Als die Beamten in dem Café nach 23 Uhr eintrafen, spielten die Gäste noch Karten, tranken und rauchten. Die Anwesenheitsliste war unvollständig. Foto: Pudwell

Gegen 23.20 Uhr hat die Berliner Polizei in der Hermannstraße ein Café kontrolliert, das nach der Sperrstunde um 23 Uhr immer noch Kunden im Innenraum bewirtete. Die Gäste saßen dabei an Tischen, rauchten, tranken und spielten teilweise Karten. Nach Angaben eines Augenzeugen vor Ort trug keine der anwesenden Personen eine Mund-Nasen-Bedeckung.

Als mindestens fünf Personen das Polizeifahrzeug wahrnahmen, entfernten sie sich zügig unerkannt aus dem Lokal.

Im Lokal saßen vier Personen an einem Tisch, tranken Bier und spielten Karten. Mindestens eine Person bewegte sich im Laden frei umher - trotz Maskenpflicht. Die polizeilichen Maßnahmen und das Beisein zweier Pressevertreter steigerten Unverständnis und Aggressivität gegenüber der Maßnahme der Polizei.

Die Beamten forderten den Betreiber auf, eine Anwesenheitsliste vorzuzeigen. Ginge es nach seiner Liste, wäre der Laden seit fast 4 Wochen nicht großartig besucht worden. Alle anwesenden Personen waren nicht notiert.

Betreiber fühlt sich in seiner Würde verletzt

Der Betreiber wurde auf die geltenden Bestimmungen angesprochen. Er hält die Sache für „harmlos“ und es wäre doch „nur kurz nach 23 Uhr gewesen“ - was mache das schon aus?

Ein Polizist sollte seine Dienstnummer gegenüber dem Inhaber aushändigen. Der Mann sagte, dass die Maßnahme die „Würde des Menschen“ verletzen würde.

Auch vor dem Café saßen Gäste. Es war eine Biergarnitur draußen aufgestellt. Das Geschäft besitzt dafür aber keine Genehmigung. Bereits einige Monate zuvor fiel das Lokal auf. Das Café wurde abgedunkelt, hatte aber trotzdem die Türen für Publikumsverkehr geöffnet. Der Laden fiel auch durch illegales Glücksspiel auf.