Wegen versuchten Mordes ist ein Mann vom Landgericht Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden.
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Ein Mann vergiftet eine Nudelsuppe, um so ein Ehepaar zu töten. Er war gekränkt, weil der Ehemann seine Zuneigung nicht erwiderte. Er verschaffte sich Zugang zum Haus eines Ehepaars und kippte Gift in die Nudelsuppe, die auf dem Herd stand: Wegen versuchten Mordes ist ein Mann vom Landgericht Wiesbaden zu lebenslanger Haft verurteilt worden.

Nur durch Glück blieb Ehepaar unverletzt

Das Gericht sah es als erwiesen an, dass der heute 49- Jährige die Nudelsuppe vergiftet hatte, um das Paar zu töten. Dass es bei einem versuchten Mord blieb, war purer Zufall, so das Gericht: Der Ehemann verfütterte die Suppe an seine Hunde, die mit schweren Vergiftungssymptomen in eine Klinik gebracht wurden und überlebten. Als Motiv der Tat nannte das Gericht Kränkung. Der Angeklagte habe immer wieder die Nähe zu dem Ehemann gesucht, dieser die Versuche zurückgewiesen.

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Neben der Verurteilung zu lebenslanger Haft stellten die Richter die besondere Schuldschwere fest. Eine vorzeitige Entlassung nach 15 Jahren ist damit rechtlich zwar möglich, in der Praxis aber so gut wie ausgeschlossen. In seinem letzten Wort beteuerte der Angeklagte, nichts getan zu haben.

Während der Urteilsverkündung vergrub er immer wieder das Gesicht in seinen Händen, seine Füßen wippten nervös auf und ab. Der Angeklagte war im April 2019 festgenommen worden und sitzt seitdem in Untersuchungshaft. Er war bereits 2001 vom Landgericht Memmingen wegen versuchten Mordes zu 13 Jahren und sechs Monaten Gefängnis verurteilt worden. Er hatte laut Urteil versucht, die Eltern einer Freundin mit Arsen zu vergiften.

Bereits 2001 wegen versuchten Mordes angeklagt

Die Tat aus dem Jahr 2019 weise einige Parallelen zu den Ereignissen im Jahr 2000 auf, so der Vorsitzende Richter Jürgen Bonk. Sowohl das Opfer als auch die Annäherung an die Männer, die akribische Vorbereitung der Tat und der Versuch, den Opfern die Schuld zuzuweisen, seien auffällig.

Damals wie jetzt habe sich die Wut zunächst gegen die Ehefrau gerichtet. Vielleicht habe der Angeklagte darin die Chance gesehen, dass sich der Ehemann hilfesuchend an ihn wendet und intensiverer Kontakt entsteht, erläuterte Bonk.