Einsatzwagen der Polizei mit eingeschaltetem Blaulicht. Foto: imago/Ralph Peters

Schock im beschaulichen Wilmersdorf: Bereits am Sonnabend ereignete sich in der Prinzregentenstraße / Ecke Güntzelstraße eine Schock-Tat! Wie die Polizei mitteilte, stach ein 29 Jahre alter Mann hier mit einem Messer auf zwei Menschen ein, verletzte eine Frau lebensgefährlich. Nun prüfen die Ermittler, ob es einen islamistischen Hintergrund gibt.

Der Mann (29) griff die Landschaftsgärtnerin mit einem Messer an

Laut Polizei habe der 29-Jährige Mann afghanischer Staatsangehörigkeit in einer Grünanlage in der Prinzregentenstraße / Ecke Güntzelstraße zunächst eine Landschaftsgärtnerin angesprochen. Es heißt, er habe sich daran gestört, dass sie 58-Jährige als Frau arbeitete. „Anschließend soll er ihr unvermittelt mehrere Messerstiche in den Hals versetzt und sie dadurch lebensgefährlich verletzt haben“, heißt es in einer Mitteilung der Polizei.

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Ein Passant (66) kam der Frau zu Hilfe, wurde dabei vom Angreifer aber ebenfalls durch mehrere Stiche in den Hals verletzt. Die alarmierten Rettungskräfte brachten die beiden in ein nahe gelegenes Krankenhaus, wo sie offenbar notoperiert wurden.

Der Tatverdächtige konnte noch vor Ort festgenommen werden. „Nach jetzigem Ermittlungsstand dürfte eine psychische Erkrankung des seit 2016 in Deutschland aufhältigen Beschuldigten bei der Tatbegehung eine Rolle gespielt haben“, heißt es im Polizeibericht.

„Die Generalstaatsanwaltschaft und der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes ermitteln umfassend zu den Einzelheiten der Tat und den Tathintergründen, auch unter dem Blickwinkel eines möglichen islamistisch motivierten Angriffs.“ Der Mann sollte noch gestern einem Ermittlungsrichter vorgeführt werden.

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Der mutmaßliche Täter sei den Behörden zuvor nicht als Islamist bekannt gewesen, sagte Martin Steltner, der Sprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, auf Nachfrage. „Wir haben Hinweise auf eine Gemengelage aus psychischen Auffälligkeiten und einer islamistischen Motivation.“ Die Ermittler prüfen nun die Gesinnung des mutmaßlichen Täters, werten dafür frühere Äußerungen, die der 29-Jährige etwa im Internet tätigte, aus.