Nachwuchsmodel Georgine Krüger: Sie wurde vergewaltigt und anschließend erwürgt.
Foto: Privat

Einer der rätselhaftesten Kriminalfälle der vergangenen Jahre kommt als Serie ins Fernsehen. In „Georgine“ geht es um das Verschwinden einer 14-jährigen Schülerin aus Moabit.

Die Spur des Mädchens verliert sich am 25. September 2006. Georgine, auch Gina genannt, hatte an dem Tag einen Casting-Termin für eine Statistenrolle in der Serie „Türkisch für Anfänger“. Ein Nachbar aus der Stendaler Straße, wo Georgine Krüger damals wohnte, vergewaltigte die Schülerin in einem Keller, danach erwürgte er sie. Er wurde rund 14 Jahre nach der Tat zu lebenslanger Haft verurteilt.

Die Polizei war dem bereits einschlägig bekannten Mann durch eine Funkzellenabfrage und durch verdeckte Ermittler auf die Spur gekommen. Einem Fahnder namens „Kara“ verriet der Täter, wie er das Mädchen umgebracht und die Leiche beseitigt hatte.

Lesen Sie auch: Mord und Vergewaltigung: Lebenslang für 44-Jährigen

Der Filmproduzent Ernst Ludwig Ganzert („Tatort“, „Das Herz von Jenin“) hält es für richtig, auch harte Stoffe wie diesen zu einer fiktionalen Serie aufzubereiten.

„Die Ermittlungen im Fall Georgine sind in ihrer Komplexität einmalig und ein unglaublicher Stoff für eine spannende Serie“, so der Eikon-Produzent vorab. „Die Protagonisten geraten in existentielle Konfliktsituationen, die man sich spannender und emotionaler kaum ausdenken kann. Gleichzeitig werden wir dem Opfer und dessen Angehörigen eine Stimme geben.“

Lesen Sie auch: Vermisste Georgine Krüger: Lebenslänglich für Ali K. gefordert

Die Drehbuchbuchentwicklung dürfte heikel sein und braucht sicher viel Fingerspitzengefühl. Das Team wurde darum auch von der Gerichtsreporterin Uta Eisenhardt beraten, die den Fall eingehend studierte. Produzent Ganzert steht außerdem in engem Kontakt mit Georgines Familie. Die rechtliche Beratung des ambitionierten Projektes übernehmen Star-Anwalt Christian Schertz und Kerstin Schmitt.