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Horror-Angriff in Heidelberg: Kampfhund beißt 15-Jährigem Nase und Ohren ab

Kampfhundeattacke Heidelberg

Zwei Hunde der Rasse American Staffordshire Terrier hatten Jugendlichen angegriffen (Symbolbild). 

Foto:

dpa

Heidelberg/Leimen -

Im Juni hatten zwei Kampfhunde der Rasse American Staffordshire Terrier in Leimen bei Heidelberg einen 15-Jährigen attackiert und schwer verletzt.

Wie die „Rhein-Neckar-Zeitung“ berichtet, verlor das Opfer bei dem Angriff Teile der Nase und der Ohren. Der Junge musste in eine Spezialklinik eingeliefert werden.

Einem 17-Jährigen wird vorgeworfen, die Hunde bewusst auf das Opfer gehetzt zu haben. Er hätte sich von diesem provoziert gefühlt und ihm eine Lektion erteilen wollen.

Der Jugendliche hatte die Kampfhunde seines 22-jährigen Bruders am Halsband gehalten. Beide sind wegen schwerer Körperverletzung angeklagt.

Kampfhundeattacke in Heidelberg: Angeklagter bedauert Angriff

Am Dienstag bat der Hauptangeklagte vor dem Heidelberger Landgericht um Entschuldigung für die lebensgefährliche Attacke.

Er sei leichtsinnig, unerfahren und überfordert im Umgang mit den beiden Kampfhunden gewesen, sagte der 17-Jährige vor dem Landgericht Heidelberg. Die Hunde hatten keinen Maulkorb und waren nicht angeleint, als sie über den Teenager herfielen.

Minderjähriger hätte Kampfhund nicht führen dürfen

Für Kampfhunde gilt: Erwachsene dürfen nur je einen Hund an der Leine führen. Dem 22-Jährigen wird auch vorgeworfen, seinem minderjährigen Bruder die Hunde überlassen zu haben.

Das Opfer ist mittlerweile aus der Klinik entlassen worden. Die beiden Terrier waren nach dem Angriff beschlagnahmt worden. Wie es mit ihnen weiter geht, wird nach dem Gerichtsprozess entschieden. (dpa/pvr)