Die beiden Fahrzeuge nach dem Zusammenstoß Foto: Pudwell

Mehrere Polizisten sind am Dienstagabend in Berlin-Neukölln verletzt worden, als ihr ziviles Fahrzeug von einem Mercedes gerammt wurde. Nach ersten Informationen vor Ort war der Mercedes-Fahrer zuvor unter anderem wegen seiner unsicheren Fahrweise aufgefallen, weshalb die Beamten ihn anhalten wollten. Dieser soll daraufhin mit Vollgas mehrere Kilometer weitergefahren sein.

Um den Mann aufzuhalten, stellte sich den Angaben nach ein ziviles Fahrzeug quer zur Fahrbahn, wurde aber von ihm gerammt. Ein folgendes Polizeiauto wiederum rammte das Heck des mutmaßlichen Täters. Dieser konnte in der Folge überwältigt werden, hieß es. Insgesamt sollen fünf Beamte verletzt worden sein.

Nach der Verfolgungsfahrt im Berliner Ortsteil Neukölln ermittelt die Polizei auch wegen des Verdachts der Körperverletzung im Amt. Während der Festnahme des 20-jährigen Fahrers am Dienstagabend soll es zu unrechtmäßiger Anwendung von körperlicher Gewalt gekommen sein, teilte die Polizei am Mittwoch mit. Demnach hatte eine Einsatzkraft einen anderen Polizisten angezeigt. Was genau passiert sein soll, sei Gegenstand der Ermittlungen.

Die Berliner Landesgruppe der Gewerkschaft der Polizei (GdP) verurteilte den Vorfall auf Twitter und schrieb: „Am Abend wurden in Neukölln fünf Kollegen verletzt, weil mal wieder jemand meinte, er müsste sich polizeilichen Maßnahmen entziehen.“

Ein Tatverdächtiger ist weiter flüchtig. Der 20 Jahre alte Fahrer konnte festgenommen werden. Vom zweiten Insassen fehlt bisher aber jede Spur, wie eine Polizeisprecherin am Mittwochmorgen mitteilte.