Polizeiwagen mit Blaulicht im Einsatz. (Symbolbild) Foto:  Imago/Alexander Pohl

Nachdem ein 37-Jähriger in Templin (Landkreis Uckermark) mit einer Armbrust eine Passantin und anschließend sich selbst verletzt haben soll, ermittelt eine Mordkommission zu den Hintergründen. „Wir ermitteln in alle Richtungen“, sagte eine Sprecherin der Polizeidirektion Ost am Mittwoch. Ein politisches Motiv werde aber bislang ausgeschlossen.

Eine 59-Jährige hatte am Dienstagvormittag die Polizei alarmiert: Sie sei in der Bahnhofstraße von einem Unbekannten mit einem länglichen Gegenstand am Kopf getroffen worden. Durch die Beschreibung kam die Polizei auf den Templiner - der Mann ist der Polizei bereits bekannt. Im Juli 2020 soll er mit einem Bolzen die Scheibe eines Gebäudes gegenüber seines Wohnhauses in derselben Straße durchschossen haben. Zunächst hatte darüber die Märkische Oderzeitung berichtet.

Schon einmal schoss der Tatverdächtige wild um sich

Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Neuruppin laufen gegen den 37-Jährigen bereits mehrere Verfahren, unter anderem deshalb, weil er schon einmal mit einer Armbrust um sich geschossen habe. Dabei seien keine Menschen verletzt worden.

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Die Polizisten trafen den 37-Jährigen in seiner Wohnung schwer verletzt an. Nach den bisherigen Ermittlungen hatte sich der Mann selbst mit der Armbrust schwere Verletzungen zugefügt. Er und die 59-Jährige wurden in Krankenhäuser gebracht. Die Bahnhofsstraße wurde wegen der Ermittlungen am Dienstag für mehrere Stunden gesperrt.