Ein Rettungswagen ist in der Silvesternacht 2019/20 im Einsatz. Foto: imago images

Einsatzkräfte an Silvester. Es vergehe kaum eine Woche, in der nicht über Angriffe auf Helfer von Polizei, Feuerwehr, Rettungsdienst oder THW berichtet werde, teilte die Gewerkschaft am Donnerstag mit. Auch Zugbegleiter, Krankenhauspersonal und Mitarbeiter im öffentlichen Dienst seien immer mehr betroffen. „Der Lockdown wird dies wohl verstärken.“

In den vergangenen Jahren kam es in der Silvesternacht immer wieder zu Attacken auf Einsatzkräfte. In diesem Jahr gibt es vielerorts Beschränkungen wie etwa Böllerverbote, die für zornige Reaktionen sorgen könnten.

Lesen Sie auch: Silvester in Berlin: Grünen-Fraktionschefin: Zünden von Feuerwerk komplett verbieten >>

Der Gewerkschaftsvorsitzende Siegfried Maier sieht es als notwendig an, gezielt Kurse für Einsatzkräfte zum Umgang mit solchen Situationen anzubieten. Kräfte der Feuerwehr und des Rettungsdienstes kämen, um zu helfen und Leben zu retten. Darauf seien sie vorbereitet. „Auf Gewalt, Übergriffe und brutale Attacken jedoch nicht.“ Immer mehr Einsatzkräfte berichten Maier zufolge, dass sie Angst haben, im Einsatz angegriffen zu werden.

„Wir wollen keine Vorbereitung auf mögliche Kämpfe“, so Maier. Es sei aber wichtig, dass sich die Kolleginnen und Kollegen befreien könnten, wenn es keinen anderen Ausweg gebe. Ein spezielles Trainingsprogramm dafür sei nun entwickelt. Das Konzept von „Sicher im Einsatz“ sei, sich aus Situationen wie Bedrängen, Festhalten, Umklammern und Würgen befreien zu können, ohne dem Angreifer großen Schaden zuzufügen.