Polizistin vor einem Auswertungscomputer bei Ermittlungen gegen Kinderpornografie und sexuellem Missbrauch. (Symbolbild) dpa/Arne Dedert

Wegen sexueller Vergehen gegen Hunderte Kinder und Jugendliche ist ein Mann in Wien zu einer mehrjährigen Gefängnisstrafe verurteilt worden. Das Landgericht in Wien verhängte am Dienstag dreieinhalb Jahre Haft sowie die Einweisung in eine Einrichtung für sogenannte geistig abnorme Rechtsbrecher.

Laut Anklage benutzte der 57-Jährige eine Software, die ihn in Video-Chats wie ein attraktives Mädchen aussehen ließ. So brachte er mehr als 600 minderjährige Jungen dazu, sexuelle Handlungen an sich vorzunehmen, die er dann aufzeichnete.

Angeklagter gestand seine Taten

Dem Mann wurde nicht nur Kinderpornografie zur Last gelegt, sondern auch sexueller Missbrauch von Kindern auf den Philippinen. Der Angeklagte gestand all diese Taten vor Gericht. „Für uns ist klar, dass von Ihnen eine große Gefahr ausgeht, wenn Sie nicht in einer dafür geeigneten Anstalt behandelt werden“, sagte die Richterin.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Wenn es in Kraft tritt, kann der Angeklagte auch nach den Haftjahren festgehalten werden, bis kein Risiko mehr für neuerliche Taten besteht.