Polizisten sichern den Tatort ab. Foto: Morris Pudwell

In Schöneberg ist am Montagabend ein Mann von mehreren Männern angegriffen und schwer verletzt worden. Nach Angaben von Polizeisprecherin Anja Dierschke hörte eine Polizeistreife an der Kreuzung Goeben-/Ecke Kulmer Straße nach 17.30 Uhr mehrere Schüsse. Auf dem Bürgersteig fand sie einen Mann, der erhebliche Verletzungen aufwies. Nach Informationen der Berliner Zeitung soll das 24-jährige Opfer keine Schussverletzungen erlitten haben. Er wurde offenbar mit Fäusten und einem Gegenstand malträtiert. Der 24-Jährige wurde mit schweren Kopfverletzungen mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus geflogen. 

„Im Nahbereich konnte ein Mann festgenommen werden, auf den eine Täterbeschreibung passt“, sagt die Polizeisprecherin. „Zurzeit werden zahlreiche Zeugen befragt.“ Die Ermittler prüfen derzeit, ob der Festgenommene bei der Tat beteiligt war. Eine Mordkommission des Landeskriminalamtes hat die Ermittlungen übernommen.

Zum Hintergrund der Tat konnte die Polizei bisher keine weiteren Angaben machen. Zeugen berichten dem KURIER, dass eine Personengruppe von fünf bis sieben Leuten mit einem Baseballschläger und einer Machete auf das Opfer zugegangen sein soll. Direkt vor einem Hauseingang soll dann einer die Waffe auf das Opfer gerichtet haben. Angeblich habe der 24-Jährige „um Gnade gewinselt“, erzählen Zeugen vor Ort. Dann habe der Schütze mindestens drei Warnschüsse abgegeben.

Zu dem festgenommenen Verdächtigen machte die Polizei bisher keine Angaben. Die Goebenstraße wurde zwischen Potsdamer und Kulmer Straße von der Polizei abgesperrt. Für die weiteren Ermittlungen wurde der Tatort ausgeleuchtet. Die Staatsanwaltschaft befindet sich mittlerweile ebenfalls vor Ort.