Die Forschungsgemeinschaft Leopoldina ist ein wichtiger Berater der Bundesregierung. Foto: Foto: imago images/Rolf-Peter Stoffels

Die Nationale Akademie der Wissenschaften Leopoldina in Halle empfiehlt, Weihnachten und Silvester für einen harten Lockdown zu nutzen, um die Kontrolle über das Infektionsgeschehen in der Corona-Pandemie zurückzuerlangen. In einer am Dienstag veröffentlichten Ad-hoc-Stellungnahme heißt es: „Ab dem 24. Dezember 2020 bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und ein harter Lockdown gelten.“

Die Akademie berät die Bundesregierung beim Umgang mit der Coronavirus-Pandemie: In der Stellungnahme skizziert die Akademie ein zweistufiges Vorgehen. Stufe eins soll ab dem 14. Dezember gelten: Bereits ab diesem Datum müssten Kontakte im beruflichen wie im privaten Bereich auf das absolute Mindestmaß reduziert werden. Das Homeoffice müsse, wo immer möglich, die Regel sein. Die Schulpflicht sollte bis zum Beginn der Weihnachtsferien in allen Bundesländern aufgehoben werden. Gruppenaktivitäten in Sport und Kultur müssten eingestellt werden, und wo immer möglich sollten digitale Möglichkeiten anstelle von Präsenzangeboten genutzt werden.

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Stufe zwei soll ab Heiligabend gelten: Ab dem 24. Dezember 2020 bis mindestens zum 10. Januar 2021 sollte in ganz Deutschland das öffentliche Leben weitgehend ruhen und ein harter Lockdown gelten. Hierfür sollten zusätzlich zu den ab dem 14. Dezember vorgeschlagenen Maßnahmen alle Geschäfte bis auf die des täglichen Bedarfs geschlossen und die Weihnachtsferien in den Bildungseinrichtungen verlängert werden. Zwischen dem 24. Dezember und dem 10. Januar sollten Urlausbsreisen ganz unterbleiben. Zusammenkünfte sollten nur im engsten stabilen Personenkreis stattfinden