Ein Katzenhasser wurde jetzt in England verurteilt. Er hatte zahlreiche Tiere erstochen (Symbolbild). imago/ZUMA Wire

Ein 54-jähriger Brite, der innerhalb von neun Monaten mindestens neun Katzen getötet und sieben weitere verletzt hat, muss für fünf Jahre und drei Monate ins Gefängnis. Ein Gericht befand den ehemaligen Wachmann Steve Bouquet am Freitag für schuldig, zwischen Oktober 2018 und Juli 2019 im südenglischen Seebad Brighton mit einem Messer brutal auf die Tiere losgegangen zu sein.

Die nächtlichen Katzenmorde hatten die Polizei monatelang vor ein Rätsel gestellt. Ihre Besitzer berichteten unter Schock, wie sie die blutigen Tiere vor ihrer Türe – oder in einem Fall unter dem Bett – vorfanden.

Überwachungsvideo entlarvte den Tierhasser

Schließlich gelang es, den Wachmann mithilfe einer privaten Überwachungskamera zu fassen. Auf dem Video war zu sehen, wie er auf die Katze zugeht – und dann plötzlich mit einem Messer aus seinem Rucksack zusticht.

Bouquet stritt zunächst alles ab, doch fand die Polizei in seiner Wohnung ein Messer mit Katzenblut und auf seinem Handy ein Foto von einem seiner kleinen Opfer. Die Ortungsdaten auf seinem Handy brachten ihn zudem mit anderen Katzenmorden in Verbindung.

Was den 54-Jährigen antrieb, blieb auch während des Prozesses unklar. Richter Jeremy Gold bezeichnete sein Verhalten als besonders „grausam“. Bouquet habe damit auch die Familien ins „Herz“ getroffen. Der Richter vermutete, dass der ehemalige Seemann möglicherweise noch mehr Katzen auf dem Gewissen hat.