Vor der Bühne Hunderte Strandkörbe: So ähnlich wird es in Hoppegarten aussehen. Hier ein Bild aus dem Sommer 2020 in Mönchengladbach. Foto: RBK Fusion/Wiggers

Gerade erst wurden sieben große Musik-Festivals, auf die sich viele gefreut hatten, für diesen Sommer wieder abgesagt – unter anderem „Rock am Ring“ am Nürburgring, „Hurricane“ in Niedersachsen und „SonneMondSterne“ in Thüringen. Doch Berlin wird rocken:  Vom 13. August bis zum 26. September steigt das „Strandkorb Open Air 2021: Picknick & Pop“ auf der Rennbahn Hoppegarten. Die ersten 5000 Karten sind schon verkauft.

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Da heißt es wohl: Von   Mönchengladbach lernen, heißt siegen lernen. Denn dort hat das neue Veranstaltungskonzept „Strandkorb Open Air“ im Sommer 2020 schon voll eingeschlagen. 50.000 Fans kamen – unter Einhaltung aller Sicherheits- und Hygienevorschriften. Wie das geht? Rund 1000 Strandkörbe, die 2500 Besuchern Platz bieten, werden auf der Rennbahn Hoppegarten in ordnungsgerechten Abständen positioniert, wie der Veranstalter RBK Fusion verspricht.

Jan Delay stellt in Hoppegarten sein neues Album „Earth, Wind & Feiern“ vor. Foto: Imago/Havergo

Die Fläche ist dabei in bis zu 10 „Urlaubs-Inseln“ unterteilt, nach den Nord- und Ostseeinseln sowie Mallorca benannt. Direkt vor der Bühne liegen die Inseln Rügen und Sylt. Durch „Einbahnstraßen & Wegführung“ wird der Kontakt zu anderen Besuchern vermieden. Darüber hinaus berücksichtigt das Konzept weitere Hygienemaßnahmen, die den kompletten Weg vom Parken bis zum Strandkorb oder den Toilettenblöcken abdecken. Speisen und Getränke werden online gebucht und laut Veranstalter von Servicekräften ohne direkten Kontakt an den Strandkorb geliefert.

Bisher stehen im August und September 15 Konzerte von Rock, Pop bis Klassik und Comedy-Shows fest, weitere Termine sollen folgen. Karten kosten zwischen  44 und 56 Euro. Das Auftaktkonzert ist bisher In Extremo. Am 14. August wird es ab 18.30 Uhr mittelalterlich zwischen den Strandkörben. In den nächsten Tagen folgen dann Fury in the Slaugtherhouse (15. August), God Save The Queen (19. August) und Mono Inc. (20. August).

Heinz-Rudolf Kunze spielt am 23. September auf der Galopprennbahn. Foto: Imago/Kremer

Sommer-Dancekracher stehen am 27. August (Jan Delay & Disko No. 1) und 9. September (Gentleman) auf dem Programm. „Kölsch im Strandkorb“ gibt es dann am 29. August mit den Bläck Föss, Brings und den Höhnern, eine Portion Berlin am 28. August mit Element of Crime.

Am 22. August wehen klassische Klänge über das Grün der Rennbahn – beim „Klassik Open Air“ mit dem Prag Royal Philharmonic Orchestra. Und Comedy-Fans werden am 10. September („Comedy Splash“) und am 17. September (Helge Schneider) bedient. STH