Bushido packt vor Gericht über seinen früheren Geschäftspartner aus. Foto: Imago / Wagner

Rap-Millionär Bushido (42) packt aus – Clan-Chef Arafat Abou-Chaker (44) auf der Anklagebank verzieht das Gesicht. Es sind Aussagen mit viel Zündstoff – über den Prozess hinaus.

Der Musiker, Zeuge und mutmaßliches Opfer, am 15. Tag: „Viel Schwarzgeld wurde bei Touren gemacht.“ Arafat Abou-Chaker, 13 Jahre sein Geschäftspartner, habe „sehr viel Schwarzgeld in einen Schwarzbau gesteckt.“ Genauer: In einen Pool auf ihrem gemeinsamen Villen-Grundstück. Bushido: „Er sagte, er habe eine Million Euro in Beton gesteckt. Eine weitere sollte für den Wellness-Bereich noch folgen.“

Erbitterte Feinde

Seit drei Jahren sind sie erbitterte Feinde. Anis „Bushido“ Ferchichi hatte im Herbst 2017 die geschäftliche Trennung verkündete. Die soll der Clan-Boss nicht akzeptiert, Millionen vom Rapper verlangt haben. Bushido sei beschimpft, eingesperrt, bedroht, mit Stuhl und Wasserflasche attackiert worden.

Neben dem Clan-Chef müssen sich drei seiner Brüder verantworten. Bushido, der eine Art Kronzeuge im Zusammenhang mit Clan-Kriminalität werden könnte: „Ich habe mich jahrelang bewusst auf einen bestimmten Lebensstil eingelassen.“ Mit dem Clan-Chef als Partner und mit Regeln. Wie: „Keine Polizei, das war Gesetz.“

Bushido war sein Eigentum

Als er von Arafat Abou-Chaker geschäftlich weg wollte, habe der gedroht. Der Rapper: „Wenn er herausfinden würde, dass ich irgendwas hinter seinem Rücken mache, dann würde nicht nur eine Bombe, sondern eine Atombombe platzen.“ Geld, Macht, Ego.

Der Rapper: „Arafat betrachtete die Kunstfigur Bushido als sein Eigentum.“ Millionen habe der Clan-Chef durch ihn gescheffelt, habe die Trennung verhindern wollen. Bushido: „Er sagte, ich würde ihm unfassbar viel Geld schulden.“ Ein Bruder vom Clan-Boss habe getönt: „Es wird keinen Bushido ohne Arafat und keinen Arafat ohne Bushido geben.“ Fortsetzung: 14. Dezember.