annehmen, weil viele coronabedingt gestrichen würden, sagt Merkel zum Beginn des 12. Integrationsgipfels, der diesmal virtuell stattfindet. Zudem führe der Wirtschaftseinbruch dazu, dass sich gerade „viele Menschen mit Einwanderungsgeschichte“ Sorgen um ihren Arbeitsplatz machen müssten. Arbeitsminister Hubertus Heil nimmt nicht am Integrationsgipfel teil, weil er sich ebenso wie Integrations-Staatsministerin Annette Widmann-Mauz in häuslicher Quarantäne befindet. 

Hamburg überschreitet Corona-Warnwert

Als vierte und letzte deutsche Millionenstadt hat am Montag auch Hamburg einen sogenannten Corona-Inzidenzwert von 50 erreicht. Der Wert der Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern innerhalb der vergangenen sieben Tage stieg nach Angaben der Gesundheitsbehörde erneut leicht an und lag nun bei 50,6. Bereits am Sonntag war er auf 49,8 geklettert und lag nur knapp unterhalb der Warnschwelle, ab der die Hansestadt offiziell als ein Corona-Risikogebiet gilt.

Die anderen drei deutschen Millionenstädte Berlin, München sowie Köln überschritten den Grenzwert bereits früher und liegen inzwischen teils darüber. Gleiches gilt für andere Großstädte. Konkrete weitere Maßnahmen waren in Hamburg zunächst nicht angekündigt.

Söder fordert bundesweite Maskenpflicht

CSU-Chef Markus Söder fordert eine bundesweit einheitliche Maskenpflicht für Regionen mit hohen Corona-Zahlen. „Wir brauchen eine allgemeine Maskenpflicht national“, sagte der bayerische Ministerpräsident am Montag. Bei mehr als 35 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnern binnen sieben Tagen solle eine Maskenpflicht auf stark frequentierten öffentlichen Plätzen und in Schulen gelten, sagte Söder, in Grundschulen und Horten ab der Marke 50. Und: Söder forderte bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 eine bundesweite Maskenpflicht auch am Arbeitsplatz, wenn Mindestabstände nicht eingehalten werden können.

Covid-19: Tschechien fragt Intensivbetten in Deutschland an

Kürzlich präsentierte sich Tschechien noch als Vorbild für andere bei der Corona-Bekämpfung. Doch nun steigen die Infektionszahlen so rasant wie kaum in einem anderen Land Europas. Die Kapazitäten für Intensivbetten können schnell zu gering sein, wird in dem Land befürchtet. Deshalb haben tschechische Behörden schon bei Nachbarländern wie Deutschland angefragt, ob sie im Bedarfsfall Patienten aufnehmen könnten.

Zudem hat das Land eine kleine Container-Stadt mit Operationssaal, Intensivstation, eigenem Labor und Röntgengeräten eingerichtet. Erst am Freitag wurde mit 11.105 Fällen erstmals die Schwelle von 10.000 Corona-Neuinfektionen binnen 24 Stunden überschritten.

Schon 108 Regionen in Deutschland über der Obergrenze

Inzwischen zählt in Deutschland jeder vierte Land- oder Stadtkreis zu den Corona-Problemregionen. Laut RKI klettert die Zahl der Kreise über der Obergrenze von 50 im Vergleich zum Vortag um 15 - und damit auf den neuen Höchstwert von 108.

Seit vergangenem Freitag ist die Stadt Weimar in Thüringen die einzige Stadt Deutschlands, die in den vergangenen sieben Tagen keinen Corona-Fall vermeldet hat

Um Regeln zu umgehen: Polnisches Fitnessstudio bezeichnet sich als Kirche

Um die örtlichen Corona-Beschränkungen im von der Pandemie gebeutelten Polen zu umgehen, hat sich ein polnisches Fitnessstudio selbst als Kirche bezeichnet. „Weil Fitness-Kurse nicht erlaubt sind, bieten wir ab heute religiöse Versammlungen für Angehörige der Kirche des gesunden Körpers an“, teilte das Studio Atlantic Sports bei Facebook mit. 

Slowenien verhängt erneut Corona-Notstand

Wegen der rasch steigenden Anzahl von Infektionen mit dem Corona-Virus hat Slowenien am Montag erneut einen 30-tägigen Pandemie-Notstand ausgerufen. Unmittelbare Konsequenzen hat dieser Schritt vorerst keine. Er bildet aber die Grundlage dafür, dass die Behörden auch lokal abgestufte neue Maßnahmen und Einschränkungen anordnen können. Ein erster Corona-Notstand war in dem EU-Land vom 12. März bis Ende Mai verhängt worden.

Bereits seit letztem Freitag gilt ein teilweiser Lockdown. In neun von zwölf Regionen dürfen die Bewohner ihre jeweilige Region nicht verlassen. Es gibt allerdings Ausnahmen, wie etwa Fahrten zum Arbeitsplatz. Außerdem trat am Montag ein Plan in Kraft, dass Schüler ab der 6. Schulstufe nur noch im Fernunterricht unterrichtet werden.

Fast doppelt so viele Fälle wie vor einer Woche: 4325 Neuinfektionen in Deutschland

Die Gesundheitsämter in Deutschland haben nach Angaben des Robert Koch-Instituts vom Montagmorgen 4325 neue Corona-Infektionen binnen 24 Stunden gemeldet. Der Wert ist vergleichsweise niedrig, auch weil am Wochenende nicht alle Gesundheitsämter Daten übermitteln. Gemessen an den 2467 gemeldeten Infektionen vom Montag vergangener Woche ist der aktuelle Wert aber deutlich erhöht. Die Zahl der Neuinfektionen hatte am Samstag mit 7830 zum dritten Mal in Folge einen Höchstwert erreicht. Der repräsentativere 7-Tage-Mittelwert ist so hoch wie zum Höhepunkt der ersten Welle Anfang April.

Seit Beginn der Corona-Krise haben sich nach RKI-Angaben mindestens 366 299 Menschen in Deutschland nachweislich mit dem Virus Sars-CoV-2 infiziert (Stand: 19.10., 0.00 Uhr). Die Zahl der Todesfälle im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion lag demnach bei 9789. Das waren zwölf mehr als am Vortag. Nach Schätzungen des RKI gibt es etwa 294 800 Genesene.