Blick auf die Weltzeituhr auf dem Alexanderplatz am frühen Morgen. dpa

Der 22-Jährige aus Pakistan und der 27-jährige Vietnamese sollen sich laut Ermittlungen zufällig auf dem Alexanderplatz in Berlin-Mitte begegnet sein. Am Morgen des 8. Oktober 2021 habe der Angeklagte dem Opfer durch wuchtige Schläge den Schädel zerschlagen, sagte der Vorsitzende Richter.

Bei der Tat habe der 22-jährige Angeklagte unter Einfluss von Alkohol und Drogen gestanden. Seine Steuerungsfähigkeit sei vermindert gewesen. Ob eine Beleidigung oder ein angeblicher Diebstahl zu dem Angriff geführt habe, sei nebulös geblieben.

Totschlag auf dem Alexanderplatz

Mitarbeiter der Stadtreinigung hatten am Morgen den leblosen Körper des 27-Jährigen entdeckt. Reanimationsversuche blieben erfolglos. Das Opfer starb noch vor Ort. Der Mann wurde laut Polizei auf dem Areal zwischen Treppen und Wasserspielen gefunden. Der 22-Jährige wurde kurz nach dem Verbrechen festgenommen.

Lesen Sie auch: Das erste Frühlingswochenende in Berlin: Fünf Tipps für Ausflüge in und um Berlin!>>

Zu Prozessbeginn vor sechs Wochen hatte der Angeklagte erklärt, er habe einen Fehler gemacht. Das Opfer habe ihn allerdings zuvor beleidigt und bestehlen wollen. Als es zum Streit gekommen sei, habe er sich wegen seines Konsums von Rauschgift und Alkohol nicht kontrollieren können. Ob er ein Holzstück gegriffen habe, könne er nicht sagen, so der 22-Jährige. Mit dem Urteil folgte das Gericht im Wesentlichen den Anträgen von Staatsanwaltschaft und Verteidigung. Es ist noch nicht rechtskräftig.

Der Alexanderplatz ist bei der Polizei als sogenannter kriminalitätsbelasteter Ort eingestuft. Seit Dezember 2017 gibt es dort eine feste Polizeiwache.