Die Polizei sucht nach dieser Frau: Sie soll einen Mann homophob beleidigt und angegriffen haben. Polizei Berlin

Berlin versteht sich als vergleichsweise weltoffene Stadt, doch auch hier leiden jeden Tag Menschen unter verschiedenen Diskriminierungsformen: Rassismus, Antisemitismus, Homophobie. Vieles passiert unterschwellig und im verborgenen, doch immer wieder gibt es auch ganz direkte und offensichtliche verbale und körperliche Attacken, so wie in diesem Fall in der U-Bahn der Linie U2. Nun wird die Täterin mit Fahndungsfotos gesucht.

Homophobe Attacke in der U2

Die junge Frau hatte nach Angaben der Polizei am 20. Juni 2021 zwischen 3.05 Uhr und 3.15 Uhr in der Nacht, als die U2 gerade zwischen den U-Bahnhöfen Nollendorfplatz und Alexanderplatz unterwegs war, einen anderen Fahrgast homophob beleidigt und tätlich angegriffen. 

Die Täterin trägt auf der linken Brust ein auffällige Tattoo. Polizei Berlin

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Ursache für den Streit zwischen der gesuchten Frau und dem anderen Fahrgast waren ganz offenbar die Corona-Regeln. Der Freund des angegriffenen Mannes hatte zuvor die Frau und ihren Begleiter zum Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes aufgefordert, heißt es im Fahndungsaufruf der Polizei. Das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes ist nahezu seit Beginn der Corona-Pandemie Pflicht im öffentlichen Nahverkehr Berlins.

Die Polizei sucht nach Zeugen der homophoben Attacke

Die Polizei sucht nun nach Zeugen, die die Täterin identifizieren können oder Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen können. Zudem werden auch Menschen gesucht, die die Tat beobachtet haben. Die gesuchte Frau wird als dunkelhaarig und zwischen 25 und 35 Jahren beschrieben. Auffällig sei ein Tattoo auf ihrer linken Brust.

Aufgrund des homophoben Hintergrunds der Tat ermittelt der Polizeiliche Staatsschutz des LKA Berlin in der Sache. Dort werden auch Hinweise unter der Telefonnummer (030) 4664 953 528 oder per Mail an lka535-hinweis@polizei.berlin.de entgegengenommen. Auch bei der Internetwache der Berliner Polizei oder jeder anderen Polizeidienststelle können Sie sachdienliche Hinweise loswerden.