Rettungskräfte bringen das schwer verletzte Opfer ins Krankenhaus. Der 18-Jährige erlitt eine tiefe Stichwunde im Rücken. Foto: Morris Pudwell

Blutige Partynacht! An den Wochenenden versammeln sich im Mauerpark viele junge Leute zum Feiern. Meistens bleibt es friedlich. Doch in der Nacht zu Sonnabend hat eine Gruppe junger Männer einen 18-Jährigen überfallen. Einer der Täter stach auf das Opfer ein. Und das nur, weil er dessen Jacke wollte.

Es ist 0.20 Uhr in der angesagten Grünanlage in Prenzlauer Berg. Das junge Partyvolk hört Musik und trinkt zusammen. In einer dunklen Ecke des Parks wird plötzlich ein 18-Jähriger von einer Gruppe junger Männer angesprochen. Sie drängen ihn dazu, seine Jacke auszuziehen. Als er der Forderung nicht sofort nachkommt, zieht einer der Räuber ein Messer und sticht zu. Er bohrt die Klinge in den Rücken des Opfers. Die Gang entreißt ihm die Jacke, das Handy und das Portemonnaie. 

Zeugen beobachten, wie die flüchtenden Täter durch den Mauerpark rennen. Das blutüberströmte Opfer trifft auf einem der Wege auf einen Passanten. Er erzählt ihm, dass er gerade niedergestochen wurde. Notruf! Hinzugeeilte Zeugen leisten Erste Hilfe. Sie versuchen die starke Blutung zu stoppen. 

Währenddessen können alarmierte Polizisten mit Hilfe von Zeugen zwei der Räuber aufspüren. Die Beamten überwältigen zwei Verdächtige (18, 19) wenige Hundert Meter weiter in der Cantianstraße im Gleimviertel. Die Beamten stellen die Jacke sicher und finden unter einem Transporter die Tatwaffe. Das Opfer überlebt den Angriff. Er wird schwer verletzt in ein Krankenhaus gebracht.

Knapp drei Stunden die nächste Messer-Attacke nahe des Kottbusser Tor! Passanten versorgen einen Mann (25), der mit blutenden Stichverletzungen auf einem Gehweg in der Adalbertstraße liegt. Die Spur der Ermittler führt in die nächste Bar. Doch niemand will etwas mitbekommen haben. Der Täter ist weiterhin auf der Flucht. Der Fall gibt der Polizei Rätsel auf. Der 25-Jährige muss notoperiert werden. Er ist außer Lebensgefahr. 

In Berlin wird seit Jahren bei Auseinandersetzungen schnell zum Messer gegriffen. 2019 registrierte die Polizei im Durchschnitt mehr als sieben Taten pro Tag, bei denen Klingen eingesetzt werden.