Zu einem grausigen Tatort wurden die Einsatzkräfte in der Nacht zum Mittwoch zur Kleingartenanlage an der Michael-Brückner-Straße gerufen. (Symbolbild)
Foto: Morris Pudwell

Es gibt Einsätze, die so heftig sind, dass selbst erfahrene Polizisten und Rettungssanitäter eine Weile brauchen, um über das Gesehene hinwegzukommen. So war es in der Nacht zum Mittwoch in einer Kleingartenanlage an der Michael-Brückner-Straße. Ein Mann hatte sich selbst entmannt.

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Was muss ihn bewogen haben auf diese Art und Weise Hand an sich zu legen und qualvolle Schmerzen zu erleiden? Die Polizei weiß es noch nicht. Er liege im Krankenhaus und konnte wegen der Schmerzbehandlung noch nicht befragt werden, sagten Polizisten. Sie schlossen auch eine versuchte Selbsttötung nicht aus. „Wir stehen erst am Anfang der Ermittlungen “, sagte ein Beamter.

Schwerverletzter warf Penis einfach weg

Rückblick. Kurz nach Mitternacht war der Notruf bei der Polizei eingegangen. Wenig später entdeckte eine Streife den Mann liegend an einem Gebüsch. Er blutete stark zwischen den Beinen und wimmerte.

Ein Notarzt und dessen Besatzung kümmerten sich um den Schwerverletzten. Er roch nach Alkohol. Offenbar hatte er getrunken, um den Schmerz zu ertragen. Er sprach von drei Versuchen, bis es geklappt hätte. Der Mann wurde in das Unfallkrankenhaus Marzahn gebracht. Dort sind Ärzte auf das Annähen von Körperteilen spezialisiert.

Das Problem sei nur: den abgeschnittenen Penis hatte er weggeworfen. Trotz umfangreicher Absuche des Areals wurde er nicht gefunden. Das kompliziere den Genesungsprozess, hieß es.