Die Warschauer Brücke in Berlin-Friedrichshain. Imago/Jürgen Ritter

Es war ein lauschiger Freitagabend in Berlin. In allen Bezirken waren Menschen auf der Straße, gingen spazieren, tranken, feierten. Genauso hatte sich eine 20-Jährige auch ihren Abend in Friedrichshain vorgestellt. Zusammen mit einer Freundin war sie gegen 22 Uhr am Helsingforser Platz in der Nähe der Warschauer Brücke unterwegs, doch dann wurde sie Opfer eines sexistisch motivierten Überfalls!

Warschauer Brücke in Friedrichshain: Frau sexuell belästigt und beraubt

Weil die 20-Jährige auf die Toilette musste, habe sich die junge Frau am Freitagabend für kurze Zeit von ihrer Freundin entfernt und hatte den Weg zu einer öffentlichen Toilette an der Warschauer Brücke gesucht. Doch auf dem Weg dorthin wurde sie plötzlich von zehn bis 15 Männern umringt. Wie die junge Frau der Polizei berichtete, hätten einige von ihnen direkt begonnen, der jungen Frau an die Brüste und den Po zu fassen. Zudem sollen sie versucht haben, sie zu küssen. 

In dieser Gefahrensituation griff einer der jungen Männer nach der Handtasche der 20-Jährigen und rannte davon. Als die 20-Jährige laut um Hilfe schrie, flohen auch die anderen Angreifer in Richtung der Pillauer Straße, die auf halbem Wege zwischen Warschauer Brücke und dem Polizeiabschnitt 51 liegt.

Berliner Polizei findet den Reisepass des Opfers - und den mutmaßlichen Täter

Zeugen, die die Hilferufe hörten, nahmen die Verfolgung der Angreifer auf und sahen, wie die Handtasche in ein Gebüsch geworfen wurde. Doch die war schon komplett entleert. Polizisten gelang es immerhin noch den Reisepass der jungen Frau ebenfalls zu finden.

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Gefunden wurde übrigens auch einen 17-Jährigen, der als dringend tatverdächtig gilt. Bei dem jungen Mann wurden bei einer anschließenden Durchsuchung laut Polizeibericht nicht näher beschriebene Drogen gefunden. Zudem wurde ein Atemalkoholwert von 1,3 Promille gemessen. Der mutmaßliche Täter wurde auf freien Fuß gesetzt. Er wird sich wegen sexueller Nötigung und Raubes verantworten müssen. Wie weit die Polizei bei der Ermittlung der anderen Belästiger ist, ist unklar.