Monatelang hielten die australischen Buschfeuer im letzten Jahr Mensch und Tier in Atem. (Archivbild) Foto: dpa/David Mariuz

Nach einer extremen Hitzewelle am Wochenende sind im Osten Australiens erneut große Waldbrände ausgebrochen. Insgesamt musste die Feuerwehr mehr als 50 Buschfeuer bekämpfen, teilten die Behörden am Montag mit. Vorausgegangen waren zwei Tage mit Temperaturen von teilweise mehr als 40 Grad im Bundesstaat New South Wales mit der Hauptstadt Sydney. Starke Winde mit Geschwindigkeiten von über 100 Stundenkilometern fachten die Flammen zudem weiter an.

Die Nacht zum Sonntag war Meteorologen zufolge die heißeste, die in Sydney seit Beginn der Aufzeichnungen gemessen wurde. Die Temperaturen fielen teilweise nicht unter 25,4 Grad. Am späten Sonntag gab es schließlich Abkühlung: Innerhalb von 20 Minuten kühlte es sich in Teilen der Metropole plötzlich um 10 Grad ab. Die Feuerwehr meldete aber, besonders am Dienstag gebe es ein hohes Risiko für weitere Brände.

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Verheerende Buschbrände hatten von August 2019 bis März 2020 in sechs der insgesamt acht australischen Bundesstaaten und Territorien mehr als zwölf Millionen Hektar Land verwüstet. Mehr als 30 Menschen und unzählige Tiere kamen ums Leben.

Erst vor wenigen Wochen hatte der neue Klimareport der australischen Wissenschaftsbehörde Csiro und der Meteorologiebehörde BOM ergeben, dass sich Australien stärker als der Durchschnitt der Erde erwärmt. Das Land wird den Experten zufolge in Zukunft mit immer mehr extremen Wettersituationen und Waldbränden zu kämpfen haben.