Der Tatverdächtige hat sich gestellt. Foto: Polizei

Vorwurf versuchte Vergewaltigung: Nach der öffentlichen Fahndung von Dienstag hat sich ein 29-jähriger Gesuchter noch am Abend der Berliner Polizei gestellt. Die Tat liegt schon sieben Monate zurück. Ohne Erfolg hatten die Ermittler bislang nach dem Täter gefahndet.

Zufällig hatte ihn die Frau, die er vergewaltigen wollte, in einer Straßenbahn wiedererkannt. Der Mann mit dem Basecap und dem blauen T-Shirt bemerkt fährt in aller Ruhe Straßenbahn. Was er nicht bemerkt: Das Opfer fährt ebenfalls in der Tram der Linie 18. Sie informiert die Polizei, und die fordert die Bilder aus der Überwachungskamera der BVG an.

Sie zeigen den Mann, der versucht haben soll, in der Nacht zum 29. Juli im Auerbacher Ring in Hellersdorf eine Frau zu vergewaltigen. Er hatte der Frau kurz nach Mitternacht aufgelauert. Doch sie wehrte sich heftig. Daraufhin ließ der Täter los, die Frau konnte flüchten.

Die Begegnung in der Tram passierte etwa anderthalb Monate später, in Höhe Haltestelle Michendorfer Straße in Hellersdorf.

Nachdem alle anderen Ermittlungsversuche nicht weiterführten, gab schließlich ein Richter seine Erlaubnis, zum letzten Fahndungsmittel zu greifen: der Veröffentlichung von Bildern des Tatverdächtigen. Mit Erfolg: Nur Stunden nach Veröffentlichung der Fahndung stellte sich der Mann bei einem Berliner Polizeiabschnitt.