SEK-Kräfte rückten nach der Sprengstoff-Explosion in Berlin-Friedrichshain an und überwältigten den Mann. Pudwell

Gegen Mitternacht wurden Anwohner der Kochhannstraße in Berlin-Friedrichshain aus dem Schlaf gerissen. Zuvor war ein Streit zwischen zwei Männern aus noch unbekannten Gründen eskaliert: Einer der Streithähne stellte seinem Nachbarn einen sprengstoffähnlichen Gegenstand auf das Fensterbrett. Fensterscheiben zerbarsten, die Scherben flogen in die Wohnung und auf den Gehweg. Der Anschlag galt offensichtlich dem Kontrahent, der sich zu dem Zeitpunkt in der Erdgeschoss-Wohnung aufhielt.

Wohnung gestürmt, polizeibekannter Täter überwältigt

Anwohner riefen die Polizei. Diese rückte mit einem Großaufgebot an und riegelte die Straße ab, da unklar war, ob und welchen Sprengstoff der Täter noch besitzt. Wie der KURIER erfuhr, soll der Täter der Polizei kein Unbekannter sein. Aus diesem Grund wurden Spezialkräfte (das SEK) alarmiert, die dessen Wohnung stürmten und den Mann überwältigten. Er wurde festgenommen und später abgeführt. Verletzt wurde niemand.

Es stellte sich heraus, dass die Explosion durch einen illegalen Polenböller herbeigeführt wurde. Ob noch weitere Sprengkörper sichergestellt wurden, ist nicht bekannt. Ein Fachkommissariat der Berliner Polizei ermittelt. Den Täter erwarten nun mehrere Anzeigen, unter anderem Herbeiführen einer Sprengstoffexplosion und versuchte schwere Körperverletzung.