Ein Einsatzwagen der Berliner Polizei fährt mit Blaulicht durch die Stadt (Symbolbild). Foto: dpa/Robert Michael

Ein 15-jähriger Autofahrer hat in Kreuzberg nach einer kurzen Verfolgungsjagd mit der Polizei Unfallflucht begangen. Der Jugendliche sei in der Nacht zu Donnerstag Beamten eines Streifenwagens entgegengekommen, als er in einem Carsharing-Auto auf der Dieffenbachstraße entlang fuhr. „Die Kollegen erkannten, dass die Person am Steuer viel zu jung war, um eine Fahrerlaubnis zu besitzen“, erklärte ein Polizeisprecher auf Anfrage der Berliner Zeitung. Zudem hätte er beinahe geparkte Autos touchiert.

Aufgrund des Alters des Fahrers und seiner auffälligen Fahrweise hätten die Polizisten sofort umgedreht und versucht, den jungen Autofahrer anzuhalten. Trotz hellauf blinkender Stoppsignale habe er den Wagen nicht gestoppt, sondern Gas gegeben. Nach einer Fahrbahnverengung in einer scharfen Kurve auf der Grimmstraße / Böckhstraße habe nach Angaben des Sprechers wohl gemerkt, dass er nicht weiterkommt.

„Er sprang während der Fahrt aus dem Auto, woraufhin der Wagen weiterrollte und mit einem geparkten Fahrzeug kollidierte“, erklärte der Polizeisprecher. Der 15-Jährige sei dann weggerannt und kurz darauf zum Unfallwagen zurückgekehrt. Den verwunderten Polizisten habe er nach seiner vorläufigen Festnahme erklärt, dass er sein Handy in dem Auto vergessen hatte.

Die Polizei ermittelt nun wegen Unfallflucht und Fahren ohne Führerschein. Außerdem soll geklärt werden, wie sich der Minderjährige Zugang zu dem Carsharing-Auto verschaffen konnte. „Es bisher völlig unklar, wie er das Fahrzeug aktivieren konnte“, so der Polizeisprecher.

Erst am Mittwoch war ein 28-Jähriger mit einem Carsharing-Auto auf dem Müggelheimer Damm in Köpenick gegen einen Baum gerast. Der Mann starb noch am Unfallort. Auch in diesem Fall sind die Ermittlungen noch nicht abgeschlossen.