Überwachungskameras zeichneten den Einbruchsversuch auf.
Überwachungskameras zeichneten den Einbruchsversuch auf. Polizei Sachsen

Es war ein krawalliger Einbruchsversuch in Sachsen, dessen Spuren nach Neukölln wiesen. Folglich kam der Verdacht auf, arabischstämmige Berliner Clan-Gangster seien beteiligt gewesen. Der Verdacht scheint sich aufzulösen: Von den vier Männern, die am Abend des 3. April vergeblich versucht hatten, in Chemnitz mit einem Mercedes-SUV ein Juweliergeschäft aufzurammen, wurden zwei identifiziert. Sie stammen aus dem früheren Jugoslawien.

Polizeibekannter Serbe wurde in Ungarn gefasst

Ein serbischer Staatsbürger (44), der den SUV gesteuert hatte, wurde anhand der DNS-Spuren im Auto identifiziert. Ein internationaler Haftbefehl hatte Erfolg, er wurde in Ungarn gefasst und soll nach Deutschland ausgeliefert werden. Ein weiterer Verdächtiger (27) aus Bosnien-Herzegowina, dessen Erbgut ebenfalls schon von der Polizei erkennungsdienstlich erfasst worden war, ist noch auf der Flucht.

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Der Mann mit dem Hammer ist noch nicht identifiziert.
Der Mann mit dem Hammer ist noch nicht identifiziert. Polizei Sachsen

Der Serbe, der nach dem gescheiterten Blitzeinbruch mit seinen Komplizen in einem Golf davongerast war, ist der Chemnitzer Kripo bekannt. Bereits im August 2017 soll er an einem ähnlich gelagerten Blitzeinbruch beteiligt gewesen sein.

Ramme an ein Auto angebaut

Mit einem gestohlenen Audi soll er versucht haben, die Schaufensterscheibe eines Juweliergeschäfts zu durchbrechen. Dafür hatte er am Audi eine Art Ramme angebracht.  Auch hier ging der Einbruch schief, der Mann konnte aber abtauchen. Die Ermittlungen wegen der Tat von 2017 wurde jetzt, wo man den Verdächtigen gefasst hat, wieder aufgenommen.