Der 32-Jährige wurde nach einer wilden Verfolgungsjagd festgenommen.  Foto: Morris Pudwell

Ein notorischer Raser ist in der Nacht zu Samstag nach einer wilden Verfolgungsjagd von der Polizei aus dem Verkehr gezogen worden. Einer der Beamten erkannte den 32-Jährigen prompt wieder: Er hatte ihn erst vor wenigen Wochen schon einmal festgenommen. Gegen 1.30 Uhr war der schwarze Renault an der Neuköllner Flughafenstraße über eine rote Ampel gebrettert – vor den Augen einer Funkwagenbesatzung.

Anschließend gab der Mann Vollgas, lieferte sich eine filmreife Verfolgungsjagd durch Neukölln und versuchte so, den Einsatzkräften zu entkommen. Doch vergebens: Nach mehreren Unfällen blieb der Renn-Renault in der Herzbergstraße schließlich stehen. Der 32-jährige Fahrer versuchte noch, sich in einem nahe gelegenen Wohnhaus zu verstecken, konnte hier aber schnell von den Einsatzkräften festgenommen werden. „

Wütende Standpauke von Polizisten für Raser

In seiner Bauchtasche fanden die Beamten passende Fahrzeugschlüssel und Fahrzeugpapiere, außerdem hatte der Mann ein verbotenes Einhandmesser dabei“, so ein Polizeisprecher. Sowohl das Messer als auch das Fahrzeug wurden beschlagnahmt.  Ein offensichtlich wütender Polizist erkannte den Raser vor Ort wieder – er hatte ihn offenbar bereits Anfang Februar nach einer ähnlichen Verfolgungsjagd mit der Polizei schon einmal festgenommen.

Ein Augenzeuge sagte dem KURIER, dass es dieses Mal „eine ordentliche Standpauke“ gegeben habe, die der nun kleinlaute Raser „wortlos über sich ergehen ließ“. Dann wurde er in Handschellen abgeführt. Unklar ist bislang, weshalb der 32-Jährige die Zahlenkombination 18 und 88 in seinem Kennzeichen hat. Die Zahlen stehen für den ersten (A) und den achten Buchstaben (H) im Alphabet und gelten in der Neonazi-Szene als Abkürzung für „Adolf Hitler“ sowie den verbotenen Ausspruch „Heil Hitler“. Verboten ist die Kombination in Berlin aber nicht.