Über 20 Einsatzkräfte der Berliner Polizei stehen in einer Grünanlag am Drusenheimer Weg im Neuköllner Ortsteil Buckow. Links im Bild liegt der festgenommene Mann auf dem Rasen.   Foto: Morris Pudwell

Über 20 Einsatzkräfte der Berliner Polizei stehen in einer Grünanlage am Drusenheimer Weg im Neuköllner Ortsteil Buckow. Ebenfalls auf dem Foto zu sehen: Ein auf der Erde liegender Mann, der nach einer wilden Verfolgungsjagd festgenommen wurde. Bei ihm soll es sich um einen  Gullydeckel-Einbrecher handeln. Der Mann war zudem bereits wegen weiterer Delikte anderer Verbrechen zur Fahndung ausgeschrieben.

In der Nacht zu Montag wurden er und ein Komplizei dabei beobachtet, wie sie in mehreren Lottoläden und Kiosken einbrechen wollten oder tatsächlich eingebrochen sind. Sie sollen dabei einen Gullydeckel gegen die jeweiligen Schaufensterscheiben geschleudert haben. Zeugen gaben den alarmierten Polizeikräften den Hinweis auf einen roten Renault Clio als Täterfahrzeug. Im Bereich Abschnitt 55 in Neukölln fuhr besagter Clio wenig später mit hoher Geschwindigkeit zufällig an einem Einsatzwagen vorbei. Die Einsatzkräfte Polizisten vermuteten, dass es sich um die Gesuchten handeln könnte und nahmen die Verfolgung auf.

Polizeiwagen und weitere Fahrzeuge gerammt

Der Kleinwagenfahrer gab daraufhin Vollgas. Hierbei soll es nach Informationen der Polizei zu mehreren gefährlichen Situationen gekommen sein. So soll der Fahrer mehrere hundert Meter über Gehwege gerast sein, zudem steuerte er mindestens einmal direkt auf einen Polizisten zu. Dieser musste sich mit einem Sprung zur Seite retten. Weiterhin soll der Clio-Fahrer einen Polizeiwagen und weitere Fahrzeuge gerammt haben.

Erst nachdem er sich in einem Park an der Grenze zu Brandenburg offenbar festgefahren hatte und zu Fuß flüchten wollte, konnte er in einer Grünanlage hinter einer Sackgasse des Drusenheimer Wegs in Buckow festgenommen werden. Bei der anschließenden Überprüfung stellte sich heraus, dass die am Fahrzeug angebrachten Kennzeichen zuvor von einem Porsche geklaut worden waren. Bei dem Festgenommen handelt es sich offenbar um einen gesuchten Straftäter.

Polizist vor Ort spricht von „absolutem Wahnsinn“

Sein Komplize konnte zwar flüchten, verlor dabei aber seine Portmonnaie mit Ausweispapieren. Demnach handelt es sich bei ihm um den Bruder des Festgenommenen. Polizisten vor Ort nannten diese Fluchtfahrt den „absoluten Wahnsinn“ und sprachen von „viel Glück“, dass nicht mehr passierte. Die zurückgelegte Strecke soll durch etliche Haupt- und Nebenstraße geführt haben. Mindestens zwölf Einsatzfahrzeug der Polizei waren an dem Einsatz beteiligt.