Der Streifenwagen rutschte über einen Gehweg, wo ihn ein Baum stoppte. Zum Glück waren zu der Zeit keine Fußgänger unterwegs. 
Foto: Julian Stähle

Ein geschrotteter Streifenwagen liegt mitten auf einem Gehweg. Ein Baum verhinderte, dass das Auto in Tische und Stühle geschleudert wird. Nach einer wilden Verfolgungsjagd durch Kreuzberg endete diese Einsatzfahrt in der stabilen Seitenlage!

Es ist die Nacht zu Sonntag um kurz nach 3 Uhr: Zwei Polizisten auf Streifenfahrt bemerken auf der Yorckstraße Ecke Großbeerenstraße einen BMW, der viel zu schnell durch die Stadt rast. Als sie das Auto stoppen wollen, drückt der Fahrer aufs Gaspedal, ignoriert sämtliche Haltesignale der Polizisten und flüchtet.  Laut Zeugen sollen in dem Fluchtwagen drei Personen sitzen. 

Was folgt, ist eine Verfolgungsjagd, bei der rote Ampeln missachtet werden und unbeteiligte Verkehrsteilnehmer in Gefahr gebracht werden. An der Möckernstraße Ecke Obentrautstraße verliert der BMW-Fahrer plötzlich die Kontrolle über sein Fahrzeug, poltert auf den Gehweg und überfährt mehrere E-Roller und ein Straßenschild. Wenig beeindruckt von der zerstörerischen Irrfahrt beschleunigt der BMW-Fahrer und rast mit quietschenden Reifen in Richtung Tempelhofer Ufer.

Das Polizeiauto rammte auch einen geparkten Motorroller.
Foto: Julian Stähle

Als die Einsatzkräfte nach rechts in die Großbeerenstraße abbiegen wollen, werden sie aus der Kurve geschleudert. Die Beamten kommen immer weiter nach links ab, krachen gegen einen Stromverteilerkasten und ein geparktes Mofa. Durch die Wucht des Aufpralls dreht sich der Streifenwagen und rutscht schließlich gegen einen Baum, wo er auf der Seite zum Liegen kommt. Zum Glück sind gerade keine Fußgänger unterwegs, die sonst wohl erschlagen worden wären. 

Fluchtwagen wird im Halteverbot entdeckt

Glück auch für die Polizisten. Trotz des immensen Schadens kommen sie mit dem Schrecken davon. Sie krabbeln unverletzt aus dem Wrack nicht verletzt und rufen Verstärkung. Bei der anschließenden Suche nach den BMW-Insassen entdecken dazu gerufene Einsatzkräfte in einem Halteverbot in der Möckernstraße den abgestellten Fluchtwagen.  Es ist ein Mietwagen. Die Insassen sind längst verschwunden, offenbar zu Fuß geflüchtet. Eine Fahndung in der Umgebung brachte die Polizisten auf die Spur von drei auffälligen Männern. Sie wurden nach Angaben der Polizei voneinander getrennt befragt. 

„Ein Tatverdacht hat sich bisher nicht erhärtet, weshalb sie nur als Zeugen geführt werden“, erklärte ein Polizeisprecher. Wer für die Schäden aufkommt, ist also unklar. Die Ermittlungen dazu dauern an.