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„Deshalb liebe ich Pornos“: Studentin meldet sich bei Tinder an, es verändert alles

Köln -

Als Emily Tinder beigetreten ist, hoffte sie, ein paar Dates zu haben und bestenfalls die große Liebe zu finden. Stattdessen wurde die Studentin als Pornodarstellerin angeworben und verdient heute 835 Dollar – pro Stunde.

Heute ist Emily 22 Jahre alt und ist wohl eher unter ihrem Künstlernamen Gianna Dior bekannt. Sie ist eine von Hunderten Frauen, die von Porno-Scouts auf Tinder ins Visier genommen werden.

Das berichtet die „Sun“ in Anlehnung an eine neue Dokumentation des Senders Channel 4 unter dem Titel „Generation Porn“. Dort spricht Gianna Dior über ihre Geschichte.

Pornostar Gianna Dior war früher Rezeptionistin und Kellnerin

„Ich ging in Alabama zur Schule, studierte Psychologie und hatte zwei Jobs – Rezeptionistin beim Augenarzt und Kellnerin im Sushi-Restaurant“, erzählt die 22-Jährige.

Unschuldig meldete sie sich bei Tinder an und wurde prompt von einem Scout für Porno-Produktionen kontaktiert. „Er fragte, ob ich jemals darüber nachgedacht hätte, Pornos zu drehen. Ich sagte ‚nein‘“, erzählt Dior.

Da ihr Interesse nun aber geweckt war und der Agent weiter nachfragte, sagte sie zu, eine Probe-Szene in Miami zu drehen. „Ich habe es so sehr geliebt“, verkündet sie rückblickend auf ihre ersten Schritte im Business im Mai 2018.

Gianna Dior: Pornostar hatte mit 16 zum ersten Mal Sex

Sie habe immer eine entspannte Einstellung zum Thema Sex gehabt, ihre Jungfräulichkeit mit 16 verloren. „Deshalb liebe ich Pornos, weil ich dort ich selbst sein kann“, sagt sie.

Ihr sei das teilweise schlechte Image der Szene bewusst: „Pornos sehen für Außenstehende immer schlimm aus, aber das ist okay. Mir ist es egal, was andere denken. Mein Glück ist alles, was zählt.“

Gianna Dior startet in Porno-Branche durch

Mit dieser Einstellung und ihren Filmen hat Gianna Dior in kürzester Zeit viele Fans gewonnen. In etwas über einem Jahr hat sie beinahe 100 Filme gedreht und mehr als 560.000 Follower auf ihren Social-Media-Accounts.

Sie verdiene geschätzte 1670 Euro für nur zwei Stunden Arbeit – so viel wie zuvor in ihren beiden Jobs in zwei Monaten, heißt es in dem Bericht.

Familie von Gianna Dior wendet sich ab

Doch die Porno-Karriere habe auch ihren Preis. Giannas Familie habe sich abgewendet, ihr christlicher Vater sei ziemlich unglücklich mit ihrer Berufswahl. Er würde sie immer wieder bitten, ihre Entscheidung zu überdenken.

„Ich bete, dass du das Geld nimmst und zurück zur Schule gehst“, habe er ihr geschrieben.

Porno-Produzent würde eigene Tochter keine Sex-Filme drehen lassen

Kurioserweise bekommt er ausgerechnet von Produzent Mike Quasar Unterstützung. Der hat auch Gianna Dior schon gefilmt und sagt: „Wenn meine Tochter mir erzählen würde, dass sie Pornos jeglicher Art machen wolle, würde ich vor einen Zug springen.“

Und weiter: „Ich weiß, dass mich das zu einem extremen Heuchler macht, weil ich bereit bin, die Töchter anderer Menschen bei furchtbaren Sachen zu filmen.“

Letztlich ist und bleibt es die Entscheidung der 22-Jährigen. Und solange sie glücklich ist – und dabei auch noch ihre Fans glücklich macht – kann wohl niemand etwas dagegen sagen.

(so)