In Berlin spielten 2021 Messer bei 2777 Straftaten, die der Polizei bekannt wurden, ein Rolle. (Symbolbild)
In Berlin spielten 2021 Messer bei 2777 Straftaten, die der Polizei bekannt wurden, ein Rolle. (Symbolbild) imago/Blickwinkel

Ein aufmerksamer Polizist machte es möglich, dass ein mutmaßlicher Messerstecher (26) gefasst werden konnte. Dessen Pitbull wurde erschossen, weil er auf die Beamten losging, als sie den Mann festnehmen wollten.

Opfer wurde in Bauch und Brust gestochen

Das Drama hatte am Sonnabend gegen 8.15 Uhr in der Warschauer Straße (Friedrichshain) mit einem Streit einer Personengruppe mit einem 27-Jährigen begonnen. Der Mann ging weg, wurde von der Gruppe aber verfolgt und an der Ecke Kopernikusstraße geschlagen. Ein Mann soll ihm dann noch mehrmals in Brust und Bauch gestochen haben. Anschließend verschwanden die Angreifer.

Kurz danach fiel einem Polizisten auf dem Weg zu Dienst in der Grünberger Straße ein Mann (26) mit einer Handverletzung auf. Er alarmierte Kollegen und ließ den Verletzten ins Krankenhaus bringen. Dort gab er zu, an dem Angriff auf den Schwerverletzten beteiligt gewesen und selber verletzt worden zu sein.

Pitbull erschossen: Er ging auf das SEK los

Er gab dann auch an, wo sich der eigentliche Messerstecher aufhalten könnte. Der gleichfalls 26 Jahre alte Verdächtige sollte daraufhin in seiner Friedrichshainer Wohnung vom SEK festgenommen werden. Dabei ging sein laut Polizei aggressiver Pitbull auf das Spezialeinsatzkommando los und wurde erschossen.

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Beide Verdächtigen wurden der Kripo übergeben, gegen sie wird jetzt wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt und außerdem noch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, weil in ihren Wohnungen verdächtige Substanzen gefunden wurden.

Ihr Opfer war schnell ins Krankenhaus gebracht worden, weil eine Zeugin einen Rettungswagen alarmiert hatte. Der 27-Jährige wurde sofort operiert und soll außer Lebensgefahr sein.

Drei Jugendliche drohten mit Messer

Auch in Prenzlauer Berg war die Polizei erfolgreich: Kripobeamte fassten in der Nacht zum Sonntag drei Jugendliche (15, 16 und 17). Sie sollen gegen 23 Uhr in der Neumannstraße in Pankow zwei 15-Jährige mit einem Messer bedroht und deren Taschen durchwühlt haben. Dabei sollen sie unter anderem Bankkarten, eine Powerbank sowie Kopfhörer entwendet haben. Die Beraubten riefen die Polizei.

Der 15-Jährige, dem die Kopfhörer entwendet worden waren, konnte sie über sein Mobiltelefon orten und den Polizisten sagen, wo sie sind. Die Beamten fanden das Trio, nahmen es fest und fanden bei ihnen das  Raubgut sowie das Messer. Die Tatverdächtigen, darunter ein bei der Polizei als Intensivtäter geführter Jugendlicher, wurden für weiteren Ermittlungen wegen schweren Raubes bei der Kripo eingeliefert. Die beiden Angegriffenen blieben unverletzt.