Feuerwehrleute stehen am frühen Mittwochmorgen vor Einsatzfahrzeugen in der Maulbeerallee im Berliner Stadtteil Staaken. Sie mussten mehrere brennende Keller löschen. dpa/Annette Riedl

Es hört einfach nicht auf: Schon wieder ist ein Feuer in einem Wohnhaus im Spandauer Ortsteil Spandau ausgebrochen. Nach Angaben der Feuerwehr brannte es in der Nacht zu Mittwoch im Keller eines siebengeschossigen Wohnhauses in der Maulbeerallee.

Menschen kamen bei dem Brand nicht zu Schaden, doch bei den Menschen geht die Angst um: Seit Monaten kommt es in Staaken immer wieder zu offenbar gelegten Bränden in Hochhäusern. So rückte die Feuerwehr Ende November zu einem Kellerbrand in einem elfgeschossigen Wohnhaus in der Obstallee aus. Mit Atemschutzgeräten evakuierten Feuerwehrleute Etagen, eine Person wurde mit Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung in eine Klinik gebracht.

„Haben wir beim nächsten Mal vielleicht alles verloren?“

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Ein Feuerwehrwagen steht Ende November vor einem Mehrfamilienhaus in der Obstallee in Staaken. Einsatzkräfte löschen einen Kellerbrand in dem elfgeschossigen Wohnhaus. Eine Person mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung wurde vom Rettungsdienst behandelt und in eine Klinik transportiert.

Anwohner berichteten nach diesem Brand, welche Spuren dieser in ihrer Seele hinterlassen hat: Am Tag sei es noch okay, doch nachts komme die Angst. Die meisten Brände seien nach Mitternacht ausgebrochen. Verletzt wurde auch deshalb niemand, weil ein aufmerksamer Nachbar an den Türen der anderen Mieter gehämmert habe, berichtet eine Anwohnerin im RBB.

Zwar wurde niemand verletzt, doch das Haus blieb wochenlang unbewohnbar: weder Wasser noch Strom noch Gas. Bei einem anderen Brand war zuvor ein Jugendlicher als tatverdächtig festgenommen worden, doch auch danach brannte es wieder in Staaken. „Haben wir beim nächsten Mal vielleicht alles verloren?“, so die verzweifelte Anwohnerin im RBB. Betroffen von den Bränden sind die in den 1970er-Jahren gebauten Wohnkomplexe Obstallee-Siedlung sowie Rudolf-Wissell-Siedlung an der Heerstraße. Beide gelten als sozialer Brennpunkt. Die Polizei rät Anwohnern, keinen Sperrmüll im Haus abzustellen und Türen geschlossen zu halten. Viele Mieter hielten sich aber nicht daran, so ein Mieter im RBB. Insgesamt zwei Tatverdächtige wurden gefasst, doch wer hinter den jüngsten Bränden steckt, ist weiter unklar.