Eine 15-Jährige wurde mehrfach vergewaltigt.  Foto: imago images/photothek

Ein 17-Jähriger steht ab Dienstag wegen des Vorwurfs der Vergewaltigung sowie der Gruppenvergewaltigung in Sachsen vor Gericht. Der 17-Jährige soll laut Anklage „am 25. Dezember 2019 in der Nähe des König-Albert-Bads in Löbau an einer 15-Jährigen trotz ihres klaren entgegenstehenden Willens den Geschlechtsverkehr vollzogen haben“. Das sagte der zuständige Gerichtssprecher laut einem Medienbericht.

Anschließend soll der Jugendliche drei seiner Cousins herbeigeholt haben. Diese sollen das Mädchen „unter Ausnutzung der zahlenmäßigen Überlegenheit“ ebenfalls vergewaltigt haben. Die sexuellen Handlungen seien von den Tätern zudem gefilmt worden.

Laut Anklageschrift soll der in Deutschland geborene Türke im Jahr 2019 zudem zwei weitere Opfer missbraucht haben. Diese seien 13 und 14 Jahre alt gewesen. In einem Fall habe er den Missbrauch ebenfalls gefilmt.

Seit Februar 2020 sitzt der Jugendliche in Untersuchungshaft. Wegen seines jugendlichen Alters wurde die Öffentlichkeit von dem anstehenden Verfahren ausgeschlossen. Bei einer Verurteilung drohen dem Jugendlichen maximal zehn Jahre Haft.

Die Taten des Angeklagten wurden in der Öffentlichkeit erst durch den jetzt anstehenden Prozess bekannt. Weder Polizei noch Staatsanwaltschaft hatten die Taten zuvor öffentlich vermeldet.