Eine Straße in Werder/Havel. imago (Archivbild)

Schrecklicher Verdacht in Werder (Potsdam-Mittelmark): Ein neunjähriges Mädchen soll nach der Schule abgefangen und vergewaltigt worden sein: Das berichten die "Bild" und die "Märkische Allgemeine". Nun hat sich die Polizei zu dem Fall geäußert, und er stellt sich offenbar anders dar, als berichtet wurde. Am Dienstagabend wurde die Polizei nach eigenen Angaben über eine mögliche Straftat am Plantagenplatz informiert. Während der laufenden Ermittlungen offenbarte sich aber das Kind gegenüber der Polizei, dass der sexuelle Übergriff überhaupt nicht stattgefunden habe! Nun ermittelt die Polizei, warum der Sachverhalt so geschildert wurde, als habe eine Vergewaltigung vorgelegen.

Zunächst hatte es geheißen, dass sich ein Mann am Montagnachmittag an dem Platz an dem Mädchen im Kindesalter vergriffen haben soll. Auf einer Bank sitzend soll er das Kind plötzlich festgehalten und in ein Gebüsch gezogen haben. Dann sei es zu sexuellen Handlungen durch den Mann gekommen, so hieß es auch zunächst von der Polizei. Die "Bild" berichtet hingegen, bei einer gynäkologischen Untersuchung im Klinikum Ernst-von-Bergmann seien Verletzungen des Mädchens am Dienstag einem Sexualverbrechen zugeordnet worden. Die "Märkische Allgemeine" berichtet hingegen inzwischen, es könnte sich um einen "falschen Alarm" gehandelt haben.

Die Polizei hatte zuvor intensive Ermittlungen eingeleitet. Am Mittwoch wurden im Bereich des Plantagenplatzes aufgrund einer vorliegenden Beschreibung zwei Männer festgestellt, auf die die Beschreibung möglicherweise passen könnte. Sie wurden befragt. Ein Verdacht gegen beide erhärtete sich jedoch nicht, so dass sie entlassen wurden, wie die Polizei jetzt mitteilte.