Feuerwehrleute löschen einen Brand in der Jeremia-Kirche in Berlin-Spandau Foto:  Christophe Gateau/dpa

Feuer in einem Berliner Gotteshaus! Die Berliner Feuerwehr wurde bereits am Donnerstag gegen 14 Uhr zu einem Großbrand an den Burbacher Weg im Ortsteil Falkenhagener Feld alarmiert. Die Löscharbeiten an der Zuflucht-und-Jeremia-Kirche in Spandau gestalteten sich auch am Freitag auf Grund der Dachkonstruktion schwierig, hieß es. Am Freitagnachmittag wurde weiterhin gelöscht. Die Feuerwehr teilte mit, dass sie Spezialgerät braucht, um wirklich alle Brandstellen zu erreichen - und auch letzte Glutnester zu löschen.

Jetzt ermittelt die Polizei wegen fahrlässiger Brandstiftung. Das Feuer war bei Bauarbeiten am Dach der Kirche ausgebrochen, wie die Polizei twitterte. Ein Brandkommissariat ermittelt. Drei Feuerwehrleute wurden bei dem Einsatz verletzt, wie die Feuerwehr am Freitag mitteilte.

Die eingerüstete Kirche hatte im Dachstuhl Feuer gefangen. Knapp 100 Einsatzkräfte waren zunächst vor Ort. Die verarbeiteten Metallplatten auf dem Dach ließen kein Löschwasser in den Innenraum des Gebäudes. 

„Es ist sehr schwierig derzeit, an den Brandherd zu kommen. Hier wird viel Material und Personal benötigt, um das Feuer unter Kontrolle zu bringen“, erklärte der Sprecher am Donnerstag auf Anfrage des Berliner KURIER. Die Kirche ist aufgrund von Modernisierungsarbeiten derzeit eine Baustelle. 

Auch am Abend ging der „massive Löscheinsatz“ weiter. Eine Feuerwehrfrau erlitt einen Schwächeanfall. Wegen der massiven Rauchentwicklung waren Anwohner aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Die Feuerwehr rechnete nach eigenen Worten mit „einer langen Nacht“.  

Die Löscharbeiten dauerten bis in die Nacht. 

Am späten Abend kam ein zweiter Großeinsatz für die Berliner Feuerwehr dazu. Das ehemalige Kinderkrankenhaus in Weißensee stand in Flammen. 

Am frühen Freitagnachmittag twitterte die Feuerwehr, sie sei noch immer mit 18 Einsatzkräften an der Spandauer Kirche zugange. Man bekämpfe die letzten Glutnester. Zudem sei weiteres Spezialgerät angefordert worden, um wirklich alle Brandstellen erreichen zu können.

Foto: imago images/Marius Schwarz
Foto: Christophe Gateau/dpa
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