Das Kottbusser Tor im März diesen Jahres. Der Krimi-Hotspot bleibt auch in der Pandemie unverändert.
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Trotz der Corona-Pandemie ist die Anzahl Gewalttaten am Kottbusser Tor in Kreuzberg nicht zurückgegangen. Das teilt die Senatsinnenverwaltung nach einer parlamentarischen Anfrage der Grünen mit. So gab es in diesem Jahr im Zeitraum von März bis August insgesamt 287 Gewaltdelikte wie Raub, Nötigung oder Körperverletzung. Im Jahr zuvor waren es im gleichen Zeitraum noch 211 Gewalttaten.

Die Zahl der Eigentumsdelikte und der unerlaubte Handel mit Rauschgift stieg während des Corona-Sommers ebenfalls an. Im Zeitraum von März bis August 2020 erfasste die Polizei 231 Straftaten am Kottbusser Tor, die mit Drogenhandel zu tun hatten. Im Jahr zuvor lag diese Zahl bei 220.

Benedikt Lux und Turgut Altug (beide Grüne) stellten die Anfrage. Benedikt Lux sagt: „Kriminelle halten sich nicht an die Auflagen und die Präsenz der Polizei am Kotti ist nach wie vor hoch.“