Berliner Polizisten nehmen eigenen Kollegen in Zivil beim Drogenkauf im Dienst fest
Dümmer als die Polizei erlaubt ist es für einen LKA-Mann in Berlin gelaufen. Er wurde beim Drogenkauf von den Kollegen erwischt.

Unerkannt warten Zivilbeamte der Polizei eines Abschnitt in Mitte Unter den Linden darauf, dass etwas passiert. Und dann passiert etwas.
Unerkannt geht ein Zivilbeamter auf ein wartendes Auto Unter den Linden zu und gibt der Fahrerin Geld. Diese händigt ihm daraufhin Drogen aus. Zugriff.
Die Kollegen in Zivil stellen schnell fest, dass sie einen dicken Fisch an Land gezogen haben: Sie nehmen gerade einen im Dienst befindlichen Polizisten des Landeskriminalamts, ebenfalls in Zivil, hops während der Koks shoppt. Im Film taugte so eine Szene höchstens für ein Slapstick-Movie oder einen Bud-Spencer Kalauer.
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In Wirklichkeit macht die Polizeipressestelle diese staubtrockene Meldung aus dem irrwitzigen Vorgang:
„Zivilkräfte eines Polizeiabschnitts beobachteten gestern Abend in Mitte den Verkauf von Drogen aus einem Auto heraus. Die Polizeikräfte waren gegen 21 Uhr auf einen Mann in der Straße Unter den Linden aufmerksam geworden, der an ein dort wartendes Fahrzeug herangetreten war und sich von der Fahrerin des Wagens offenkundig etwas übergeben ließ.“
Kokser im Dienst - Polizist hochgenommen
Bei der Überprüfung des 47-Jährigen sei festgestellt worden, dass es sich bei ihm um einen im Dienst befindlichen und zivil eingesetzten Polizeibeamten des Landeskriminalamtes handelt. „Dieser räumte ein, soeben Rauschgift gekauft zu haben und händigte ein Gefäß mit vermutlich Kokain aus, welches beschlagnahmt wurde.“
Eine Durchsuchung der Räume des LKA-Mannes blieb ohne Erfolg. Der dicke Fisch, den die Streifenpolizisten an Land gezogen hatten, muss nun um seinen Posten bangen. Entscheidungen zu dienstrechtlichen Maßnahmen würden getroffen, heißt es. Dass der koksende LKA-Mann in den Streifendienst versetzt wird, ist aber wohl auszuschließen.
Auch die Fahrerin des „Koks-Taxis“ konnte im Nachgang angehalten und überprüft werden. Gegen sie wurde ein Ermittlungsverfahren wegen des illegalen Handels mit Betäubungsmitteln eingeleitet. Ende.