Die Statue Justizia (Symbolbild). Foto: dpa/Peter Steffen

Der „Satansmörder“ saß jahrelang im Knast und blieb rechtsradikal: Der aus Thüringen stammende Hendrik M. (44) steht nun in Berlin vor Gericht. Es geht um Nazi-Symbole auf T-Shirts und CDs sowie um Volksverhetzung.

Der „Satansmord von Sondershausen“ sorgte vor 27 Jahren bundesweit für Entsetzen. Drei Teenager, die zusammen in einer Black-Metal-Band spielten und begeistert Horrorfilme sahen, folterten und erdrosselten 1993 in Thüringen ihren Mitschüler Sandro Beyer (15).

M. erhielt acht Jahre Jugendstrafe. Er kam vorzeitig raus, fiel kurz darauf wegen rechtsextremer Taten auf. Er floh in die USA, wurde ausgeliefert, saß dann bis 2007 im Knast.

Er versuchte sich einige Zeit in Berlin. 2009 eine Razzia bei ihm und einem Kumpel. Rund 12.000 CDs und Schallplatten wurden damals beschlagnahmt. 2011 erhielt er in Berlin eine Bewährungsstrafe.

Nun steht M. mit Christian S. (43) vor Gericht. Um braunen Dreck geht es. Sie sollen von Oktober 2014 bis November 2015 übers Internet T-Shirts und CDs mit SS-Totenköpfen und Hakenkreuzen angeboten haben. M. soll damals einen Versandhandel betreiben haben – erst von Berlin, dann von Thüringen aus. M. und S. müssen sich wegen Verwendens von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen verantworten. Zudem geht es bei M. um Volksverhetzung. Er soll ab Juli 2015 eine CD mit Hetze gegen Juden vertrieben haben. M. und S. schwiegen nun. Fortsetzung: 23. März. KE.