Das Kriminalgericht in Moabit verhandelte den Fall des Serienvergewaltigers Sinisa K. (nicht im Bild). dpa/Wolfgang Kumm

Der Serien-Vergewaltiger soll nie wieder auf freien Fuß kommen: 14 Jahre Gefängnis und anschließende Sicherungsverwahrung ergingen gegen Sinisa K. (30)

Sieben Frauen hat er überfallen – 27 Jahre alt die älteste, die jüngste erst 14. Das Landgericht entschied: Schuldig der Vergewaltigung in sechs Fällen, der versuchten Vergewaltigung, der gefährlichen Körperverletzung und der versuchten räuberischen Erpressung.

Nach verbüßter Haft soll er weggeschlossen bleiben. Der Richter: „Er ist gefährlich für die Allgemeinheit. Er hat einen Hang zur Begehung schwerer Sexualstraftaten.“

Brutal und erbarmungslos: Sinisa K. vergewaltige sieben Frauen in Berlin. In Serbien saß er bereits fünf Jahre wegen mehrerer Vergewaltigungen ein. privat

So hatten es auch Staatsanwaltschaft und die Nebenkläger verlangt. Ein Opfer-Anwalt sprach von einem deutlichen Zeichen: „Den Opfern wurde klar signalisiert, dass der Rechtsstaat sich so etwas nicht bieten lässt und mit entsprechender Härte reagiert.“

Die brutale Serie im Sommer 2020. Sinisa K. lauerte im Forst Grunewald, in Wannsee, im brandenburgischen Kleinmachnow und in Bernau. Die Opfer waren zu Fuß unterwegs oder mit dem Fahrrad. Es geschah stets am helllichten Tag.

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Täter Sinisa K. ging mit äußerster Brutalität vor

Wie aus dem Nichts tauchte der Serbe auf. Mal gab er sich freundlich und fragte zunächst nach dem Weg, mal griff er sofort an. Der Richter: „Zum Teil mit besonderer Brutalität.“ Er würgte die Opfer, bedrohte sie. Bis zu drei Stunden hatte er sie in seiner Gewalt.

Am 12. Juni der erste Überfall. Gegen 17.45 Uhr überholte eine 14-Jährige mit ihrem Fahrrad in Grunewald einen ihr fremden Mann. Er sprach das Mädchen auf Englisch an: „Kommst du aus Berlin?“ Sie verneinte, fuhr weiter. Er holte sie ein, griff an. Der Richter: „Er schleifte sie in den Wald.“ Bewaffnet mit einem Schraubendreher. Er vergewaltigte sie. Der Richter: „Es war ihre erste sexuelle Erfahrung überhaupt.“

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Die Abstände zwischen den folgenden Taten wurden immer kürzer. Es steigerte sich auch die Brutalität. Der Richter: „Er unterband sofort Widerstand.“ Es sei Sinisa K. nicht nur um Sex gegangen. „Es ging ihm auch darum, Macht und Dominanz zu zeigen.“

K. ist vorbestraft, saß in Serbien wegen Vergewaltigung bereits über fünf Jahre. In Berlin wurde nach der Vergewaltigung einer Joggerin (20) gefasst. Er gestand vor Gericht: „Ich schäme mich.“ Er hoffte auf maximal 10 Jahre Knast.