Das Rote Rathaus, der Fernsehturm und davor das ausgebrannte Wrack. Eric Richard

Ein völlig geschrottetes und ausgebranntes Autowrack, das in aller Öffentlichkeit vor sich hingammelt und jeden Tag von tausenden Pendlern auf dem Weg in die Innenstadt gesehen wird. Und nicht nur von ihnen: Auch der Regierende dürfte Berlins derzeit bekanntestes Stück Schrott kennen. Es steht auf der Grunerstraße, direkt vor dem Roten Rathaus. Seit mittlerweile 23 Tagen.

In der Nacht zu Mittwoch, dem 5. Februar, wurden Polizei und Feuerwehr zu einem brennenden Fahrzeug in die Grunerstraße gerufen. Die Rettungskräfte löschten das in Polen zugelassene Fahrzeug, verletzt wurde niemand. Bereits am nächsten Tag teilte die Polizei mit, dass ein technischer Defekt den Brand ausgelöst habe. Daher seien keine weiteren Ermittlungen nötig.

Damit ist die Entsorgung des Wagens nun Sache des Halters – doch dem ist das scheinbar völlig egal. Denn seit nunmehr 23 Tagen gammelt das Wrack vor sich hin und behindert aufgrund einer geänderten Straßenführung nun auch den Verkehr. Zudem läuft seit einigen Tagen eine öl-ähnliche Flüssigkeit aus und verschmutzt die Straße.

Beim  Ordnungsamt heißt es dazu: Ein Wrack, das „durch seinen Zustand eine Gefährdung für das Wohl der Allgemeinheit insbesondere für die Umwelt darstellt, wird als Abfall bezeichnet. Hier ist der Verantwortliche verpflichtet, den Abfall zu beseitigen. Kommt er seiner Pflicht nicht nach, wird das Fahrzeug von der Behörde für ihn kostenpflichtig verschrottet“. Wann das passiert, steht in den Sternen.