Berlin-Marzahn, kurz nach 23 Uhr: Eine wilde Verfolgungsjagd zweier Diesel-Diebe mit der Berliner Polizei endet in einem Unfall-Drama. Moris Pudwell

Es sind Szenen wie aus einem Actionfilm: ein dunkler VW Passat rast quer durch Berlin, liefert sich eine wilde Verfolgungsjagd mit der Polizei. Doch während im Film fast immer alles gut ausgeht, endet diese Flucht für drei Männer in der Klinik.

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Berlin-Marzahn, kurz nach 23 Uhr: Auf einer Baustelle in der Nähe des Helene-Weigel-Platzes beobachten Zivilfahnder zwei Diesel-Diebe bei der Arbeit. An einem Schaufelradlader machen sie sich zu schaffen. Ein solcher Bagger fasst im besten Fall rund 110 Liter Diesel.

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Als die Beamten den VW der beiden und seine zwei Insassen dann kontrollieren wollen, geben die Diebe Vollgas. Eine halsbrecherische Verfolgungsfahrt beginnt in Richtung Märkische Allee (B158), dann weiter zur Landsberger Allee stadtauswärts.

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Verfolgungsjagd endet im Unfall auf der Landsberger Allee

Doch die wilde Fahrt geht nicht lange gut. An der Kreuzung Landsberger Allee/Marzahner Promenade kommt ein Bus von links, will die Landsberger Allee überqueren. Der Fahrer des VW rast bei Rot auf die Kreuzung und will den Bus noch vorn rechts umfahren.

Was im Film wohl der folgenden Polizei den Weg abgeschnitten hätte, endet hier tragisch.

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Es kommt zum folgenschweren Unfall zwischen Bus und Auto. Der VW wird durch den Zusammenprall auf den Gehweg geschleudert, zerstört Absperrgitter und einen Telekommunikationskasten, durchpflügt ein Gebüsch und kommt an einem Baum zum Stillstand.

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Der VW der Diesel-Diebe wurde auf der Landsberger Allee von einem Bus erfasst und meterweit über den Gehweg bis in ein Gebüsch geschleudert. Morris Pudwell

Glück im Unglück für die schwer verletzten Diesel-Diebe: Zufällig passieren gerade zwei Fahrzeuge der  Feuerwehr den Unfallort. Sie sind auf dem Weg zu einem Brand und brechen ihren ursprünglichen Einsatz ab. Die Kameraden leiten sofort Rettungsmaßnahmen ein, alarmieren weitere Einsatzkräfte nach.

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Landsberger Allee nach Unfall gesperrt

Von den vier Fahrgästen im Bus klagt nur einer (43) über Schmerzen im linken Arm, verzichtet aber auf eine Behandlung. Der Busfahrer (62) hingegen wird mit einer Beinverletzung in ein Krankenhaus transportiert, kann aber nach ambulanter Behandlung entlassen werden.

Die zwei Insassen des VW, ein 29-Jähriger und der bis zum Vormittag nicht identifizierte Fahrer, müssen von der Feuerwehr aus dem Wrack befreit und von Notfallsanitätern und einem Notarzt versorgt werden. Schwer verletzt, werden sie unter Polizeibegleitung ins Krankenhaus gebracht.

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In ihrem Auto findet die Polizei zwei Kanister mit Treibstoff.

Die Landsberger Allee bleibt bis zum Morgen für Ermittlungen gesperrt.