Der polizeibekannte Mann hatte sich eine Verfolgungsjagd mit der Polizei geliefert. Dabei kam es zu einem schweren Unfall, bei dem eine Frau starb. Foto: IMAGO / Rene Traut

Bei einer Verfolgungsjagd mit der Polizei Brandenburg ist am Sonntagabend ein Frau gestorben. Das meldet die zuständige Polizeidirektion Süd. Die Frau saß als Beifahrerin in einem Auto, dessen Fahrer auf der Flucht vor der Polizei einen schweren Unfall hatte. Wie die Polizei mitteilte, ereignete sich der Unfall, als der flüchtige Fahrer gegen 19.25 Uhr auf der L49 bei Eichow einer von der Polizei ausgelegten Nagelsperre auswich.

Ein Sprecher der Polizei sagte, dass „ein 36 Jahre alter und polizeilich bekannter Autofahrer, der nicht im Besitz einer Fahrerlaubnis ist“, mit einem Peugeot zunächst im Stadtgebiet von Cottbus unterwegs war. „Da an dem Pkw zudem Kennzeichen angebracht waren, die an einen VW gehören, entschlossen sich die handelnden Polizeibeamten, das Fahrzeug zu kontrollieren“, so der Sprecher weiter.

Einsatzkräfte wollen Fahrzeug stoppen und legen Nagelsperre aus

Der Fahrer des Wagens gab jedoch Gas und flüchtete mit überhöhter Geschwindigkeit und laut Polizei „verkehrsgefährdend“ in Fahrtrichtung Kolkwitz. Wenig später kam es dann zu dem folgenschweren Unfall. Der Polizeisprecher weiter: „Im Rahmen der anschließenden Fahndungsmaßnahmen wollten Beamte das Auto bei Eichow stoppen und legten einen Stop-Stick aus. Diesem wich der Fahrer aus, kam mit dem Auto ins Schleudern und von der Fahrbahn ab“.

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Dabei wurde die Beifahrerin des Mannes aus dem Fahrzeug geschleudert. Sie wurde dabei so schwer verletzt. dass sie nach Angaben der Polizei noch an der Unfallstelle verstarb. Zudem fing der verunfallte Fluchtwagen im Motorraum kurzzeitig Feuer. Auch der Fahrer wurde bei dem schweren Unfall verletzt und musste zur Behandlung in ein Krankenhaus gebracht werden. Um wen es sich bei der toten Frau handelt, war am Sonntagabend noch nicht bekannt. „Derzeit ist die Identität der Frau noch nicht geklärt“, so der Polizeisprecher.

Spezialisten der Dekra wurden zur Klärung des Unfallhergangs angefordert. Während der Rettungs- und Bergungsarbeiten musste die Straße voll gesperrt werden. Die Ermittlungen der Polizei dauern an. Für den Montagvormittag kündigte der Polizeisprecher weitere Informationen an.